VCD Städtecheck Fahrradsicherheit

Wer den Radverkehr fördern will, muss dafür sorgen, dass Radfahren in unseren Städten unkompliziert ist, Spaß macht und vor allem sicher ist. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat deshalb einen Städtecheck Fahrradsicherheit durchgeführt und die Entwicklung der verunglückten Radfahrer in insgesamt 43 Großstädten mit über 100.000 Einwohnern für den Zeitraum 2005 bis 2010 analysiert. In 22 der untersuchten Städte wurde in fünf Jahren eine überdurchschnittliche Senkung der Fahrradunfälle erreicht. Zwölf weitere Städte erreichten eine Reduzierung der Verunglückten im Radverkehr, blieben aber unter dem Durchschnitt. Bei neun Städten sieht der VCD akuten Handlungsbedarf. Hier hat die Zahl der verunglückten Radfahrer gemittelt über die letzten fünf Jahre zugenommen. Hier eine Deutschlandkarte mit den Ergebnissen. Grün steht für eine positive Entwicklung, gelb für Stagnation und der rote Bereich für eine Zunahme von Fahrradunfällen.

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Anja Hänel, VCD-Referentin für Verkehrssicherheit: „Besonders interessant ist, dass mit wachsendem Radverkehrsanteil in den Städten, im Schnitt weniger Radfahrende verunglücken“. Die folgende Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen dem Radverkehrsanteil (Modal Split – nach rechts abgetragen) und dem Anteil der Radfahrer an den Verunglückten insgesamt. Dass die Sicherheit der Radfahrer mit ihrer Zahl zusammenhängt, wird in der Grafik aber lediglich am Beispiel Oldenburgs deutlich.

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VCD Städtecheck 2011 Fahrradsicherheit (pdf-Dokument)
VCD Städtecheck Kurzfassung

5 Gedanken zu „VCD Städtecheck Fahrradsicherheit

Kommentare-Feed
  1. Oldenburg hat 40% + Radfahreranteil? wow.

  2. @qx87 Wie die 43 % zusammen kommen, ist mir schleierhaft, muss mich da mal an fachkundiger Stelle erkundigen. Im Sommer, bei gutem Wetter, kann das wohl sein, aber im Winter niemals.

  3. Der hohe ermittelte Radverkehrsanteil in Oldenburg ergibt sich aus zwei Gründen, wovon einer methodischer Natur ist.

    1. (Faktenlage) Der ÖPNV-Anteil am Modal Split liegt in Oldenburg bei unter 5 %. Öffentlicher Nahverkehr ist also hoffnungslos unterentwickelt bzw. wird nicht nachgefragt. Die Stadt wird also von Individualverkehr dominiert.

    2. (Methodisches Problem) Die Ermittlung des Radverkehrsanteiles erfolgte auf Basis einer Zufallsumfrage per Telefoninterviews (mehr dazu auf den Seiten der Stadt Oldenburg), wobei ausschließlich nach Fahrten innerhalb des Stadtgebietes gefragt wurde. Nun ist das Stadtgebiet Oldenburgs nicht wirklich groß, entsprechend hoch ist die Bereitschaft der Bürger vor Ort, auch das Fahrrad zu nutzen. Keine Zahlen gibt es allerdings über den Anteil des Radverkehrs am ein- und ausbrechenden Verkehr. Ebenfalls keine Zahlen gibt es dazu, wie viel Anteil der insgesamt stattfindende ein- und ausbrechende Individualverkehr am Gesamtaufkommen innerhalb der Stadt Oldenburg hat. Und angesichts der geringen Stadtgröße und des Regionalzentrencharakters der Stadt dürfte davon auszugehen sein, dass eben dieser Verkehrsanteil nicht gerade gering ist.

  4. Wird Oldenburg dann also nicht neue Fahrradhauptstadt???

  5. Ich sehe „gelb“ für Stagnation in Nürnberg. Wie passend… gefühlt stagniert hier alles. 😉

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