Die fahrradfreundlichsten Städte der Welt

Ausgerechnet die Website MotorcycleInsurance.org hat de fahrradfreundlichste Stadt der Welt ermittelt. Danach führt Amsterdam die Liste velofreundlicher Städte an. Nach Portland in Oregon (USA) auf Platz zwei und Kopenhagen auf Platz drei folgen je zwei amerikanische (Boulder und Davis) und norwegische Städte (Sandness und Trondheim). San Francisco in Kalifornien kommt auf Platz acht wegen der „großen Fahrradkultur mit politischem Einfluss“. Platz neun der Liste der fahrradfreundlichsten Städte nimmt Berlin ein. Begründung: „Designated street lanes, independent bike paths, traffic signals, bike maps“. Auf Platz zehn und elf folgen Barcelona und Basel.

Auch die Kriterien zur Ermittlung der Rangfolge wurden publiziert. Danach gab es fünf Kategorien, die so genannten 5E´s, die ich mal unübersetzt lasse.

  • Engeneering: Gebaute Radinfrastruktur
  • Education: Radfahrpädagogik
  • Encouragement: Kampagnen zur Steigerung des Radverkehrs
  • Enforcement: Verkehrssicherheit und radverkehrsbezogene Gesetzgebung
  • Evaluation & Planning: Systeme zur Evaluierung laufender Programme und Pläne für die Zukunft.
Fahrradfreundlichste Staedte der Welt

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MotorcycleInsurance.org: The Most Bike Friendly Cities
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Das Bondbike

Hier kommt das Fahrrad, das  James Bond fahren würde. Der Kettenantrieb garantiert einen optimalen Grip, das Vorderrad mit Skiverstärkung sorgt für eine sichere Fahrt bei Tiefschnee und vermutlich funktioniert das Rad auch als Wasserfahrzeug. Besonders trickreich: der Sattel kann als (ferngesteuerter) Diebstahlschutz herauskatapultiert werden. Die Flammenwerfer im Lenker sind auch schön. Damit kann man sicherstellen, dass überholende Fahrzeuge in sicherem Abstand überholen.

Nicht bekannt wurde, ob es auch eine Ebike-Ausgabe des Bondfahrrads für senile Darsteller wie Sean Connery gibt. Das Bondbike, das als Promotionfahrrad für eine Radlerversicherung gebaut wurde, kann man auf der Cycle Show in London vom 7. bis zum 10. Oktober besichtigen.

Bondbike
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Radfahrerin bei Verkehrsunfall verletzt – Polizei sucht Zeugen

„Die Polizei sucht Zeugen zu einem Verkehrsunfall in Zehlendorf, bei dem eine Radfahrerin verletzt wurde.
Am Freitag, den 24. September 2010 befuhr die 14-jährige Radlerin den Radweg des Teltower Damms in Richtung S-Bahnhof Zehlendorf. An der Gabelung Teltower Damm in Höhe Gartenstraße kollidierte die Jugendliche gegen 7 Uhr 50 mit einem Fahrzeug, welches vom Teltower Damm nach rechts in Richtung Anhaltiner Straße abbog. Am Unfallort kümmerten sich mehrere Personen um die verletzte 14-Jährige.

Da die Unfallursache bislang ungeklärt ist, bittet die Polizei um Mithilfe und hat folgende Fragen:

  • Wer hat die 14-jährige Radlerin am 24. September 2010 gegen 7 Uhr 50 auf dem Radweg des Teltower Damms gesehen?
  • Wer kann Angaben machen, wie die Jugendliche gestürzt ist?
  • Insbesondere wird die Fahrerin eines blauen Autos gesucht, die unmittelbar nach dem Verkehrsunfall, ungefähr zehn Meter hinter dem Unfallort, angehalten und sich zur Unfallstelle begeben hat.

Hinweise nimmt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 in der Eiswaldtstraße 18 in Lankwitz unter der Rufnummer (030) 4664 – 481 352 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.“

Pressemeldung Nummer 3011 der Berliner Polizei vom 29.09.2010 – 16:15 Uhr

RadZeit Nummer 5 2010

RadZeit 5 2010 Es gab schon interessantere Nummern der RadZeit. Die neue Ausgabe 5/2010 des Blattes des Berliner ADFC hat den Titel „Radverkehr in Berlin“ und macht neugierig auf die Inhalte. In der Zeitschrift ist dann aber nur ein recht magerer Artikel zur Berliner Radverkehrsstrategie zu finden. Resümee: Schuld an der mangelnden Umsetzung des Radverkehrsprogramms des Senats ist die dünne Personaldecke in den Tiefbauämtern der Bezirke. „Es verwundert also nicht, dass die durchgängige Befahrbarkeit des Innenstadtnetzes, die bis Ende 2006 realisiert werden sollte sowie des Gesamtnetzes bis Ende 2010 länger auf sich warten lassen wird. Auch der Radverkehrsanteil wird bis Ende 2010 nicht auf wie geplant 15 Prozent ansteigen.“ (aus dem Beitrag „Geld ist nicht alles“ auf den Seiten 6 und 7).

Im Heft findet sich weiter ein Interview mit dem radelnden Fernsehkommissar Axel Prahl. Der Berliner Schauspieler ziert mit seinem vollgefederten Fahrrad auch die Titelseite des Heftes, die Fahrradlampe nicht ganz korrekt im Winkel von 45 Grad nach unten gerichtet. Andere Themen: ein Beitrag über ein Bambusfahrradprojekt an der technischen Uni, ein Portrait des Berliner Nihola-Bauers Carlos Alarcon und ein Artikel über den Fürst-Pückler-Radweg im Süden Brandenburgs.Die RadZeit gibt es kostenlos in der Geschäftsstelle des ADFC in der Brunnenstraße 28 in Berlin MItte sowie in einer ganzen Reihe von Fahrradläden , Bibliotheken, Unis, Kinos und Szenekneipen.

Link auf die Onlineausgabe wird nachgereicht.
Radzeit 05/2010 (PDF-Dokument)

Wo zählt Berlin den Fahrradverkehr?

Seit einigen Jahren ist in Berlin eine kontinuierliche Steigerung des Radverkehrs zu beobachten. Die Frage ist: wie ermittelt die Senatsverwaltung für Verkehr eigentlich diese Daten?

Dazu werden so genannte Fahrradverkehrspegelzählungen durchgeführt. An acht Stellen in der Stadt wird monatlich einmal die Radverkehrsdichte ermittelt. Hier eine Liste der Standorte:

  • Spandau (Neuendorfer Ecke Schönwalder)
  • Charlottenburg (Joachimsthaler Ecke Lietzenburger)
  • Zehlendorf (Teltower Damm)
  • Kreuzberg (Zossener Straße Ecke Blücher)
  • Mitte (Spandauer Straße Ecke Liebknecht)
  • Prenzlauer Berg (Schwedter Straße Ecke Kastanienallee)
  • Hohenschönhausen (Falkenberger Chaussee)
  • Köpenick (Lange Brücke)

Die Ergebnisse der Zählungen werden dann mit anderen Faktoren verrechnet, zum Beispiel mit dem Wetter. Am Jahresende wird Bilanz gezogen. Die Ergebnisse der Radverkehrszählungen für das Jahr 2010 werden schließlich im Januar oder Februar 2011 veröffenticht.

Klingeln oder rufen?

Kurzer Auszug aus Konrads Blog: „Langjährige Untersuchungen haben ergeben: Ein prägnant gebrülltes „Ey“ ist bei Autofahrern in jedem Fall wirkungsvoller als die reine Fahrradklingel.

Auch wenn ich eine besonders laute Fahrradklingel habe (in einer Unterführung gezündet bläst sie einem das Gehör weg (-; ), so wird sie von rechtsabiegenden, blinden Autofahrern gemeinhin nicht wahr genommen.

Nun kann man genüsslich darüber spekulieren, warum das so ist.

  • Ist eine Fahrradklingel zu leise?
  • Schaltet ein Autofahrergehirn bei einer Fahrradklingel sofort auf „Hm eh nur ein Radfahrer“
  • Sagt ein lauter Schrei einem Autofahrerhirn „Hui was immer das ist, es könnte meinem Phallusersatz gefährlich werden! Bremsen!“
  • Und wie würde es aussehen, wenn man anstelle einer Klingel einen in Lautstärke und Klang einer Autohupe ähnliches Akustikum verwenden würde? Würde das vermeintliche Hupen eines anderen Autofahrers zu einer noch größeren Aufmerksamkeit führen?“

Geht es euch ebenso? Ich selbst habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Konrad. Meine ganz normale Fahrradklingel wird von Fußgängern und anderen Radfahrern bemerkt und von Autofahrer ignoriert.

kLog: Fahrradklingel vs. Rufen

Mobile Fahrradbar “BRIKE“

Refunc nennt sich eine holländische Gruppe von Architekten, Designern und Künstlern, die sich dem Upcycling von Müll verschrieben haben: „Garbage architecture is providing a second life for found or thrown-away objects. We operate on the borders of architecture, art and design and create new products from old materials.“

Eines der Projekte von Refunc ist die mobile Fahrradbar Brike. Sie besteht aus einem IBC Container auf Rädern plus dem Hinterteil eines Fahrrads. Zwei dieser Fahrzeuge werden ineinander geschoben und dienen als kleine Bar, die in bunten Farben beleuchtet und im öffentlichen Raum platziert wird.

Brike

Refunc: Brike
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OLG Celle: Radfahrer allgemein disziplinlos

Der Tagesspiegel berichtete vor einigen Tagen von einem Urteil des Oberlandesgerichtes Celle, das Radfahrern eine „verbreitete und allgemein bekannte Disziplinlosigkeit“ attestiert. Konkret ging es um eine Radfahrerin, die einen Radweg in falscher Richtung befuhr und dabei von einem querenden Pkw angefahren und verletzt wurde. Der Pkw-Fahrer müsse mithaften, da er wegen der bekannten Disziplinlosigkeit der Radfahrer bei einem Radweg davon ausgehen müsse, dass dieser in falscher Richtung benutzt würde.

Im Regelfall können querende Kraftfahrer nicht erkennen, ob ein Radweg in beide Fahrtrichtungen freigegeben ist, müssen also immer davon ausgehen. Üblicherweise ist dies der Grund für eine Mithaftung bei Unfällen. Die OLG-Begründung ist auffällig und es wäre interessant, ob sie auf mehr als einem Bauchgefühl der Richter beruht.

Tagesspiegel.de – Gericht schützt Kampfradler

Shweeb – die Fahrradschwebebahn

Schon mal Schwebebahn gefahren? Für Wuppertaltouristen gehört das wohl zum Pflichtprogramm. Obwohl: Schweben ist genau genommen  falsch, weil in Wuppertal ein ständiger Kontakt zwischen Fahrweg und Fahrzeug besteht, nur eben so, dass das Fahrzeug unter der Fahrbahn hängt.

Die Erfinder von Shweeb haben sich bei der Wuppertaler Schwebebahn die Anregung für ein einzigartiges Transportsystem geholt. Sie wollen, dass Menschen in einer Art vollverkleidetem Liegerad fahren, das unter einem Einschienensystem hängt.

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Die drei wichtigsten Widerstände, die gegen ein sich bewegendes Fahrzeug wirken, sind Strömungswiderstand, Rollwiderstand und Übertragungsverluste. Ab einer gewissen Geschwindigkeit ist der aerodynamische Widerstand der bei weitem größte, er beträgt bei Radfahrern etwa 80 Prozent. Steigt der Radler auf ein Liegerad um, sinkt der Strömungswiderstand um die Hälfte. Durch eine Vollverkleidung des Fahrzeugs lässt sich noch einmal die Kraft reduzieren, die benötigt wird, um ein solches Fahrzeug auf Tempo zu bringen. Weitere Kräfte lassen sich durch harte, nicht federnde Rollen einsparen und schließlich besteht ein Einsparpotential darin, dass mehrere Kabinen des Shweebs hintereinandergekoppelt sind. Der eindeutige Nachteil des Systems sind die hohen Kosten für eine Shweeb-Infrastruktur. Dafür erhält man ein kohlendioxid-neutrales, effizientes und platzsparendes Verkehrssystem.

Das alles klingt reichlich skurril. Dennoch haben die Erfinder von Shweeb Google überzeugt. Der Suchmaschinenriese investiert im Projekt 10^100 eine Summe von zehn Millionen Dollar für Ideen, die die Welt verbessern können. Eine Million Dollar des diesjährigen Preisgeldes fließt an Shweeb. Damit soll eine Pilotanlage finanziert werden.

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Shweeb
The Official Google Blog: $10 million for Project 10^100 winners 

Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen liegt bei 10 Prozent

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 345 000 Fahrräder gestohlen. Jeder dritte Fahrraddiebstahl wird von einem Jugendlichen begangen, bei jedem zehnten Fahrradklau ist der Dieb jünger als 14 Jahre. Das geht aus dem Jahresbericht des Bundeskriminalamtes hervor. Nach Angaben der Bundeskriminaler ist Bremen eine der Hochburgen des Raddiebstahls, denn dort werden im Schnitt dreimal so viele Räder geklaut wie in anderen Städten.

ADFC checkt dein Fahrrad kostenlos

Von heute an bis Sonnabend, 15. September bietet der Berliner ADFC an drei Standorten einen kostenfreien Herbstcheck von Fahrrädern an:

  • Treptow-Köpenick: Köllnischer Platz (Grünauer Str./Oberspreestr.)
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Frankfurter Tor (Frankfurter Allee/Frankfurter Tor)
  • Neukölln: Rathaus Neukölln (Erkstr./Karl-Marx-Str.)

An allen drei Orten erhalten Radfahrer Reparaturen und Ersatzteile for free und Beratungsgespräche. Die Aktion soll  der Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer dien und wird unterstützt vom Senat und der Verkehrslenkung Berlin (VLB).
ADFC: ADFC-Herbst-Check 2010

Fahrradverkauf bricht weltweit ein

Die Finanzkrise hat zu einem weltweiten Rückgang der Produktions- und Konsumzahlen von Fahrrädern geführt. So wurden in Deutschland im letzten Jahr lediglich 3.850.000 Räder verkauft, was einem Rückgang der Absatzzahlen gegenüber 2008 um 10,9 Prozent entsprach. Auch in den anderen 26 EU-Staaten gingen die Velokäufe nach unten. Ausnahmen: in Italien, Großbritannien und Litauen nahmen die Verkaufszahlen leicht zu. Unter dem Strich sanken die Verkäufe von Fahrrädern in der gesamten Europäischen Union wieder auf eine Marke unter 20 Millionen Stück, etwa 1,3 Millionen weniger als im Jahr 2008.

Hier eine Übersicht über die Verkäufe von Fahrrädern in der EU:

2007 2008 2009
Belgien 500.000 500.000 500.000
Bulgarien k. Angabe 210.000 180.000
Dänemark 554.000 544.000 534.000
Deutschland 4.582.000 4.320.000 3.850.000
Estland k. Angabe 30.000 25.000
Finnland 310.000 330.000 320.000
Frankreich 3.500.000 3.417.000 3.132.000
Griechenland 220.000 220.000 200.000
Irland 80.000 90.000 70.000
Italien 2.000.000 1.780.000 1.930.000
Lettland k. Angabe 50.000 30.000
Litauen k. Angabe 52.000 60.000
Luxemburg k. Angabe 5.000 5.000
Malta k. Angabe 10.000 8.000
Niederlande 1.400.000 1.388.000 1.281.000
Österreich 430.000 465.000 465.000
Polen 709.000 684.000 560.000
Portugal 330.000 350.000 300.000
Rumänien k. Angabe 150.000 120.000
Schweden 485.000 530.000 500.000
Slowakei k. Angabe 250.000 200.000
Slowenien k. Angabe 110.000 90.000
Spanien 1.000.000 900.000 750.000
Tschechien k. Angabe 370.000 320.000
Ungarn k. Angabe 300.000 260.000
Vereinigtes Königreich 3.400.000 3.311.000 3.400.000
Zypern k. Angabe 30.000 20.000
Total 19.500.000 20.396.000 19.110.000

k. Angabe: keine Zahlen verfügbar
Fahrradportal: Europäische Union: Fahrradmarkt in den 27 EU-Ländern im Jahr 2009

Fachgespräch Elektrofahrräder im Bundestag

Die Fraktion der Grünen im Bundestag veranstaltet am kommenden Freitag  (17.09.2010) zwischen 14 und 18 Uhr ein Fachgespräch zu Chancen und Risiken von Pedelecs und Co. Dabei sollen folgende Fragen aufgeworfen werden:

  • Welche Potenziale haben Elektrofahrräder und wie relevant sind sie für die Entwicklung des Fahrradverkehrs?
  • Welche – auch neuen – Nutzergruppen können durch Elektrofahrräder für den Radverkehr erschlossen werden?
  • Wie ökologisch sind elektrisch angetriebene Fahrräder?
  • Welche Erfahrungen gibt es aus laufenden Pilotprojekten?
  • Welche Sicherheitsaspekte sind auf Grund der höheren Geschwindigkeiten und der Akku-Technologie zu berücksichtigen?
  • Welche verkehrspolitischen Instrumente und Rahmenbedingungen zur Förderung der Elektrofahrräder sind erforderlich?

Teilnehmen werden Winfried Hermann (Grünen MdB und Vorsitzender des Verkehrsausschusses), Jan Mücke (FDP MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium), Sarah Stark (ADFC Berlin), Siegfried Neuberger (Zweirad-Industrie-Verband e. V.) und weitere Experten.

Wann: 17.09.2010, 14:00 – 18:00
Wo: Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, E 600, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin

Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigst du einen Personalausweis, Pass oder ein gleichwertiges Ausweisdokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.

Bündnis 90 / Die Grünen: Elektrofahrräder – neue Chancen und Herausforderungen für den Radverkehr
via BikeBlogBerlin