Fahrradparkhilfe in Prenzlauer Berg

Der Zaun vor einer Kindertagesstätte im Bezirk Pankow wurde mit simplen Mitteln zur radfahrerfreundlichen Parkhilfe gemacht. Gemeint sind die kurzen Flacheisen, die auf die Zaunpfosten geschweißt wurden. Durch den Ring kann man sein Bügelschloss führen und schon ist das Fahrrad diebstahl- und umfallsicher geparkt. Kinderräder stellt man einfach auf das Mäuerchen und schließt sie ebenfalls sicher an. Gute Idee.

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15 Gedanken zu „Fahrradparkhilfe in Prenzlauer Berg

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  1. Prinzipiell eine ganz gute Idee. Ich hoffe nur die angeschweißten Flacheisen und die Ringe sind nicht nur einfacher Baustahl, sondern eine sehr harte Legierung. Sonst bringt es gar nichts sein Fahrrad daran anzuschließen.

  2. Das wird wohl keine spezielle Legierung sein.
    Sieht auf jeden Fall nicht sehr sicher aus wie das 15mm dicke Bügelschloss an 6mm dünnen Eisenring befestigt ist.

  3. Ich bin kein Baufachmann, aber ich gehe davon aus, dass es sich um ganz normalen verzinkten Baustahl handelt. Mit einer Flex oder mit einem großen Seitenschneider wird man den Ring gewiss in kurzer Zeit knacken können. Dennoch stimmt die Aussage nicht, dass sowas „nichts einbringt“. Es soll ja Fahrraddiebe geben, die mit dem Transporter durch die Stadt fahren, Räder einsammeln und sie bequem zuhause knacken. Jede weitere Hürde, die man gegen den Fahrradklau aufbaut, macht ein Rad sicherer gegen Diebstahl.

  4. wie sagt man so schön: alles wofür man länger als 3 minuten zum knacken braucht ist recht sicher

  5. In diesem Sinne kann (aus eigener schmerzlicher Erfahrung) nur vor den stillen Hofdurchfahrten, Radkellern, Höfen gewarnt werden. Mein Rad war schnell weg, abgeflext, ein sehr schönes, vor ca. 6 Jahren. Der Ersatz steht seitdem stets sicher auf der Strasse an was Festes gebügelt – die Nachbarschaft (viele Häuser) macht es sicherer, denke ich, irgendein „Hirni“ schaut in dieser nie schlafenden Stadt doch stets aus Langeweile aus dem Fenster und spielt evtl. noch Privatsheriff (zum Glück, möchte man HIER anmerken).

    Joshua

  6. Habe eine ähnliche Erfahrung gemacht wie Joshua – Rad aus dem Keller geklaut. Seither steht mein Rad immer im Hof, schön fest an einem Bügel _und_ einer Kette. Meine Strategie wenn ich unterwegs bin: Das Rad immer neben einem höherwertigen anschließen, oder neben einem gleichwertigen, aber schlechter gesicherten.

  7. Auch belebte Straßen können Diebe nicht unbedingt stoppen. Den meisten Leuten ist es leider völlig egal, wenn jemand in aller Ruhe an einem Schloss herumsägt oder Teile von einem angeschlossenem Rad abmontiert und mitnimmt. Mir wurden in den letzten zwei Jahren zwei Scheinwerfer (ein IQ Fly und ein Cyo), ein Sattel (mit Sattelstütze) und zwei Tachos (einer davon mit einem angeklebten Stück Bremszug am Lenker befestigt) geklaut, während das Rad an einer Hauptverkehrsstraße angeschlossen war.

  8. @Jakob:

    Ja, ist schon heftig, mein Beileid. Und genau daran wird ein Dilemma erkennbar. Umgang mit „Wertsachen“ – Rad vs. Auto.

    Ein teures Rad ist besonders beliebtess Diebstahl- oder Ausweidungs-Opfer, gelegentlich auch Vandalismus. Bei Autos käme nie einer auf die Idee einer besonders teuren Karre die Scheibe einzuhauen, eine Beule reinzutreten, das Radio zu klauen. Von wegen Alarmanlage und Auffälligkeit. Na gut, die Edelkarossen werden dann in SO36 eher abgebrannt, aber das ist ja (noch) ein quantitativ kleines Phänomen, wie ich glaube.

    Problem des umweltbewussten Alltagsradlers mit hoher Kilometerleistung ist daher schon das Klauproblem. Unter den Intensivradlern sind sicher einige, denen 2000 oder 3000€ nicht zu viel wären für ein gutes Rad. Ein Auto würde ja teilweise noch viel mehr kosten. Aber man will ja auch nicht „protzen“.

    Die Diebstahlsversicherungen sind nur ein kleiner Trost. 10% vom Neuwert als Prämie pro Jahr, und dazu das grosse Problem: Geld fährt nicht, das neue Rad muss erst wieder individuell ausgestattet / eingestellt werden – meiner Erfahrung nach ein großer Aufwand für den Alltagsradler, teilweise dem Kaufpreis ebenbürtig (wenn berechenbar).

    Mir ging mit einem geklauten Rad jedes Mal viel mehr als der reine buchhalterische Wiederbeschaffunsgwert verloren.

    Grüsse! Joshua

  9. Ich denke da liegt ein Verständnisproblem vor.
    Die Ösen sind hier gedacht um Kampfhunde anzuleinen,
    weil die Eltern wenn sie die halbwüchsigen in dir KiTa bringen
    die Kampfhunde nicht mit reinnehmen dürfen.
    Das Foto spiegelt also den radikalen Radler wieder,
    der alle nur erdenklichen Straßenobjekte für sich missbraucht.
    Klarer Fall von mistinterpretation.
    Aber das grundlegende Problem bleibt:
    Der Hund kann zwar umfallsicher angeleint werden
    aber eben nicht diebstahlsicher.
    Auf der anderen Seite wird so eine KiTa ja auch eher nur Tagsüber benutz.

  10. Diebe finden meist immer einen Weg, aber Vorkehrungen zur Sicherheit sind oft sehr teuer und wenn das Metall wirklich mit einer harten Legierung versehen ist, ist die Maßnahme an sich schon ein Erfolg. Die Idee zumindest ist gut.

  11. Ich reg mich immer über rücksichtslose Hundehalter auf, die ihre Viecher an Fahrradständer anleinen. Interessant, dass es das Problem auch andersrum gibt. 🙂

  12. „““““Johann 17 schreibt:
    Sonntag, 25.04.2010 um 19:04

    Ich reg mich immer über rücksichtslose Hundehalter auf, die ihre Viecher an Fahrradständer anleinen. Interessant, dass es das Problem auch andersrum gibt. „““““

    Bringt mich eigentlich auf eine Idee. Ich werde demnächst mein Rad immer an angeschlossene Hunde anschliessen.

  13. …das sieht aus wie die pädagogisch wertvolle deluxe-Kita in der Choriner Str. Dort gibt es sicher keine Kampfhunde. Darum ist die Zweckentfremdung als Fahrradsicherungsbehelf nicht so schlümm.

  14. „Dort gibt es sicher keine Kampfhunde.“

    Stimmt. Vor solchen Kitas gibt es „nur“ lackierte Kampfhunde: http://www.bmw.de/de/de/newvehicles/x6/x6/2007/overview.html 😉

  15. @chris, ich musste sehr lachen. Die stehen vor der Feuerwehreinfahrt, versteht sich 😉 Bei „meiner“ stinknormalen Kita halten die Muttis jedenfalls immer vor dieser.

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