Zwei Radfahrerinnen in Berlin schwer verletzt

Im Abstand von zwei Stunden haben sich heute Morgen zwei schwere Verkehrsunfälle mit Radfahrerinen ereignet:

„Zeugen hörten heute früh in Lichtenberg gegen 5 Uhr 45 einen lauten Knall und sahen eine Frau und ein Fahrrad auf der Fahrbahn der Ruschestraße liegen. Die Passanten leisteten der verletzten Frau die in Richtung Landsberger Allee unterwegs gewesen war erste Hilfe. Ein alarmierter Notarztwagen brachte die 51-jährige Radfahrerin in ein Krankenhaus. Nach Aussagen der Ersthelfer hielt ein dunkler „Daimler Benz Vito“ kurz an und setzte anschließend seine Fahrt in Richtung Landsberger Allee fort.“

Pressemeldung Nummer 1127 der Berliner Polizei vom 22.04.2010 – 16:40 Uhr

Die Polizei bittet Zeugen des Unfalles um Mithilfe. Wer hat den Verkehrsunfall in Lichtenberg gesehen und kann Angaben zum Unfallhergang machen oder sonstige sachdienliche Hinweise geben? Hinweise zu diesem Unfall nimmt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 6 entgegen, die Telefonnummern lauten (030) 4664 – 681 800 oder – 681 801.

Bei einem weiteren Verkehrsunfall geriet eine Radfahrerin kurze Zeit später im Bezirk Mitte unter einen Lastkraftwagen:

„Eine 22-jährige Radlerin hielt an einer Ampel gegen 7 Uhr 45 auf der Chausseestraße in Mitte neben einem stehenden Lkw an. Als der 59-jährige Lkw-Fahrer anfuhr, wollte auch die Radlerin ihren Weg fortsetzten. Ersten Erkenntnissen nach geriet sie mit ihrem Rad ins Schlingern, stürzte und geriet unter den Wagen. Die junge Frau wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.“

Pressemeldung Nummer 1126 der Berliner Polizei vom 22.04.2010 – 16:35 Uhr

13 Gedanken zu „Zwei Radfahrerinnen in Berlin schwer verletzt

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  1. schlingern ist leider sehr gefährlich als radfahrer, aber auch nicht immer zu vermeiden.

    anfahren, gullideckel, straßenschäden, glas usw.

    „die spur halten“ geht schlechter als im auto.

    Ich hoffe den beiden geht es bald besser.

  2. Ich fühle mich oft unsicher auf meinem Liegerad! Wird man doch schnell so flach über der Erde schnell übersehen. Auf dem Radweg wird es dann etwas sicherer. Na ja trotz allem bleibe ich dem Fahrrad treu.

    Gruß Klausi

  3. > Ich fühle mich oft unsicher auf meinem Liegerad!
    > Wird man doch schnell so flach über der Erde schnell übersehen.
    > Auf dem Radweg wird es dann etwas sicherer.

    Der letzte Satz ist lebensgefährlicher Unfug.

  4. ich will jetzt keine liegerad diskussion entfachen, aber liegerad… naja… wenn man sich freiwillig aus dem sichtbereich der verkehrsteilnehmer herausbegibt, muss man schon ein wenig kucken und schauen, wär mir ein bisschen zu gefährlich, zumal man nicht auf die motorhaube aufschlägt sondern unter die reifen kommt oder sonst wo…

    letztens ist kurz vor mir an der boxhagener ecke warschauerstr. eine an ihrem hinterrad erwischt worden von so einem tollen black bmw hecht beim rechtsabbiegefehler, sie konnte sich noch irgendwie aufm rad halten…
    man merkt auf jedenfall, dass die autofahrer immer gestresster werden durch die meute an radfahrern die sich in den letzten wochen aufs rad und die radwege schwingen.
    lasst euch nicht runterkriegen !

  5. Egon, trotzdem wäre auf einem Radweg der Unfall so nicht passiert.

  6. fahrerflucht ist echt DAS LETZTE

  7. Liegerad is the new fixed gear discussion…

  8. @Hotte, das stimmt. Dennoch hilft es bei der Betrachtung ja nicht weiter. Unfälle können auf dem Radweg und auf der Fahrbahn geschehen – wichtig ist, wo das wahrscheinlicher ist. Zahlen dazu kann man im Internet finden. Die häufig zu lesende Annahme, dass auf dem Radweg keine Unfälle geschehen können, ist auf jeden Fall falsch. Die Entmischung endet dort, wo naturgemäß ohnehin die meisten Unfälle geschehen – auf der Kreuzung. Dort taucht man meist eher überraschend auf. Trotz der verständlichen Ängste vor den schweren und schnellen Autos – wer Dich sieht, fährt Dich nicht um. Auf dem Radweg sieht Dich kein Autofahrer.

    Sich an der Ampel rechts neben ein Fahrzeug zu stellen, war leider keine glückliche Entscheidung des verunfallten Mädels. Lieber dahinterstellen. Aber trotz der „überheblichen“ Meckerei, die ich eher an mitlesende Radfahrer richte als an die Verunglückte: Ich hoffe sehr, dass sie nicht überrollt wurde und wünsche gute Besserung!

    Dass Liegeräder aufgrund ihrer tiefen Lage gefährdeter sind, ist wieder mal sinnbildlich für den ungerechten Straßenverkehr. Von einer freien Verkehrsmittelwahl kann so nach wie vor keine Rede sein, schon gar nicht vom Recht auf körperliche Unversehrtheit.

  9. Klingt doch, als wenn es dem Mädel nicht soo schlecht ginge. Wäre sie überrollt worden, würde es doch wohl heißen „mit schwersten Verletzungen“, oder so.
    Trotzdem sind das zwei Albtraum-Unfälle. Es muss grauenhaft sein, angefahren zu werden und der Fahrer haut ab, während man hilflos auf der Straße liegt.
    Schwarzer Vito passt zudem bei mir auch noch ins Hass-Schema, weil die gerne von Leuten gefahren werden, die Wert auf ein teures Auto legen, statt sich für die billigere, aber ebenso zweckmäßige, Alternative von VW zu entscheiden. So ein Vito mit der Aufschrift „Auto-Tuning XY“ hat mich mal bedrängt, nach nem freundlichen Gruß stieg er dann an der Ampel aus, lief an 10 Autos vorbei nach vorne und schlug mir auf den Helm (nicht doll, aber immerhin).
    Ich hoffe den beiden Frauen geht es bald besser, und die Rennleitung schickt den Vitofahrer in die Box.

  10. „berlinradler schreibt: …Von einer freien Verkehrsmittelwahl kann so nach wie vor keine Rede sein,…“
    Die Wahl des Autos als Verkehrsmittel wird von vielen hier ja auch nicht toleriert.

  11. Ich sehe da schon große Unterschiede, ob mein Fahrrad die größte Zeit im Keller verbringt und ab und zu mal ein paar Quadratmeter Straße in Anspruch nimmt, oder ob jemand ein Verkehrsmittel nutzt, das der ganzen Stadt ihren Lebensraum klaut und zudem ihre Einwohner noch gefährdet. Nichts desto Trotz sind doch die meisten Lösungsvorschläge hier kompromissorientiert, treten also für ein friedliches Miteinander ein.

  12. SPAM, SPAM, SPAM! Loverly Spam! Fresh and crispy loverly SPAM! Spam, bacon and eggs, covered with some shredded spam and a topping of whipped spam.

    (Ganz offensichtlich ist das Captcha hier unten nicht ausreichend)

  13. Prokastes, das ist in der Tat ein Problem. Normalerweise wird der Spam von dem Plugin Akismet zuverlässig abgefangen. Normalerweise, im Augenblick haut das aber nicht so hin. Deshalb sortiere ich fünf Mal am Tag den Spam manuell aus. Ich hoffe, dass Akismet seine Formschwäche bald überwindet. Bis dahin muss ich euch bitten, den Spam einfach zu ignorieren. Bisher hat Akismet 44,335 mal Spam abgefangen, seit es installiert wurde. Zum Vergleich: die Zahl der „normalen“ Kommentare liegt bei 11,287, die Gesamtzahl der Beiträge steht heute bei 2,046. Gruß von Kalle

    p.s.: Das Capcha kann man eh in die Tonne treten. Ein Kommentar wird auch dann angezeigt, wenn man darauf verzichtet, das Capcha auszufüllen.

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