Schlossstraße Steglitz mit Fahrradstreifen

Heute hat die Schlossstraße in Steglitz im nördlichen Teil bis zu drei Auto-Fahrspuren je Richtung und im südlichen zwei. In Zukunft wird die Haupteinkaufsstraße in beide Richtungen für den KFZ-Verkehr einspurig werden. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss des Bezirksparlaments Steglitz-Zehlendorf beschlossen. Zusätzlich zur 3,5 Meter breiten Autofahrbahn entstehen zwei Meter breite auf dem Asphalt markierte Radstreifen und großzügigere Fußgängerwege bis zu einer Breite von 7,5 Metern. Für den Radverkehr bedeutet das neue Verkehrskonzept eine Verbesserung. Bisher musste sich der Radler eine Spur mit Bussen und dem Lieferverkehr teilen, in Zukunft hat er eine eigene Spur. Im Herbst soll mit dem Umbau der Schlossstraße begonnen werden.
Berliner Zeitung: Künftig mit XL-Fahrspur

15 Gedanken zu „Schlossstraße Steglitz mit Fahrradstreifen

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  1. Schön. dann muss man nurnoch den Fahrern der Linie 186 beibringen das Radfahrer knapp überholen, sich rechts ran knallen und eine Vollbremsung hinlegen so das der Radler schnellstmöglich Bremsen und nach links ausweichen muss, kein gutes Verhalten im Straßenverkehr ist.

    Entweder auf meinem Rücken steht : Fahr mich Tot, oder alle Busfahrer auf der Linie 186 machen das, jedesmal habe ich das Spektakel auf der Schloßstraße, ich mein Adrenalin ist toll, aber muss nicht sein 😉

  2. Das würde ich auch gerne mal in Wien sehen. Vor einiger Zeit hatte eine Bezrikspolitikern so einen Vorschlag aufgebracht, eine 3-spurige Strasse auf eine Spur zu reduzieren. Bevor sowas hier umgesetzt wird, friert die Hölle zu…..

  3. Super! Angesichts des Radverkehranteils auf der Schloßstraße find ich das wirklich mal gut.
    Jetzt müsste man nur noch wirksam verhindern, daß die Spur zur 2. Parkreihe verkommt… hm, andererseits – dann fährt der Radverkehr links, und alles andere hinterher.

  4. Ja, super Sache. Mir sind Schloss- und Rheinstraße zum Teil so zuwider, dass ich manchmal, wenn ich dort in den Süden fahre, am S-Bhf Schöneberg einsteige und bis Steglitz fahre, weil ich keinen Bock auf den Knapp-Überhol-Terror auf der Rhein- und Schlossstraße habe. Super, dann wird es ja ab dem nächsten besser werden. Die Rheinstraße bräuchte überigens auch unbedingt eine Radspur. Der Asphalt wurde zwar vor einigen Monaten z.T. neu gemacht, sodass man mit dem Rennrad jetzt wenigstens nicht mehr Schlangenlinien fahren muss, aber zweispurige Straßen sind und bleiben für Radfahrer zumindest im Berufsverkehr eine echte Zumutung.

  5. ach ich liebe die sachlossstr. mit der geänderten spur, hinzu eine radweg, weniger attraktivität für den durchgangsverkehr wird die shoppingmile ein renner und die nr. 1 in berlin – geil.

  6. IHR habt den arsch offen ich werde nicht mehr in der schlossstr einkaufen fahre lieber in outlet center, berlin und sein senat ist scheisse

  7. Danke für diesen überaus qualifizierten Kommentar, der sehr deutlich die intensive Beschäftigung mit Verkehrsplanung im allgemeinen und dem Denken im Besonderen als zu vermeidende Tätigkeit aufzeigt.

    Es gibt Leute, auf deren Anwesenheit die Schlosstraße gut und gerne verzichten kann.

  8. Könnte dazu bitte mal jemand Fotos einstellen? So was will man doch mal in der Umsetzung gesehen haben und weiter bekannt machen können. – gerade wenn die Maßnahme es schafft, Emotionen zu wecken …

  9. Die Bauarbeiten in der Schlosstraße sind noch nicht abgeschlossen, über weite Strecken ist die Radspur nur mit gelber Baustellenmarkierung aufgezeichnet.

    Da derzeit die parallele Stadtautobahn wegen diverser Baustellen vermieden wird, ist der Autoverkehr besonders heftig – was besonders viele vierrädrige Fahrräder mit Verbrennungsmotoren auf de Radspur zur Folge hat.

  10. der fahrradstreifen wird übrigens großzügig von einigen autisten ignoriert.
    weil er so schön breit ist, kann er nämlich von denen bequem mitgenutzt werden.
    würde mal so auf 10% der autofahrer tippen.
    bin gespannt, wie das im frühling sommer wird, wenn der radteil deutlich zu nehmen wird

  11. Ende letzten Jahres hat mich ein Automobilist auf diesem Fahrradstreifen bedroht: mit aufheulendem Motor dicht aufgefahren und sich den Weg freigehupt (natürlich mal wieder ein „Sport“wagen). Habe den angezeigt (online), Polizei rief mich dann zurück und fragte durchaus interessiert nach wegen der Gefährdung im Straßenverkehr. LG Joshua

  12. @Joshua:
    Hast du vermutlich Glück gehabt und der bearbeitende Polizist war selber überzeugter Radfahrer.

  13. Hallo Philip! Kann sein. Er raunzte was von „sowas hören wir hier jeden Tag“ und ermunterte aber dennoch Anzeigen aufzugeben. Der Einzelfall sei schwer zu verfolgen / zu beweisen. Bei einer Häufung von „Auffälligkeiten“ zu einem Kennzeichen sei aber seitens der Polizei ein Anfangsverdacht gegeben, um weter zu ermitteln, bis hin zur Vorladung zu einer MPU. Und bei Gefährdern wie geschildert sei eher von Wiederholungstätern auszugehen. Gleichzeitig wunderte er sich dennoch, wie selten überhaupt Verkehrsdelikte zur Anzeige gelangen (bezogen auf den fließenden Verkehr). Er hat also quasi ermuntert, das Bedrohungsszenario auch öffentlich zu machen. Ob er selber Rad fährt war nicht Thema. Mein Eindruck: Eher ein selbst schwer frustrierter Autofahrer, der den „modern-sportlichen“ Verkehr der Großstadt nicht mehr so gut verträgt. Hätte ihn vlt noch ein wenig ausfragen sollen. Es war in jedem Fall ein sehr netter und zugewandter Polizist. LG Joshua

  14. war vorhin wieder mal in der schloßstr unterwegs und da waren tatsächlich polizisten, die die autos von der radspur gejagd haben. standen auf dem bürgersteig und wenn ein auto die radspur lang kam, haben sie sich auf die radspur gestellt und die autos runtergewunken. ob sie auch angehalten haben, wenn einer nicht gespurt (haha, super wortspiel), weiß ich nicht.

    fand ich jedenfalls ne echt coole aktion der polizei und hab mich auch bedankt beim vorbeiradeln 🙂

  15. Schade nur, dass die gelbe Radstreifenmarkierung im südlichen Teil (Richtung Schloss) langsam verschwindet. Ich hoffe, sie wird bald durch eine dauerhafte weiße Markierung ersetzt … Im jetztigen Zustand habe ich Verständnis für Autofahrer, die das Ding nicht mehr als Radstreifen erkennen.

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