„Im Rahmen einer siebentägigen Schwerpunktaktion hat die Polizei Berlin in der vergangenen Woche im gesamten Stadtgebiet Kontrollen zum Schutz von Radfahrern an verkehrsreichen Kreuzungen und Einmündungen durchgeführt. Im Fokus der intensiven Überwachungsmaßnahmen stand fast ausschließlich das Verhalten rechtsabbiegender Kraftfahrzeugführer gegenüber parallel geradeaus fahrenden Radlern. Täglich kann massenhaft beobachtet werden, wie unaufmerksame Kraftfahrer dabei den Vorrang der Radfahrer missachten. Verkehrsunfälle sind regelmäßig mit Verletzungen der Radfahrer verbunden. Fast die Hälfte aller Radfahrerunfälle mit tödlichem Ausgang resultierte in den vergangenen Jahren aus Kollisionen mit Rechtsabbiegern.
Insgesamt wurden 424 Kraftfahrzeugführer nach einem Fehlverhalten beim Abbiegen angehalten und eindringlich zu den Gefahren ihrer Fahrweise aufgeklärt und sensibilisiert. In 281 Fällen waren die Verstöße so eindeutig, dass Verkehrsordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt werden mussten. Dabei kam es weniger darauf an, möglichst viele Verstöße festzustellen. Vielmehr stand die Qualität der Überwachung im Vordergrund. Beispielsweise wurden stets auch die betroffenen Radfahrer angehalten und zum Kontrollort gebeten, um auch gegenüber den Kraftfahrern die Gefährlichkeit des gerade Erlebten anschaulich zu bezeugen. Gerade diese Einsatzkomponente war es, die Radfahrer besonders positiv bewerteten. Gezielte Kontrollen dieser Art würden sie sich viel öfter wünschen.
Allerdings wurden auch die Radfahrer selbst in ihrem Verhalten an Kreuzungen und Einmündungen überwacht. Die als zivile Beobachtungsposten eingesetzten Polizeibeamten verschlossen auch bei Radfahrern nicht die Augen, wenn sie rotes Ampellicht missachteten. So mussten sie auch gegen Radfahrer viele Anzeigen schreiben.
Auch die neue polizeiliche Fahrradstaffel war an dieser Schwerpunktaktion mit eigenen Kontrollen beteiligt. Die Resonanz der Verkehrsteilnehmer fiel diesbezüglich sehr positiv aus.“
Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 1711 vom 21.07.2014



„Get on your bike, Europe!“ ist das Motto der vom 6. bis zum 16. August 2014 stattfindenden internationalen Radbegegnung.. Für diese Begegnung gibt es noch freie Plätze. Junge Menschen aus Belgien, Polen und Deutschland besichtigen in Berlin spannende Projekte wie Selbsthilfe- und Jugend-Fahrradwerkstätten und fahren den Mauerradweg der deutsch-deutschen Teilung entlang und entwerfen eine Vision eines radfahrenden Europas. Auch praktisch dürfen die Teilnehmenden tätig werden. So werden alte Fahrräder repariert und gemeinsam Reparaturanleitungen erstellt. Auf dem internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen fährt die Gruppe anschließend nach Greifswald zur Ostsee. Die Gebühr für Unterkunft, Verpflegung, das inhaltliche Programm und die Fahrtkosten nach Berlin beträgt 150,- Euro. Doch am Geld soll die Teilnahme an der Begegnung für niemanden scheitern. Auf Anfrage gibt es Ermäßigungen. Interessierte im Alter von 16 bis 30 Jahren können sich noch anmelden. Eine schnelle Anmeldung empfiehlt sich, da nur noch wenige freie Plätze vorhanden sind. Veranstalter der Begegnung ist der Landesverband Nordost des ökologischen Verkehrsclub Deutschlands, VCD Nordost. Die Anmeldung ist unter der Telefonnummer 030 446 36 64 möglich.

