Mobike kommt mit 10.000 Leihrädern nach Berlin

Mobike ist ein vor zwei Jahren in Peking gegründeter Konzern, dessen Kerngeschäft der Verleih von stationsungebundenen Mieträdern ist. Zur Zeit ist Mobike in mehr als 160 Städten in China sowie in weiteren Metropolen in Asien, Australien, Amerika und Europa vertreten, das Expansionstempo ist hoch.

Mobikeräder haben Vollgummireifen und statt der Kette eine Welle, die das hintere Laufrad antreibt. Mobike hat eine eigene Stromversorgung, ein GPS-Modul und eine ständige Verbindung zur Zentrale. Deshalb weiß Mobike, wohin die Leute fahren und welche Wege sie nehmen. Wenn man am Ziel ist, loggt man sich auf der Smartphone-App aus und lässt das Rad einfach stehen.

Georg P. Kössler von den Grünen im Abgeordnetenhaus hat nun erfahren, dass Mobike mit 10.000 Leihrädern nach Berlin und in das nahe Umland kommt. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz plant zu Zeit nicht, das Anbieten von Leihfahrrädern im öffentlichen Straßenland zu regulieren.

Tweet von Georg P. Kössler

14 Gedanken zu „Mobike kommt mit 10.000 Leihrädern nach Berlin

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  1. Smartphone-App? Wer will solchen Mist?

    Nextbike funktioniert wunderbar einfach durch Ranhalten der Kundenkarte. Ohne Händi, ohne Sch*ß-Äpp.

    1. Hier in HH klappt’s hervorragend mit der App, so kann auch jeder nach kurzer Registrierung los fahren vor Ort ohne ne doofe Kundenkarte beantragen zu müssen

      1. Beli, nicht „jeder“ hat ein Mobiltelefon oder möchte eines haben. Oder gar ein Smartphone. Es gibt viele gute Gründe, die gegen so ein Gerät sprechen. (Umwelt, Datenschutz, Kosten, usw.)

        1. Ergänzung: Und selbst wenn man so ein Gerät hat, hat man es sicherlich nicht immer dabei. Oder das Guthaben ist alle. Oder die Batterie. Oder das Display ist zerbrochen. Oder jemand hat es einem abgenommen, zusammen mit den Markenturnschuhen.

          1. Klar, oder die Kundenkarte ist im Geldbeutel zerbröselt. Oder einfach nicht im Geldbeutel drin. Oder der Geldbeutel ist nicht dabei. Oder, oder, oder…
            Wie „man“ es macht ist es falsch ;o)
            Ist doch kein Problem. Dann einfach die passende Dienste nutzen.

          2. Und wie findet man so ein Fahrrad, wenn nicht gerade eines vor der Nase steht? Eine App ist schon ganz praktisch. Besonders, wenn sie bspw. wie urbi gleich mehrere Sharing-Angebote und den ÖPNV integriert.

            Kein Mobiltelefon zu wollen ist für mich einfach nur noch hinterweltlerisch. Aus Datenschutzgründen sollte man dann am besten auch kein Bankkonto und erst recht keine Krankenversicherung haben.

          3. @Bernd: EIn Bankkonte oder eine Krankenkasse erstellt kein Bewegungsprofil.

            Wenn es Dir mit App gefällt ist dagegen nichts zu sagen. Nextbike bietet ja auch eine an. Nur zwingen sie einen nicht dazu. Die Kundenkarte funktioniert eben auch. Lidl/Bahn bieten dagegen nur die App an bzw. die Variante per zuvor registrierter Rufnummer.

  2. In Deutschland, bzw in Europa ist es verboten Wegdaten bei Leihsystemen auszuzeichenen. Dazu gibt es einige Urteile, siehe Cartogo……
    Daher ist die Aussage „und welche Wege sie nehmen“ nicht ganz korrekt.
    Was nicht heißt das man durch den Start- und Endpunkt nicht eine logische Route errechnen kann. Datenschutz bei Leihysytem ein großer Punkt, liebe Smartphonenutzer.

    1. Glaubst du, eine chinesische Firma lässt sich von solchen Regelungen abhalten? Die Daten der User zu sammeln, das ist doch das Ziel des Unternehmens….

  3. In München wurden die 7000 hingestellten Obikes einer öffentlichen Hasstirade unterzogen. Hab bisher 2x jmd damit fahren sehen, dafür liegen die geschätzt 100 Eur billigen Schrotträder jetzt überall im Gebüsch. Man muss 79 Eur Kaution bezahlen bevor man losfahren kann. Keine Ahnung, wie sich das für den Anbieter wirtschaftlich lohnen soll, wenn die keiner nutzt. Schon Callabike und mvg-Bikes sind gefühlt nicht besonders stark genutzt.

  4. Da hatte ich doch im Sommer einen passenden Artikel zu gelesen.
    http://www.zeit.de/2017/32/mietrad-china-muenchen-yobike

  5. Nun denn, obike war schneller: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/bike-sharing-leihrad-anbieter-obike-will-berlin-erobern-28861794

    Bin mal gespannt, wie das wird mit gleich zwei asiatischen Großanbietern. Immerhin scheint obike sich ja mit dem Senat geeinigt zu haben.

  6. Mal unabhängig von den rechtlichen Problemen, verstehe ich nicht, warum man gleich 10.000 Räder aufstellen muss? Reicht nicht auch erst mal ein Modellversuch an einem oder zwei Standorten? Ich kann mir schon vorstellen, dass das für einige Pendler interessant sein könnte aber die Masse wird sicher nicht gebraucht…

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