Kleine Verbesserung, große Wirkung

Der Straßenzug Zionskirchstraße, Zionskirchplatz, Gribenowstraße, Wolliner Straße ist eine beliebte Strecke für Leute, die vom unteren Prenzlauer Berg Richtung Brunnenkiez fahren. Problem in den letzten Jahren: nach und nach werden alle Kreuzungen monatelang gesperrt, weil an allen vier Ecken Gehwegvorstreckungen gebaut werden. Im Moment ist die Kreuzung Wolliner Straße und Fürstenberger Straße dran und wird komplett saniert.

In der ersten Zeit der Bauarbeiten hatten Unbekannte an Wochenenden immer wieder eine kleine Lücke in den Zäunen geschaffen, damit Radfahrer die verwaiste Baustelle kreuzen konnten. Nun wurde dies immer nur Tage anhaltende Provisorium legalisiert und ein kleiner abgezäunter Weg führt quer durch die Baustelle. Kleine Verbesserung, große Wirkung für Radfahrer.

8 Gedanken zu „Kleine Verbesserung, große Wirkung

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  1. Wow… pragmatische radfahrerfreundliche Lösung in Berlin. Sehr sehr ungewöhnlich…

    1. prinzip: bottom to top – sehr nachhaltig 😉

  2. Gut, an der Beschilderung könnte man noch arbeiten.

  3. Immer wieder schön zu sehen, dass es auch mal pragmatisch und (scheinbar) unbürokratisch zugehen kann 🙂

  4. @ Peter, wohl wahr, es ist ja nicht zu erkennen, ab sich diese Wegführung an Radler und /oder Fussgänger richtet. Übrigens ist bemerkenswert, mit wie wenig man Radler doch glücklich machen kann. Traurig nur, dass selbst dieses Wenige meistens eben nicht passiert.

  5. Über den direkten Kontakt und die schnelle Umsetzung vonseiten der Bezirksverwaltung bin ich auch schon das ein oder andere Mal positiv überrascht worden. Es darf halt nur nicht viel kosten oder viel Personal beanspruchen.

    Im letzten Fall war es fehlendes VZ 1022-10 („Radfahrer frei“, wie es auch dieser Baustelle gut täte ;)). Nach einer kurzen E-Mail und freundlicher Antwort war das Schild nach einer Woche wieder dran.

    1. Auch wenn ich aus einer anderen Stadt schreibe und Dir grundsätzlich zustimme. Bei “ Es darf halt nur nicht viel kosten oder viel Personal beanspruchen.“ fehlt doch das Wichtigste: Es darf dem ruhenden und fließenden Autoverkehr nicht wehtun.
      Wenn das nötig ist, ist hier in Dortmund sofort „Schicht im Schacht“. Ist das bei Euch anders?

      1. Nein, da hast Du grundsätzlich recht. Das ist auch in Berlin nicht anders. Interessant übrigens ist hier auch die wachsende Seniorenlobby, die vorherige gemeinsame Rad-/Gehwege teilweise erfolgreich unterbindet.

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