70 km / h ist Standard auf flämischen Regionalstraßen

Flandern liegt im Norden Belgiens und ist eine der drei Regionen des Königreiches Belgien.  Ab dem 1. Januar 2017 gilt auf dem 8.000 Kilometer langen Regionalstraßennetz Flanderns eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften, zwanzig km/h weniger als die bisher zugelassenen 90 km/h. Bereits jetzt haben drei Viertel der Regionalstraßen eine Tempobegrenzung von 70 km/h, die immer extra durch Verkehrszeichen angeordnet werden. Durch die neue Verordnung können in Flandern 16.000 Verkehrsschilder entfernt werden. Dadurch ergeben sich Einsparungen in Höhe von mindestens 3,2 Millionen Euro.

Verkeersnet: 70 km/uur wordt de norm op Vlaamse gewestwegen

6 Gedanken zu „70 km / h ist Standard auf flämischen Regionalstraßen

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  1. 70km/h … da würden hier alle Schnappatmung bekommen… dazu kommt das Belgien schon vor Jahren sehr empfindliche Geldstrafen bei Übertretung eintreibt – da fuhr jeder 85 bei 90! Innerorts ist auch oft nur 40… Bin dort immer gern Rennrad fahren gewesen, zumal der gemeine Belgier auch Radsport begeistert ist 🙂

  2. Was m.E. oft vergessen wird, ist, dass man aus höheren Geschwindigkeiten anders abbremst als aus niedrigeren. D.h. wer 100 fährt und dem Radfahrer zuliebe abbremst, bremst vielleicht auf 70-80 runter. Wer 70 fährt und abbremst, landet viel weiter darunter.

    Mir fällt immer wieder auf, dass Landstraßen offenbar primär für Autos gebaut werden. Auf einer Straße, wo diese 100 km/h fahren dürfen, fühle ich (als Stadtei) mich im Mischverkehr oft äußerst unsicher, zumal die Überholabstände oft genauso knapp sind wie in der langsameren Stadt und sehr viele kein Stück verlangsamen.

    Ist aber sicher auch Gewöhnungssache.

  3. Nee, Berlinradler, das ist nicht Gewöhnungssache, das ist Glücksache.
    Mich hat mal irgendwo nördlich Neuruppin ein LKW beim Überholen mit
    seinem Anhänger in den Straßengraben gedrängt. Und es war wirklich
    Glücksache, dass ich da glimpflich rausgekommen bin. Der Klamottenkutscher
    ist natürlich einfach weitergefahren. Seither habe ich ein Landstraßentrauma
    und benutze,wo immer möglich, straßenbegleitende Radwege. Da diese
    häufigst und nach meinem Eindruck zunehmend von mieser Qualität sind,
    ist freudvolles Touren schwer umzusetzen. Die Flandern sind mir da sehr sympatisch, zumal da wohl auch nachhaltig kontrolliert wird.

  4. Nicht auszudenken, was es hier für einen Aufstand geben würde bei so einem Tempolimit. Ja Ja Deutschland, Land der Raser.

  5. Jaaaaa die Sache mit den Kontrollen und den Bußgeldsätzen. Ich bin ja immer wieder aufs neue baff, wenn ich mir von Zeit zu Zeit den „Katalog“ aus den Niederlanden anschaue. http://www.gottwals.com/verkehr/bussgeldkatalog Und das verblasst ja wieder, wenn man es mit Norwegen vergleicht. Und dazu gehört jeweils ein sehr kurzer „Prozess“, was das Zahlen angeht.
    Oder in der Schweiz, wo die Bußgelder einkommensabhängig vergeben werden. Oder wo – siehe aktueller Fall Jan Ulrich (mal wieder) – ab .. hm waren es 40km/h zu schnell? einer gewissen Höhe der Tempoüberschreitung, die Raserei amtlich festgestellt wird und dann darf man gesiebte Luft konsumieren (Knast).

    Und hierzulande? Lächerlich niedrige Bußgelder und ein niedriger Kontrolldruck, gepaart mit der schier immerwährenden Diskussion, ob eine Kontrolle überhaupt gerechtfertigt sei und nicht bloß „Abzockerei“.
    Das geht ja schon soweit, daß sich in Siegen Richter gegenseitig beim Persilschein ausstellen (Rote Ampel) helfen und die Bürger vor dem Amtsgericht lautstark gegen solcherlei Rechtsbeugung demonstrieren.
    Manche Richter suchen selber nach Spitzfind9igkeiten, um Raserei quasi zu legitimieren, andere – gefühlt eher wenige – suchen nach dem Kniff, um Strafen mit noch deutlicherem Lerneffekt zu versehen.

    Worum geht es eigentlich? Um unser aller Popöchen, unser Leben, unsere Gesundheit, unser aller Lebensqualität!
    Und was veranstaltet Frau Dr.rer.nat. Angela Merkel? Sie hilft nach Kräften dabei, daß nichts in unserem Sinne besser wird, aber unserem Leiden bessere „Werte“ gegenübergestellt werden, damit die Wirtschaft weiter wachsen kann. Jeder Unfall ist ein wichtiger Impuls für die unterschiedlichsten Industrie. Und jede Angst vor einem Unfall hilft auch, wenn auch nicht uns, aber anderen und die helfen wiederum „Ihr“.

    Wie kommt es nur, daß andere Länder da um soviel weiter sind und hier genau das GEgenteil geschieht?

  6. @jochen
    danke für den link. erstaunlich, sogar bußgelder und kontrolle sind NL proportional einleuchtender und effektiver. vergleichsweise ist deutschland wirklich eine verkehrsinsel der autolobby aus den 50ern.

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