Berlin: Polizist der Fahrradstaffel schwer verletzt

Ein Beamter der Fahrradstaffel verletzte sich heute Morgen bei einem Unfall in Mitte schwer. Nach den bisherigen Erkenntnissen folgten zwei Beamte mit ihren Diensträdern gegen 7.15 Uhr in der Invalidenstraße in Fahrtrichtung Sandkrugbrücke einem anderen Radfahrer, der zuvor bei „rot“ eine Ampel passiert hatte. Als der unbekannte Radler die Fahrradstreife bemerkte, trat er in die Pedalen und ergriff die Flucht. Als die Polizisten ihm nachsetzten geriet einer der beiden mit dem Vorderrad in die, auf der Fahrbahn befindliche Straßenbahnschiene und stürzte zu Boden. Der Polizeioberkommissar zog sich dabei eine Klavikulafraktur und Prellungen zu, die stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Rotlichtsünder entkam.

Pressemeldung der Berliner Polizei # 2458 vom 19.10.2014

117 Gedanken zu „Berlin: Polizist der Fahrradstaffel schwer verletzt

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  1. „Was gerade in Berlin passiert ist nichts weniger als eine schleichende “Kriminalisierung” von Radfahrern“.

    Na diese Behauptung finde ich ja süß. Meine Wahrnehmung ist eine ganz Andere. Der Radfahrer in Berlin fährt wie und wo er möchte und wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9% für Fehlverhalten auch nicht behelligt.

  2. @bnkr deine Argumentation in den Themen auf deinem Blog lässt den Eindruck entstehen du hast zu all sowas eh schon eine Meinung und lässt dich von Tatsachen eh nicht beeinflussen. Warum sollte das dann hier jemand versuchen.

  3. dieser blog ist, um es mit copenhagenize zusammenzufassen, ein eindrückliches beispiel für „ignoring the bull in the china shop“.

    der einsatz für fußgänger ist doch prima – wie wäre es, den elefanten im porzellanladen einzufangen? stattdessen jagt man die hauskätzchen.

  4. Dieser „Blog“ (berlinnimmtkeinerücksicht) zeigt eigentlich nur, um es mit den Worten seines Verfassers zu sagen, dass auch unter Blogschreibern „ein breiter Bodensatz charakterlich gestörter Individuen existiert“.

    Die Kritik an der Situation von Fußgängern in allen Ehren, aber Postausträger bei ihrem Chef anzuschwärzen und sich damit dann auch noch in einem Blog zu brüsten, ist ein absolutes Armutszeugnis. Mann, lies mal Zeitung! Die klärt dich über die prekären Arbeitsverhältnisse dieser Berufsgruppe als Sub- Sub- Subunternehmer auf. Sie MÜSSEN hin machen und schnell sein. Ich möchte so eine schwer beladene Kiste jedenfalls nicht jeden Tag fahren. Und ich möchte auch nicht wissen, was für ein Theater losbricht, wenn die Posträder auf einmal auf der Straße geparkt werden.

    Die Posträder haben mich noch NIE irgendwo auf dem Fußweg gestört. Man muss schon mit ordentlich viel Wut jeden Morgen aus der Haustür treten, um sich darüber aufregen zu können.

    Kampfgeher?

  5. Asche auf mein Haupt: er hat ja gar keinen einzelnen Kurier angeschwärzt.
    Mein absolutes Unverständnis über diese fehlgeleitete Aufregung bleibt aber.

  6. Das Problem von bnkr tritt nicht nur in seinem Blog zu Tage, sondern auch in seinem Beitrag hier.

    Und dieses Problem ist nicht die zweifelsohne oft berechtigte Kritik an Radfahrerverhalten gegnüber Fußgängern.

    Und dieses Problem ist m.E. auch nicht, dass er es das Verhalten vieler Radfahrer gegenüber Fußgängern kritisiert, ohne dabei stets ein Sternchen zu machen, an dem dann erwähnt wird, dass Autos aber natürlich viel gefährlicher sind.

    Dieses Problem ist also m.E. auch nicht „ignoring the bull in the china shop”. Denn wenn wir hier uns hier über diese und jede Gefährdung durch Autofahrer auslassen, machen wir auch nicht jedes Mal Sternchen dran, an denen wir dann anmerken, dass aber natürlich der Hunger in der Welt, unmenschliche Arbeitsbedingungen in der 3.Welt, Krieg, Folter und explodierende Atomkraftwerke noch viel größere Killer sind, um die wir uns eigentlich zuerst mal kümmern sollten. 😉

    Das Problem von bnkr zeigt sich schlicht in diesem Zitat aus dem Kommentar hier

    Der Radfahrer in Berlin[…]

    oder im Intro zu seinem Blog:

    Das Problem sind die Radfahrer[…]

    …die Italiener [pauschalen Quatsch bitte hier eintragen]

    …die Türken [pauschalen Quatsch bitte hier eintragen]

    …die Deutschen [pauschalen Quatsch bitte hier eintragen]

    …die Brillenträger [pauschalen Quatsch bitte hier eintragen]

  7. reclaim, es geht nicht um sternchen zum weltenleid, sonder darum, dass die autoinfrastruktur soviel raum ist, dass sich alle anderen auf ein paar metern zusammenquetschen. wenn du natürlich in erster linie die fahrbahnen für den radverkehr „reclaimen“ möchtest (ist so gemeint?), dann findest du das vielleicht sogar gut.

    solange es aber jede menge elefanten im porzellanladen gibt, quetscht sich der rest in den ausstellregalen zusammen und das sieht nicht besonders schön aus.

    das pauschalisieren stört mich weniger. was soll man denn sagen – es sind halt nunmal jede menge radfahrer rücksichtslos auf den fußwegen unterwegs und ja, das finde ich extrem ätzend, wenn ich mit kleinkindern unterwegs bin. man soll die ja dann eigentlich nicht anpöbeln, bringt ja nix, nur blutdruck, selbst schuld wenn in die fresse usw. usf., manchmal hab ich aber schier lust drauf.

  8. Hehe, der berlinnimmtkeinerücksicht-Blog ist lustig.

  9. @fab. Ja. Der Nick ist exakt so gemeint. Reclaim the streets. Das waren hier in Berlin Mitte/Ende der 90er im Wesentlichen unangemeldete Technoparties mitten auf großen Kreuzungen… denen die Polizei dann aber irgendwann um die Jahrtausendwende mit dem sehr effektiven Mittel, sofort die Anlagen zu beschlagnahmen und Gefährlicher-Eingriff-Stranzeigenschreiberei, den Gar ausgemacht hat…

    Genau: Reclaim the Streets – nicht nur auf Radfahrer, sondern auch auf Fußgänger bezogen. Wegen genau des Punktes, den Du nennst: „dass sich alle anderen auf ein paar metern zusammenquetschen“.

    Radfahrer und Fußgänger werden ins Ghetto Bürgersteig gepfercht – teils durch Verordnung und teils sogar noch obendrauf durch Nötigung (Hupen, knapp Überholen und sonstige „Erziehungsmaßnahmen“ seitens einiger Autofahrer – , zerfleischen sich dann da gegenseitig: „Der latscht einfach auf den Radweg“, „Der hätte mich jetzt echt fast über den Haufen gefahren“ und der Autoverkehr ist als Lachender Dritter fein raus. Die Vertreibung von der Fahrbahn hat funktioniert, die lebensgefährdende Nötigung wurde belohnt und die Genötigten gehen nun aufeinander los, statt auf den Nötiger.

    ABER: Solange man sich als Radfahrer in dieses Ghetto Bürgersteig begibt – ob auf Grund von Nötigung oder Verordnungen – steht man dort m.E: in einer wesentlich größeren Verantwortung gegenüber den „Ureinwohnern“ des Bürgersteigs – den Fußgängern – als das umgekehrt der Fall wäre.

    Das ist sonst so, wie wenn die Nashörner die Füchse zu den Hasen in den Stall sprerren und die Füchse dann anfangen, auf die Hasen zu schimfen, dass die da im Stall einem aber auch wirklich überall einfach direkt vor der Nase rumlatscen würden und das sei ja wohl genauso falsch, wie wenn man als Fuchs auch ab und zu mal einen der Hasen auffrisst..

    Einfach exakt dasselbe Level, wie der Autofahrer der hupend, erzieherisch knapp überholend Roulette mit Radfahrerleben spielt und das damit rechtfertigt, dass der Radfahrer ja schließlich auch irgendeine vermeintliche 15 EUR Ordnungswidrigkeit begangen habe… Todesandrohung für Falschparken sozusagen.

    Hier passt dann das Wort vom „Nach oben buckeln…“ (sich von der Fahrbahn scheuchen lassen) „…und nach unten treten“ (Fußgänger scheuchen).

    Und weil dieses unsägliche Verhalten unter Radfahren nicht nur vorkommt, sondern häufig genug vorkommt, kann ich die vehemente Kritik von Fußgängern an Radfahrerverhalten absolut nachvollziehen. Sogar so weit gehend, dass ich auch verstehe, warum man dem Thema ein eigenes Blog widmet.

    Was aber halt doof ist, ist das pauschalisierende. Denn die Ghettoproblematik erkennen denke ich genug Radfahrer und Fußgänger. Und eigentlich müsste man sich halt zusammentun, um da wirksamere Ausbruchspläne schmieden zu können. Evtl. sogar auch mit einem sicher ebenso vorhandnen Teil von Autofahrern, die Radfhrer taatsächlich lieber auf der Fahrbahn sehen, weil sie sie da eben nicht so leicht übersehen können…

    Pauschalisiert man aber so wie bnkr und macht immer die ganze Verkehrsteilnehmergruppe verantwortlich für Alles was man bei Einzelnen oder auch Mehreren oder gar Vielen beobachtet, dann wird man immer erstmal eine Abwehrreaktion provozieren. Und auch bei den Vernünftigen u.U sogr erstmal eine Solidarisierung mit den schwarzen Schafen aus der VT-Gruppe, der man sich gerade überwiegend zuordnen würde.

    Vertane Chancen und unnötiges Verhärten von Fronten.

    Lang und vielleicht nicht immer ganz stringent. Ich hoffe aber, Du verstehst, was ich da wie meine. Das sind halt so meine Gedanken zu dem Thema

  10. Ich finde, bnkr macht auf ein relativ interessantes Phänomen aufmerksam. Die Radfahrer haben eine breite Lobby, betreiben Blogs, infiltrieren Verkehrsdiskussionen und versuchen, die etablierte Perspektive zu verschieben.

    Fußgänger haben diese Lobby nicht. Sie beschweren sich nicht, wenn in ihrer Straße zwar der Asphalt erneuert wird, sie selbst aber – insbesondere im Alter – auf ihrem schlechten Gehweg sturzgefährdet sind. Sie stehen entweder geduldig an der Ampel, die sie zugunsten aller anderen nochmal extra auf der Mittelinsel parkt. Oder sie nehmen diese gar nicht mehr ernst, weil sie ja auch vorankommen wollen. Sie beschweren sich nicht mal, wenn ihr Gehweg zugunsten von Radwegen so stark verengt wird, dass sie bestenfalls hintereinanderlaufen können. Wenn der nächste Supermarkt vergisst, naheliegende Gehwegerelationen herzustellen, einfach weil kein Entscheidungsträger jemals zu Fuß geht. Wenn der Möbelwagen so parkt, dass man nur noch auf die Fahrbahn ausweichen kann … Ich sage mal provokativ: Fußgänger haben kein sehr ausgeprägtes Verkehrsbewusstsein und nehmen zu vieles hin.

    Natürlich macht jemand, der schreibt, dass er sich im Sommer eigentlich nur über die Cafestühle auf dem Gehweg aufregt, vielleicht nicht den Eindruck, den er eigentlich machen möchte.

    Aber ich kann wie gesagt einiges nachvollziehen. Ich sehe mich als Radfahrer und Fußgänger und halte es schon lange für notwendig, dass beide Gruppen sich verbünden. Das ist allerdings wirklich schwer, wenn viele Radfahrer nun wirklich so gar kein soziales Verhalten kennen. Denn wer selbst aus Angst vor Autos zu den Fußgängern hin flüchtet, ist letztendlich ein Egomane, wenn er dieselbe Angst unter Fußgängern verbreitet.

  11. Danke für die Kommentare zu meiner Webseite. Ich werde mich in Zukunft um sprachliche Präzisierung bemühen, dass ich nicht alle Radfahrer meine, wenn ich „die Radfahrer“ schreibe. Man kann es natürlich so verstehen, dass ich hier pauschalisieren will. Das ist aber für mich nichts anderes, als wenn ich zu Hause von „den Franzosen“ erzähle, wenn ich im Urlaub halt die und die Erfahrungen gemacht habe. Und ja, ich schreibe mit diesen verhältnismäßig unwichtigen Problemen, die ich glaube zu haben, das Internet voll. So ist das nun mal. Genau wie der mit dem Gartenzwerghassblog oder mit dem Fußwarzenblog.

  12. @bnkr, Du schreibst, das Deine Probleme für andere vielleicht „unwichtig“ wären. Das denke ich nicht. Fortbewegung ist für fast alle Menschen ein sehr wichtiges Thema und da vieles einen direkten Einfluss auf Sicherheit, Komfort und Fahrzeiten hat, finde ich es trotz der Trivialität (im Vergleich zu anderen politischen Themen) durchaus wichtig, sich einzubringen. Denn ohne ein Gruppenbewusstsein darüber, was schief läuft, kann auch kein Einfluss auf Entscheidungsträger stattfinden.

    Allein, als Prügelknabe allseits zur Verfügung zu stehen, weil man eben Radfahrer und damit Grund allen Weltübels ist, das nervt halt.

  13. „Das Ordnungsamt pennt, igelt sich ein oder schreibt den ganzen Tag Strafzettel für Falschparker.“ (Zitat Hetzblog)

    Daher kommt der Hass. Die gehätschelten Radfahrer dürfen alles, während gleichzeitig den ganzen lieben langen Tag die friedlichen steuerzahlenden Autofahrer verfolgt und abgezettelt werden.
    Da quietschen einem doch vor Wut die Reifen.

    „Es ist eine Sache, sich im Straßenverkehr wie ein Arschloch zu verhalten.“
    (Zitat aus dem Hetzblog)
    Und eine andere, eins zu sein.

    Kommt rüber wie ein Autonazi und Fahrradhasser, der meint, dass es geschickt wäre, nach guter alter städtebaulicher Übung Fußgänger und Radfahrer aufeinander zu hetzen.

  14. Oh, es geht ja doch noch interessant weiter 😉

  15. Zu früh gefreut? Nach dem, was ich von fab, reclaim und berlinradler las, dachte ich, ein Klick auf bnkrs Blog könnte nicht schaden. Aber da gibts wirklich nur Radhasser-Bauchbeiträge. Mein Gefühl aus Fußgängersicht sagt mir auch einiges von dem was ich dort finde, aber eben noch eine ganze Menge mehr. Dass dieses mehr dort fehlt, macht das ganze unglaubwürdig und nährt den Verdacht, dass da ein Autofahrer seinen Frust aus Auch-Fußgänger-Sicht loswerden will. Eine inhaltliche Auseinandersetzung scheint nicht gewollt.

  16. Meinung haben ist ja auch viel leichter als Meinung zu bilden, zu hinterfragen und ab und an neu zu eruieren. Da ist schneller dem Frust freien Lauf gelassen…

  17. Hört sich ja alles gut hier an ! Ich glaube inzwischen das die rücksichtslosesten Autofahrer auf Fahrad geschwungenen haben ! Denn hier können sie ihr Ego ungestraft ausleben ! Ich habe eine Deskcam und könnte aus dem Material einen Abendfüllenden zusammenschnitt erstellen ! Verkehrsregeln werden eher ausnahmsweise eingehalten , Fahradfahrer die bei Rotlicht halten , sind ja wohl die Ausnahme ! In der Nacht , im Regen ohne Beleuchtung und in dunkler Kleidung zu fahren und sich and der Ampel beim Autofahrer zu beschweren weil man nass geworden ist , sowas gibt es auch! Und auch untereinander verhalten sich die Schnellen und Rücksichtslosen auch eben nur wie es bei den Autofahrern ist ! Sind halt auch nur Menschen!😜 Von Rücksichtnahme für Fußgänger ganz zu schweigen, wurde bis heute, beim heraustreten aus meiner Haustür mindestes 10 mal von einer Mami , die den Gehweg benutzte , fast umgefahren und musste mir den bösen Blick einfangen! Wie kann ich einfach ohne nach rechts und links zu schauen aus der Haustür treten ! Und erst das hochgelobte Fahradland Schweden ! An den Schlussen , die für den Autoverkehr fast gänzlich gesperrt sind , ist es für Fußgänger fast unmöglich die Straße zu passieren , Radfahrer bremsen nie ! Mit Rot-Rot-Grün werden wir dies alles noch am eigenem Leib erfahren! Ich dachte immer vor dem Recht sind Alle gleich?! Ich würde für das überfahren einer roten Ampel so 300€ zahlen und hätte 1Monat Fahrverbot und nen paar Punkte, der Radfahrer zahlt maximal 120 € ,von nen Fahrverbot für Radfahrer habe ich noch nie gehört! Die meisten haben noch nicht mal eine Haftpflicht , da bleibt der Geschädigte auch noch auf seinen Kosten sitzen! Aber ist ja Alles nicht so schlimm!! Die Autolobby wird von der Fahradlobby beerbt . Na dann viel Spaß noch 🤔

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