Induktionsschleife auf Radweg

Ein Beispiel für gute Fahrradinfrastruktur: Eine Induktionsschleife auf einem Radweg. In der Nähe von Olpe bekommen Radfahrer immer grün, wenn sie an der Ampel ankommen. Etwa fünfzig Meter vor der Ampel sind Induktionsschleifen in den Boden des Radwegs eingelassen. Sie sorgen für grünes Ampellicht, wenn der Radfahrer die Ampel erreicht.

Der Fahrradblogger Talradler aus Wuppertal zeigt in der Serie „So wird’s gemacht“ vorbildliche Lösungen für den Radverkehr.

Talradler

10 Gedanken zu „Induktionsschleife auf Radweg

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  1. Scheinen eine echte Verkehrsschikane zu sein diese Induktionsschleifen für Talradler. 😉
    Fordern die Radler wohl jeweils 2x Grün an, weil sie nach Queren der Straße über die Induktionsschleife der Gegenrichtung fahren und wohl ein zweites Mal Grün anfordern. Oder können Induktionsschleien erkennen in welche Richtung sie gerade befahren wurden?
    In Hamburg hat es es dagegen am Deichtorplatz etwa 20 Meter vor der Furt über die Amsinckstraße einen Ampelmast mittig auf dem Radweg, wo wo es einen Bettelampeltaster gibt, um für die nach 20 Metern folgende Furt das ersehnte Grün zu erbetteln. Also muss schön abgebremst werden, um den Taster zu erreichen. Nur ist nirgens rundherum ein Schild angebracht, wozu der Taster eigentlich sein soll. Olpe und Hamburg sind wohl nicht nur räumlich weit voneinander entfernt . . .
    Bei meinem letzten Radlausflug ins Bergische bin ich auf dem Kohlenbahn-Radweg von Schee nach Hattingen geradelt. Da gab es Bettelampeln mit Betteltaster und derartig eng gestellte Drängelgitter zu beiden Seiten, dass ich mit meinem Mountainbike nicht einmal durchkam . . . 🙁

  2. Ich finde ja fast noch spannender, dass sich mal jemand mit guten Lösungen beschäftigt, statt immer nur zu meckern 😉

  3. @Cyclist: Denke schon dass es möglich ist zu erkennen woher der Radler kommt. Einfach 2 Schleifen hintereinander setzen und dann der zeitliche Versatz bestimmen. Die Schleifen für die Verkehrszählung können wohl auch zwischen KRad, PKW, Gespann und LKW unterscheiden.

  4. *Gähn* Wann war das … *überleg* ach ja, kurz vor Weihnachten 2007, als ich von Herzogenrath kommend durchs südliche Kerkrade Richtung Westen fuhr, da entlang der N300 und voraus kam eine Ampel um eine einmündende Straße zu überwinden und ich dachte mir bereits „Och doof, Ampel, da muss ich wieder anhalten und warten und darf dann wieder reintreten..“ und was war? Ich näherte mich dem Ampelmast, stellte mich darauf ein zu halten, als die Ampel plötzlich auf Grün sprang und ich meine Fahrt EINFACH SO und DIREKT fortsetzen konnte!

    Wahnsinn! „Aber bestimmt nur Zufall“, dachte ich mir, aber nein, auf dem Rückweg wieder dasgleiche und auch an anderen Stellen habe ich dann feststellen müssen, die tun was, die Niederländer. Die benutzen ihren Kasskopp eben nicht nur für Kaas.

    Was ich sagen möchte, sowas tolles gibts anderswo schon längst und lange und ist dort selbstverständlich und normal. Anderswo wo nicht Schland ist.
    Drum haut mich sowas jetzt nicht direkt vom Hocker. Ist schön und nett, dass es in Schland dann auch mal sowas gibt, aber wirklich dolle Neu isses nicht.

  5. Ach Quatsch, mein Kopf ist wohl mal wieder „durch“. Die Ersterfahrung war ein Jahr zuvor und 2007 stellte ich fest, die Ampeln machen das dort immer so, den Radlern a.s.a.p. Grün und Weiterfahrt zu geben.

    Und der Rest des Weges entlang der Nationalstraße war auch ne interessante Erfahrung.

    Das wäre übrigens mal nen spannender Vorschlag für die Besetzung des Chefpupersessels im Bundesverkehrsministeriums, oder zumindestens für die Abteilung die sich dem Radverkehr widmet (gibts sowas überhaupt?), nen Niederländer der denen in Schland mal zeigt wo es wie lang geht.
    Aber soviel Schmerzensgeld könnte man da wohl nicht locker machen und dann erst das Gezeter um das Parteibuch und ob nun aus Franken, Nieder- oder Oberbayern … oje, oje.

  6. Induktionsschleifen auf Radwegen sind eigentlich nicht wirklich neu. Selbst Berlin hat welche. Und in Ostwestfalen, wo ich früher mal gewohnt habe, gibt’s sowas durchaus häufig. Übrigens auch auf Zweirichtungswegen. Die Fahrtrichtung wird einfach dadurch ermittelt, dass eben zwei dieser Induktionsschleifen hintereinander installiert sind und damit die Fahrtrichtung technisch ermittelbar ist.

    Viel interessanter als irgendwelche Induktionsschleifen auf Sonderwegen finde ich allerdings diejenigen Induktionsschleifen, die im regulären Fahrbahnbereich installiert sind. Nicht überall in Deutschland reagieren diese nämlich verlässlich auf Radfahrer. Da ist meines Erachtens das größte Verbesserungspotenzial gegeben.

  7. Das Induktionsschleifen auf der Fahrbahn Radfahrer gerne übersehen ist ja nicht neu. Gibt manchmal Ampeln, wo man als Radfahrer ewig vor stehen kann. Kenne eine Stelle, wo es wirklich nur eine Schleife an der Haltelinie gibt. Dort muss man sich nur im Feierabendverkehr mit dem Rad hin stellen und brav auf grün warten. Nach spätestens 10 Minuten ist der Rückstau so groß, das kaum noch jemand überhaupt irgendwo durch kommt. Auf die Dummheit der Dosenlenker, die nächste Kreuzung komplett zu zu stellen weil diese nicht mehr heraus kommen (was sich dann schön weiter durch zieht) ist nämlich Verlass.

  8. Ich hab es viel besser!

    Wir haben hier in der Stadt Ampeln, welche die Verkehrserkennung per Kamera machen. – Bei Dämmerung und Dunkelheit werden Radfahrer zuverlässig nicht erkannt, so dass die Ampel als defekt angesehen und ignoriert werden kann 😉

  9. Klasse Lösung und auf die Frage:“ Oder können Induktionsschleien erkennen in welche Richtung sie gerade befahren wurden?“ kann ich mit klarem Ja antworten….man nimmt einfach 2 Schliefen direkt hintereinander und erkennt aus der Auslösereihenfolge, wie rum sie befahren wurde.

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