Startup will App gegen Falschparker entwickeln

Ein in Gründung befindliches Berliner Startup will eine App entwickeln, mit der man mit einem Klick einen Falschparker auf dem Radweg bei der Polizei anzeigen kann. Die erforderlichen Mittel für das Startup sollen per Crowdfunding eingeworben werden.

Was noch fehlt für das Startup, sind qualizierte Mitarbeiter. Im Jobportal Studentjob wird deshalb nach einem Praktikanten gesucht: „Du willst … Autos vom Radweg verscheuchen? Die Lobby für Alltagsradler stärken? Einer App zum Anzeigen von rücksichtslosen Autofahrern zum Durchbruch verhelfen? Per Social-Media und Crowdfunding-Aktion die erforderlichen Mittel einwerben? Social-Media-Aktionen unter Profi-Anleitung umsetzen? Die Community rund ums Thema wachsen lassen? Die Webseite mit aufbauen? Einzelne Themen recherchieren? Unterschiedlichste sonstige Auf-gaben abarbeiten? Eigene Ideen mit einbringen?“

Vergütung und Arbeitszeit des Jobs sind verhandelbar.
Studentjob: Praktikum in Berlin: Social Media, Public Affairs, Fahrrad-App
via: Hamburgize

22 Gedanken zu „Startup will App gegen Falschparker entwickeln

Kommentare-Feed
  1. Jo, bei der Polizei melden. Nur wofür? Sie sagen und betonen gerne „für den ruhenden Verkehr sind wir nicht zuständig“ und nachdem ein Gericht in Köln auch in der Weise ein Urteil gefällt hat und eine Abschleppaktion für ungültig erklärt hat, weil die Polizei doch für den ruhenden Verkehr nicht zuständig sei, hat sich das dann noch weiter verfestigt.

    Falschparker also beim zuständigen Amt bei der Stadt bzw. dem Bezirk melden. Wenn Radwege betroffen sind, juckt das für gewöhnlich zwar niemanden, aber was solls…

    Vielleicht sollte man einfach mal alles bei dem sich für zuständig erklärt habenden Senator melden, der doch erklärt hat Berlin brauche keinen Radverkehrsbeauftraften, dett könnten se alles och prima allene.

  2. Radwegbenutzungspflicht komplett abschaffen und schon ist das Problem gegessen!

  3. @ Madriz: „Im übrigen bin ich der Meinung, dass die VLB abgeschafft gehört.“

  4. Der größte Lump im ganzen Land,
    das ist und bleibt der Denunziant.

    Die ärmste Sau im ganzen Land,
    das ist und bleibt der Praktikant.

  5. @Michael S:

    Na toll und wer (welche Behörde) soll die Aufgaben der heutigen zentralen Straßenverkehrsbehörde dann übernehmen? Etwa wie früher in Berlin, die Polizeikomissariate (so wie es heute noch in Hamburg der Fall ist)?

  6. @Jochen:

    Die Polizei hat letztes Jahr angekündigt, dass die Polizei in Zukunft „nur auf dem Weg zu dringenden Einsätzen“ an Falschparkern auf Radspuren vorbeifahren soll:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/fahrrad/massenhaft-knoellchen-fuer-falschparker-berlin-schafft-freie-bahn-fuers-fahrrad/7223888.html

    Zumindest auf Hauptverkehrsstraßen würde die Kontrolldichte wohl ausreichen, wenn die Polizei das konsequent umsetzen würde. Aber da das wohl eher nicht zu erwarten ist, könnte so eine App auf jeden Fall sinnvoll sein.

    @Madriz:

    Es gibt ja auch Schutzstreifen, Radfahrstreifen und Busspuren, die (insbesondere bei Stau) durchaus einen realen Vorteil für Radfahrer bringen können, wenn sie nicht dauernd zugeparkt sind. Da wäre es schon schön, wenn Polizei/Ordnungsamt sich da konsequent um Falschparker kümmern würden.

  7. @ Peter: Welche Behörde übernimmt denn diese Aufgabe zur Zeit? Die VLB nicht. Sie ist für den Verkehr auf dem Hauptstraßennetz zuständig, aber unfähig diese Aufgabe wahrzunehmen. Was an Kapazität noch nicht weggestrichen wurde, fließt in die Sicherung des Autoverkehrs. Was haben wir von so einer Behörde? Abschaffen – dann kann sie auch nichts mehr an sich ziehen und durch Untätigkeit verhindern.

  8. @Jakob Wenn ein Vorteil für Radler dahin ist, dann mag das ärgerlich sein, aber man kommt immer noch besser voran als die Blechdosen. Auf einem benutzungspflichtigen Radweg wird man aber zu einer Ordnungswidrigkeit gezwungen.

  9. @Jochen
    Ich denke du beziehst dich auf folgendes Urteil:
    http://openjur.de/u/145325.html

    Daraus zu schließen, dass die Polizei keine Fuß- und Radwegparker abschleppen darf, scheint mir überzogen. Schließlich ist weder der Fuß- noch der Radverkehr ruhend und der Punkt der Zuständigkeit ist nur einer vielen für die Urteilsbegründung und das auch noch von einer niedrigen gerichtlichen Instanz.

    @Madriz
    „Radwegbenutzungspflicht komplett abschaffen und schon ist das Problem gegessen!“
    Dann gibt es immer noch Fußwegparker. Ich denke auch, dass eine konsquente Verfolgung von Radweg- und Schutzstreifenparkern helfen würde die Anzahl der Radwege zu begrenzen. Wenn Radwege und Schutzstreifen wirklich bedeuten, dass dort nicht mehr gehalten und geparkt wird, dann hast du viele Autofahrer auf deiner Seite bzgl. der Radwegablehnung. Bis jetzt ist es doch so: Die Radfahrer sollen sich mal schön auf ihren Radweg verziehen und wenn es passt ist so ein Radweg auch ein schöner Parkplatz.

    @Piti
    „Der größte Lump im ganzen Land,
    das ist und bleibt der Denunziant.“
    Wann hört dieser Ehrenethos eigentlich auf zu gelten? Das heißt, wann wendest du dich an die staatlichen Autoritäten? Oder was schlägst du vor, was jemand tut, der sich an Rad- und Fußwegparkern stört? Gibt es da auch einen Reim zu?

  10. Solange es für eine erfolgreiche Anzeige keine Geldprämie gibt, hat diese App glücklicherweise nicht viel Aussicht auf Erfolg. Denunzianten, selbsternannte Oberlehrer und Hilfspolizisten brauchen wir so wenig wie diese App!

  11. Genau:
    Es gibt gar kein „Falschparken“. Weil jedes Auto richtig geparkt ist, nämlich exakt dort, wo sein Herrchen es abgestellt hat. Und da –wie wir wissen– der Deutsche Autofahrer sowieso immer Recht hat, kann er es gar nicht „falsch“ geparkt haben.

    q.e.d.

    Falschparker reduzieren sich also auf Autos mit ausländischem Kennzeichen, aber die sind ja sowieso verdächtig, nichtwahr, und da ist eher der Staatsschutz zuständig.

  12. @madriz

    mit benutzungspflichten hat das doch eigentlich nichts zu tun.

    erstens begeht man keine ordnungswidrigkeit, wenn man einen benutzungspflichtigen radstreifen vor einer stelle verlässt, wo er zugeparkt ist. man kann ja schlecht über die kfz springen.

    zweitens ist der punkt doch nicht, dass man keine OWi begehen möchte, sondern dass man nicht gezwungen werden will, sich in eine spur mit schnell fahrenden kfz einzufädeln.

    und drittens gibt es das problem auch ohne radstreifen oder radwege: zweite-reihe-parker. auf dem kottbuser damm z.b. sehr unangenehm. auf der linken spur sind nämlich aggro-typen mit ca. 60 km/h unterwegs, meist ziemlich viele davon.

    ein witz übrigens, dass sich dort alles auf den fußwegen drängelt, es trotzdem komplette parkstreifen gibt und das zweite-reihe-parken absolut toleriert wird.

  13. Lasst die Hexenjagt beginntn. Digitale Fackeln und Mistgabeln für das (Radfahrer-)Volk.

    Zynismus mal bei Seite: Ich halte das für eine Unsinnige Sache. Natürlich ist es wichtig, dass Radwege und ganz allgemein der Platz für Radfahrer (und natürlich Fußgänger) im Straßenverkehr respektiert wird, aber eine solche App halte ich dennoch für falsch. Vielmehr sollte die Akzeptanz das Bewusstsein für die Berechtigung von nicht motorisiertem Verkehr gezielt verbessert werden. Die Politik muss die Polizei dazu drängen ihre Aufgaben zu erfüllen. D.h. wir müssen die Politik dazu drängen die Polizei zu drängen die Autofahrer zu dängen nicht die Radfahrer und Fußgänger zu bedrängen (oder so).
    Aber eine Anzeige-App fördert nicht umbedingt die nötigeRücksichtnahme und den gegenseitigen Respekt. Ich halte das für den falschen Weg.

  14. [blockquote]Die Polizei hat letztes Jahr angekündigt, dass die Polizei in Zukunft “nur auf dem Weg zu dringenden Einsätzen” an Falschparkern auf Radspuren vorbeifahren soll[/blockquote]

    Also mal ehrlich, dann wäre der Aktionsradius ein Umkreis von 200 Metern um das Polizeirevier herum.

    Wenn man ernsthaft mit Kontrollen etwas verbessern will, dann braucht man mehr Polizisten. Aber „ernsthaft etwas erreichen“ will im Straßenverkehr eigentlich keiner, da dies oft mit Einschränkungen oder eben Bußgeldern für den Kfz-Verkehr einhergeht.

    Das Problem mit dem Falschparken ist auch kaum zu beheben. So ist es bei Privatpersonen zwar oft wirklich nur die Faulheit, auch mal 200 Meter zu laufen, wenn man doch nur 3 Minuten beim Bäcker einkauft. Anders sieht es aber doch bei Unternehmen aus, die z.B. mehrere Straßen am Tag beliefern müssen. Die Paketdienste könnten ohne Falschparken gar nicht funktionieren. Das Problem ist, dass jede Straße eben auch das Parken für Privatpersonen ermöglicht, und dass somit viele Fahrzeuge 23 Stunden am Tag im Straßenland herumstehen. Und dieses wiederum ist – mit dem Recht auf das Eigentum an einem Pkw und das kostenlose Parken in nahezu jeder Straße – eben nicht zu beheben. Egal was man macht, mit diesem Verkehrssystem werden Fahrradstreifen immer zugeparkt sein.

  15. @Stefan: Ich weiß nicht auf welches Urteil sich jener Polizeibeamte bezog. Jedoch erinnere ich mich sehr deutlich, wie mir verschiedene Polizeibeamte in verschiedenen Städten, schriftlich wie im direkten Kontakt sehr klar und eigener Überzeugtheit erklärten, „sie“, die Polizei, sei für den sog. >>Ruhenden Verkehr<< nicht zuständig und entsprechend würden sie da auch nicht tätig. Punkt.

    Ich habe das immer schon anders gesehen, denn die Polizei ist erstmal generell erster Ansprechpartner und für die öffentliche Sicherheit zuständig und darunter kann eben auch Falschparken fallen, wenn durch widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge bspw. ein Gehweg so total dichtgemacht wird, dass die Menschen vor der Wahl stehen über das Fahrzeug zu gehen, oder auf die Straße auszuweichen.

  16. @berlinradlder:

    In München z.B. kostet parken in nahezu jeder Straße eine Gebühr. Entweder wirft man Geld in den Parkautomaten, oder man kauft sich einen Anwohner-Parkausweis. Dieser wird aber in beliebigen Mengen ausgegeben. Unabhängig wie viele Parkplätze es in der Gegend gibt.

  17. @Fab Wenn ich an einer Stelle, an der ich noch auf die Fahrbahn ausweichen kann schon das Hindernis sehe, dann habe ich ja kein Problem – in aller Regel geht das aber nicht und man muss auf den Gehweg ausweichen und dort müsste man, wenn man sich korrekt verhält schieben.

  18. Coole Sache, ich möchte dann noch ne App mit Fotofunktion um Falschabbieger (habe ein großes Panoramafenster auf eine Kreuzung), bei-rot-Fahrer und Handy-am-Ohr-Fahrer zu dokumentieren und zu melden. Videofunktion ist dann für Version 3.0, dann kann man auch endlich was gegen Radfahrer in „falscher“ Richtung und ohne-Licht-Radfahrer tun.

  19. @Matthias Moritz, das widerlegt zwar teilweise meinen Vorwurf, dass das verkehrsstörende (und trotzdem legale) Parken kostenlos sei, das ist es in manchen Ausnahmefällen natürlich nicht. Dennoch behebt auch Parkraumbewirtschaftung nicht das Missverhältnis zwischen bewegten und ruhenden Fahrzeugen.

  20. Super meldung.

    Darauf hab ich gewartet, genau mein ding, ich werde alle denunzieren, wunderbare app um passive aggression abzubauen.

    Leider, wird das wohl nicht so flott kommen, datenschutztechnisches minenfeld, behördenwege, vielviel Glück den machern.

    Aber schon für die kollektiv einsetzende schnappatmung der KFZler, muss man die app pushen. Das wird nie was, aber viel presse bitte, Gogo kickstarter, ich werde unterstützer.

    Und wer weiss, evtl. Findet sich ja noch ein praktikant der die ganze chose dann auch programmiert.

  21. Dennoch behebt auch Parkraumbewirtschaftung nicht das Missverhältnis zwischen bewegten und ruhenden Fahrzeugen.

    Nicht unmittelbar. Dennoch sind Steuern und Gebühren ein wirksames Mittel zur Beeinflussung. Solange der öffentliche Parkraum kostenlos bis sehr billig ist, darf sich Herr Horn von SenStadt offensichtlich auch darauf berufen, dass sich Parkhäuser in Berlin nicht lohnten und sich daher keine Investoren dafür fänden. So geschehen bei der Veranstaltung in der Niederländischen Botschaft 2012.

  22. Parkhäuser sind aber auch scheiße 🙂

    Die Ausfahrten gefährden Fußgänger entweder, oder halten sie auf (Ampel). So z.B. auch beim laut ADAC sichersten Parkhaus (war doch so, oder?) am Alexa.

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