Call a Bike und der nasse Hintern

Der Leihradanbieter „Call a Bike“ hat derzeit mindestens in Berlin ein beträchtliches Problem: Etwa die Hälfte der Sättel hat sich über den Winter mit Wasser vollgesogen. Das führt zu sichtbar nassen Hosen und verschafft peinliche Momente. Betroffen sind sowohl die Sättel der gefederten als auch die der ungefederten Räder, subjektiv würde ich sagen, dass die ungefederten stärker betroffen sind.

Auf Facebook schreibt Call a Bike zu dem Problem, dass es bekannt sei und die Sättel sukzessive ausgetauscht würden. Ich werde, nachdem ich gestern wieder mal mit klitschnassem Hintern im Büro ankam, so lange auf das Angebot verzichten. Beim Konkurrenten „Nextbike“ hat zwar die Winterpause geendet, aber noch scheinen kaum Räder verfügbar zu sein. Dieser Anbieter hat nun übrigens, ähnlich wie „Call a Bike“, auch eine Art Flatrate im Angebot, mit der man für 3€ monatlich die jeweils erste halbe Stunde kostenlos fährt.

10 Gedanken zu „Call a Bike und der nasse Hintern

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  1. Bei nextbike sind die Preise leider deutlich nach oben gegangen. Aber kein Wunder – schließlich dürfen Leihfahrradsysteme nicht dauerhaft mit öffentlichen Geldern gefördert werden.

    Ein Sattelproblem mit den nextbike-Rädern hatte ich übrigens auch schon: im November in Hamburg waren ziemlich viele Sattel beschädigt. Erst glaubte ich, da sei ein Vandale mit Schraubenzieher unterwegs gewesen. Dann merkte ich aber: Da scheinen Möven am Werk gewesen zu sein, die die Sattel angepickt hatten. Auch da war dann aber das Problem: Der Sattel hatte sich vollgesaugt, der Hintern wurde nass…

  2. Danke für den Hinweis mit den Preisen, so hatte ich das noch gar nicht gesehen. Früher war eine Stunde für 1€, oder? Mir persönlich gefallen die Nextbike-Räder nicht so, das sind gemütliche Gurken mit Rücktrittbremse und teilweise Dynamobeleuchtung. Für meinen Arbeitsweg kommen sie derzeit sowieso nicht in Frage – zu weit weg und kaum eine Station mit Rädern bestückt.

  3. haben die die räder über den winter draussen stehen lassen?

  4. In Wien (citybike) gab es keine Winterpause, und zumindest von solchen Problemen hab ich hier nie gehört.

    Und die Preise hier: Einmalige Anmeldegebühr 1€. Jeweils 1. Stunde kostenlos, danach 1€/h, nach einer viertel Stunde Nichtnutzung (also in einer Station geparkt) gibt es die nächste kostenlose Stunde. Nehme an, die Stadt fördert das ganz gut, bin immer über die Preise in anderen Städten überrascht (Montreal: 80$ für Frühling bis Herbst, damit immer die ersten 45min frei).

    Die Räder sind hier eher gemütlich-schwere Stadträder, teils mit 3-Gang-Nabe, teils ohne Gangschaltung (aber ich finde fast immer eins mit Nabenschaltung…). Mir reicht es, wenn mein Rad in der Werkstatt ist oder ich auf dem Weg zum Bhf bin oder für Gäste…

  5. Nasser Sattel…das war zu meiner Schulzeit mein ständiger Begleiter…einfach ne Plastiktüte mitnehmen, über den Sattel und nach der Fahrt wieder einstecken, bis zum nächsten nassen Sattel…funktioniert garantiert!

  6. @Philip, in Berlin gibts auch keine Winterpause.

    Das Problem ist neu für mich, erklären kann ichs mir nicht. Habe die Räder letztes Jahr ausgiebig genutzt, auch nach oder während dem Regen.

    Zur Zeit ist eine Benutzung weitgehend unmöglich, wenn man trockene Hosen mag.

  7. @aptain, ja, das riet mir auch eine Kollegin. Sattelschoner hatte ich gestern, das bringt rwin garnix. Bleibt also noch die Tüte. Dennoch ein Unding, hunderte Kunden in so eine Situation zu bringen. Eigentlich müsste der Dienst erstmal eingestellt werden.

  8. Mehr Stationen!

  9. Entweder sind die Hamburger Call a Bike Räder in Wasserferneren Ecken der Stad weniger gefährdet, oder ich wähl die Räder besser aus. Ich hatte bisher noch keinen nassen Hintern nach einer Call a Bike Fahrt.
    Einige der Räder haben hier sogar eine Satteldecke drauf.

    In Hamburg gibts keine Winterruhe für die Räder.

  10. […] das “nasser-Hintern-Problem”, das nach meiner Beobachtung im Winter bis zu 50% der Räder betraf, wird von Call a Bike eher […]

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