Verkehrsunfallbericht 2011

Im vergangenen Jahr 2011 sind insgesamt 399 Radfahrerinnen und Radfahrer auf den Straßen Deutschlands tödlich verünglückt. Dies geht aus dem Verkehrsunfallbericht des Statistischen Bundesamtes hervor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Verkehrstoten unter den Radfahrern um 4,7 Prozent, über die letzten sechs Jahre gesehen geht der Trend jedoch deutlich nach unten. Etwa zehn Prozent der Verkehrstoten starben auf dem Fahrradsattel, während 49,5 % der Verkehrstoten in einem Pkw zu Schaden kamen.

Jahr 2006 2007 2008 2009 2010 2011
             
PKW 2 683 2 625 2 368 2 110 1 840 1 986
Motorrad 793 807 656 650 635 708
Mofa 107 100 110 99 74 79
LKW 235 215 183 164 162 174
Fahrrad 486 425 456 462 381 399
Fußgänger 711 695 653 591 476 614
Gesamt 5 091 4 949 4 477 4 152 3 648 4 009

Auch die Gesamtzahl der Verkehrsopfer stieg im letzten Jahr gegen den langjährigen Trend um knapp zehn Prozent auf 4009. Als mögliche Ursache dafür nannte das Amt das Wetter. Bei schönerem Wetter wird meist mehr und schneller gefahren. 2011 war der Winter mild, das Frühjahr trocken, der Sommer verregnet und der Herbst sonnig. Dagegen hatte es im Vorjahr 2010 einen langen Winter mit Schnee bis zum März gegeben. Langfristig erwartet das Statistische Bundesamt eine Abnahme der Verkehrsopfer auf 2500 im Jahr 2020.

Die Chance, einen tödlichen Verkehrsunfall zu erleiden, ist in Ballungsräumen viel niedriger als auf dem Land. So wurden in Berlin im vergangenen Jahr 16 Personen pro Million Einwohner durch einen Verkehrsunfall getötet, während in Mecklenburg-Vorpommern 87 Personen pro eine Million Einwohner ums Leben kamen. „Je mehr Fußgänger, Radler und öffentlicher Personennahverkehr, desto geringer ist das Risiko, einen folgenschweren Unfall zu erleiden.“

Statistisches Bundesamt (Destatis): Verkehrsunfallbericht 2011 (pdf-Dokument)

5 Gedanken zu „Verkehrsunfallbericht 2011

Kommentare-Feed
  1. > Die Chance, einen tödlichen Verkehrsunfall zu erleiden, ist in Ballungsräumen viel niedriger als auf dem Land.

    Gibt’s dazu auch Zahlen mit Aufschlüsselung nach Transportmittel?

    Auf einer mehrstündigen Tour mit dem Rad durch die Pampa auf Land- und Kreisstraßen fühle ich mich weniger gefährdet als auf einer typischen 30 Min Fahrt zur Arbeit in Berlin, wo es deutlich mehr Konfliktpotential gibt.

  2. Im vergangenen Jahr 2011 starben im Land Brandenburg
    23 Radfahrer bei Verkehrsunfällen!
    90 % von ihnen wurden innerhalb geschlossener Ortschaften, vorwiegend durch Kfz/Lkw „übersehen“, sprich überfahren.
    Verletzung der Vorfahrt und Fehler beim Abbiegen waren die Hauptunfallursache.

  3. …und in Berlin haben wir momentan für 2012 den
    5. Radfahrtoten zu beklagen….

  4. Übrigens immer wieder erstaunlich, mal vergleichend in der Polizei- und in der Destatis-Auswertung zu lesen.

    Im verlinkten Bericht gibt es Tabellen mit der Unterscheidung innerorts und außerorts, aufggeschlüsselt nach Verursacher, Ursache und Transportmittel.

  5. @Bernd Z: dachte ich mir’s doch. Außerorts im Längsverkehr passiert doch normalerweise kaum was (außer jungen Menschen, die ihre Karre selbst vor den Baum setzen).

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