Sie glaubt an Gott und Fahrradhelme

Seit letzter Woche hängen im Landkreis Paderborn viele Großplakate, die für das Tragen von Fahrradhelmen werben. Auf den Plakaten sieht man Ordensschwester Gertrud Terhorst mit wehendem Schleier und Helm auf einem Rad. Die Plakataktion ist Teil der Kampagne „Helle Köpfe tragen Helm!“, die von der Sparkasse Paderborn/Detmold sowie von Landkreis, Polizei und Verkehrswacht in Paderborn finanziert wurde.

Foto: Polizei Nordrhein-Westfalen
Dank an Gerrit für Hinweis und Formulierungshilfe.

28 Gedanken zu „Sie glaubt an Gott und Fahrradhelme

Kommentare-Feed
  1. News zu Paderborn…

    Sie glaubt an Gott und Fahrradhelme » Rad-Spannerei…

  2. manmanman. so nen pinguin kann man auch nur noch zwischen münster und paderborn aufn plakat malen ohne sich lächerlich zu machen 😉

  3. Ablenken, bloß schnell ablenken von realen Problemen und Gefahren, wie z.B. den Folgen der Separation von Rad- und Autoverkehr in Innenstädten.

    Dafür Sektenmitglieder mit Nudelsieben zeigen.

  4. Menschen die an den lieben Gott glauben, glauben auch, dass Fahrradhelme helfen.

    Aber mal im Ernst:
    Ein Fahrradhelm auf dem Kopf einer Ordensschwester ist ein starkes Mißtrauensvotum gegen den lieben Gott.

    (im Original von Karl Kraus: Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Mißtrauensvotum gegen den lieben Gott.)

  5. Eine Nonne, die keine Ahnung von statstisch belastbaren Fakten hat und stattdessen glaubt? Wer hätte das erwartet…

  6. Nonne, Mission, heller Kopf … passt wie der Arsch auf den Eimer, wie ein bekannter Blogger sagen würde.

  7. eijo, astreines Kopftuchmädchen mit Helm.

  8. denn wer keinen helm trägt ist ein dummer mensch …

  9. Danke für eure erfrischenden Kommentare. 😀

  10. Ich seh den Heiligenschein nicht mehr ….

    Fake! Fake! It´s a Video!

  11. Aber den Helm brauch sie auch, wenn sich ihre wehende Kutte in den Speichen oder Kette verfängt 😉

  12. Du sollst keinen anderen Helm neben mir haben.

  13. Ist an dem Spruch „Gott erschuf in seinem Zorn Bielefeld und Paderborn“ vielleicht doch etwas dran? ;->

  14. Wieviel Nonnen sind eigentlich letztes Jahr bei Radunfällen, auf Grund fehlender Fahrradhelme, ums Leben gekommen?

  15. Gefährliche Frage. Was wenn KEINE Nonne ums Leben gekommen sein sollte und ALLE Nonnen immer mit Helm fahren? Wäre das dann ein Ergebnis der schützenden Hand von oben oder der schützende Helm oben?

    Ich will’s lieber gar nicht wissen…

  16. na pfui sowas artet schnell in statistiker pornografie aus. will keiner sehen

  17. Interessant nur, dass eine von Ärzten in Leben gerufene Studie belegt hat, dass die Sicherheit durch Helme nicht unbedingt steigt. Helme schützen weniger als man denkt. Die schwersten Verletzungen treten im Bereich der Halswirbelsäule auf.

    Der Wetten-Dass Teilnehmer Samuel Koch hatte auch einen Helm.

  18. [OT] — oder vielleicht auch nicht, denn ein Helm hätte hier sicher nichts gebracht:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/tiergarten-radfahrerin-an-kreuzung-schwer-verletzt/6693308.html

  19. Bitterböser Cartoon zum Thema Fahrradhelm:

    http://www.wulffmorgenthaler.de/strip/2011/01/08

    „Da siehst Du, mein Junge, kein einziger Kratzer! Dies ist der Grund weshalb man den Helm nie vergessen darf, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist!“

  20. @ Prokrastes: Ich bin mir nicht sicher, ob die gute Frau nicht sogar einen auf hatte. Geht aus der Meldung nicht hervor, aber es nehmen alle getreulich an, dass sie KEINEN aufhatte, da sie ja mit Kopfverletzungen eingeliefert wurde. Ein Helm wirkt wohl Wunder, weshalb die Nonne dann doch auch ganz zurecht auch einen trägt.

  21. Der Helm in dem Cartoon muss nicht der Grund für das Ergebnis „Kein einziger Kratzer“ sein. Ich bin auch schon mehrmals über die Lenkstange vom Fahrrad „abgestiegen“, einmal bei geschätzem Tempo 30 und bin signifikant weiter gekommen als mein Fahrrad. Aber auch ohne Helm hatte ich nie den kleinsten Kratzer am Kopf.

    Von meinem Gefühl her habe ich auch mehr Angst vor Verletzungen, wie sie Samuel Koch passiert sind, als vor direkten Kopfverletzungen.

    Ach ja, wir hatten das Thema ja erst, warum hat die Nonne zu dunklem Fahrrad und dunkler Kleidung nicht wenigstens eine Warnweste getragen? (!)

  22. @Prokrastes:

    Die viel zu dicht nebeneinander-fahren-Hysterie kann gerne losgehen, Überholabstände gelten für alle 😉

  23. Bevor hier jemand mit einem Helm gegen Schädelbasisbrüche vorgehen möchte… bitte erstmal informieren, was für eine Verletzung das ist. (Wobei ich die Mehrzahl der Leser mittlerweile so schlau einschätze dass er/sie nicht auf diese Idee käme. Aber ab und zu läuft ja einer zufällig hier vorbei.)

  24. @CGast, kannst Du nicht kurz skizzieren, was Du meinst? In den Helmdebatten liest man meist das undifferenzierte Wort „Kopfverletzung“, zu denen ich auch einen Schädelbruch zählen würde.

    @Karsten, Du schreibst von Ängsten um Deine Wirbelsäule. Kann ich gut nachvollziehen. Es ist interessant, dass diese Möglichkeit in der Öffentlichkeit keine Rolle spielt, während alle Fahrradrisiken immer auf den Kopf fixiert werden. Subjektivität spielt in der öffentlichen Wahrnehmung in allen Bereichen eine riesige Rolle.

  25. OT … vlt was für eigenen Beitrag.

    der von mir überaus geliebte oberste Verkehrsführer Ramsauer hatte offensichtlich ein Erweckungserlebnis. (vlt doch weniger OT als gedacht). man munkelt ja, bei unseren südländischen Volksgenossen hätts beizeiten auch noch a mal a Marienerscheinung.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ramsauer-will-mehr-fahrraeder-in-deutschland-a-836680.html

  26. Ich stell mir richtig vor, wie der während des Interviews in der Hand einen Bleistift hält und ihn fast zerbricht. Rein pragmatisch bringt es gar nichts, wenn das Verkehrsministerium jetzt die Radfahrer entdeckt und dann aus eigenem Gutdünken irgendwelche Konzepte entwickelt. Da kommen dann Radwege und Schmalspur-Radstreifen raus. Wenn nach Ramsauers Angaben das „Fahrrad anderen Verkehrsmitteln gleichgestellt“ werden soll (hoffen wir mal, dass er dabei nicht an Skateboards oder Segways denkt), dann meint er doch damit allenfalls irgendwelche Bußgelder und Flensburg-Punkte.

    Also wer sich als Radfahrer von Ramsauer in irgendeiner Weise vertreten sieht, gehört in die Klapsmühle. Für Radfahrer, die einfach regelkonform von A nach B kommen wollen, interessiert der sich nur dann, wenn er sie durch neue „Radwege“ noch mehr „schützen“ kann.

  27. Die Schädelbasis ist der (im Stehen) nach unten gerichtete Teil des Schädelknochens. Damit dieser bricht (was man auch bei diesem Unfall laut der Presse-URL wohl vermutet), muss massive Kraft auf den Schädel wirken. Bevorzugterweise von vorn oder von unten. Beide Bereiche sind von einem Helm im übrigen nicht geschützt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schädelbasisbruch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.