Lastenrad-Parade in Salzburg

Der Salzburger Verein fairkehr demonstrierte bei einer Rundfahrt durch die Stadt die Möglichkeiten des Lastentransports mit Fahrrädern. Dabei “transportierten” 12 schwer beladene Lastenfahrräder unterschiedliche Botschaften. Die Räder beförderten eine Waschmaschine, 100kg Holz, eine Tischgarnitur, eine Ladung Gemüse, Liegestühle, 4 Kisten Bier, Fahrräder, Kinder und Strohballen. Hier die Lastenraddemo im Video.
Critical Mass Austria: fairkehr veranstaltete Lastenrad-Parade in Salzburg

Etwas ähnliches war ja auch auf der Sternfahrt geplant, hat nicht ganz geklappt, weil der Lastenrad -Pulk dann doch nicht zusammengeblieben ist. Vielleicht wird es besser bei der Sternfahrt 2013.

9 Gedanken zu „Lastenrad-Parade in Salzburg

Kommentare-Feed
  1. Also wenigstens für die Transportsicherung der Waschmaschine, hätte man sich bei einer Verkehrskontrolle, ein Bußgeld eingehandelt. *g*

    Und jetzt mal ernsthaft:
    Ein Fahrrad ist in der Regel für eine Person mit bis zu 100kg Gewicht ausgelegt – somit auch die Bremsen an diesem.
    Wenn man nun einen Anhänger mit noch einmal 100kg Gesamtgewicht dranhängt, ist die Bremse doch theoretisch gar nicht mehr dafür geeignet.
    Vielleicht sollten sich findige Tüftler einmal daran machen, einen Fahrradhänger für große Lasten inklusive eigener Auflaufbremse zu entwerfen. Oder gibt es sowas schon?

    Bei einem PKW wäre ein solches Lastenverhältnis undenkbar. Da aber nun viele Radfahrer für Gleichberechtigung im StV kämpfen, sollten sie sich fairer Weise künftig auch den „gleichen“ Regelungen unterziehen.

    (Nein, ich bin kein frustrierter Autofahrer!) *g*

  2. Bremsen sind nicht das Problem, ich bremse mich (160Kg) mit Gepäck(40Kg) und Rad(18Kg) locker mit einer normalen V-Brake ab.

    Problem sind eher die Gabeln.

    Und für Leute die lieber mehr bremsen wollen steht auch schon alles in der Leitung. Doppelscheibenbremse mit 6 Kolben pro Seite.

    Gibt es alles.

    Bloß Sinnvoll sind schwere Anhänger nicht. Das sind Lastenräder klar im Vorteil. Deshalb braucht es auch keine gebremsten Radanhänger. Da ist das Verhältnis zum Zugrad einfach falsch.

    Das hat nichts mit generellen Vorteilen eines Verkehrsmittels zu tun, sondern lediglich mit tradierten Rollenzuschreibungen dieser Verkehrsmittel. Da muss man avangardistisch an die Lastenräder rangehen. Bullit hat den Anfang gemacht, wer macht weiter?

    Wenn die Hardware da ist, wird sie auch genutzt.

  3. Hihi 100kg, darf ich kurz lachen? Mit aktuellen Bremsen bekommt man auch Brocken wie mich mit Gepäck zum stehen, normale Scheibenbremse reicht da, abseits von Alpen Pässen durchaus für stehen bleiben binnen kürzester strecken. Aber schwere und Lastenräder fährt man denke ich eh sehr entspannt. Aber ja, schwere bakfiets nur mit Rücktritt bremse, da wird mir auch mulmig…

  4. Die übliche Magura-Hydraulik-Felgenbremse schafft es problemlos, 150 kg Masse (Rad, Fahrer und Zuladung) zu bremsen — und zwar immer noch deutlich besser als bei 85 kg und den verbreiteten alten Seilzugfelgenbremsen, wie sie an den üblichen Stadtgurken so dran sind, oder gar die tollen bei Oma beliebte Rücktrittbremse mit Bremswunschindikator.

    Dabei fällt mir ein, daß ein diesbezüglicher Vergleichstest mal angebracht wäre, um die Bedeutung der Bremse und deren Funktion etwas in die Köpfe zu bekommen. Das ganze jetzt nicht per „ich rolle ’nen Hügel-runter“-Bauchgefühl, sondern auf einem Rollenprüfstand.

    Gibt’s das schon? Wenn ja, wo?

  5. Aber mal ganz stümperhaft gefragt – wenn ich meine Räder mit der alten Seilzugfelgenbremse bis hin zum Blockieren dosieren kann, wozu soll ich dann bitte eine Scheibenbremse benötigen?

  6. @Hannes:
    Ich besitze einen Lastenanhänger (Weber Kargo) mit Auflaufbremse. Diese kostet etwa 70€ extra. Dies ist aber auch schon einer der teureren Anhänger…

    Bislang bin ich mit der Bremsleistung (auch in bergigen Gelände) zufrieden.

  7. @glx:
    Danke für den Hinweis! 🙂

    Und zum Magura-Tipp:
    Nicht jeder kann sich ein solches Bremssystem leisten und noch weniger Leute können dieses dann auch selbstständig warten.
    Für mich käme sowas aus ästhetischen Gründen nicht in Frage. Ich bremse mit einer Gestänge-Stempelbremse („Kackeschieber“) und eben einer Rücktrittbremse. Die insgesamt ca. 110kg (davon 28kg vom Drahtesel) schafft dieses System allemal aber mit Anhänger wird es dann gefährlich.

    Ich hab da grad einen Anhänger im Netz gefunden, bei dem mir sofort der Zahn tropft. Allerdings wüsste ich nicht, wie ich daran die Bremse aus dem Hause Weber verbauen sollte. *g*

    http://www.grillsportverein.de/forum/attachments/eigenbauten/198309d1307043591-weber-one-touch-im-fahrradanhaenger-p1030040.jpg

  8. Aber mal ganz stümperhaft gefragt – wenn ich meine Räder mit der alten Seilzugfelgenbremse bis hin zum Blockieren dosieren kann, wozu soll ich dann bitte eine Scheibenbremse benötigen?

    Was wiegst Du und was wiegt Dein Rad?

    Vermutlich nicht sehr viel.

    Wenn Du die ganze Angelegenheit schwerer machst, sei es durch höheres Eigengewicht oder eben mehr Zuladung am Rad, dann ändert sich das. Bei einer 150kg-Fahrer+Rad+Ladungskombination wirst Du mit „alten Seilzugfelgenbremsen“ kein Blockieren mehr hinbekommen — es sei denn, Du meinst damit „V-Brakes“ oder gepflegte „Cantilever“-Bremsen.

  9. > Aber mal ganz stümperhaft gefragt – wenn ich meine Räder mit der alten
    > Seilzugfelgenbremse bis hin zum Blockieren dosieren kann, wozu soll ich dann bitte eine
    > Scheibenbremse benötigen?

    Scheibenbremsen haben vielerlei Vorteile gegenüber seilzugbetätigten Felgenbremsen. Trockene Felge und ausreichend Handkraft vorausgesetzt bringen letztere ein Rad aber genauso zum stehen. Ob man bei Lastenrädern unbedingt Scheibenbremsen braucht ist die Frage. Höchstens wegen der Standfestigkeit, wenn kleine Felgen dran sind und es auch mal bergab geht.

    Bei hohem Gewicht ist auch meist die Standfestigkeit der limitierende Faktor, nicht die Bremskraft. Im brettflachen Berlin & Brandenburg allerdings kein Problem

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