Polizei stellt Bilder gestohlener Räder ins Netz

Nachdem die Berliner Polizei vergangene Woche einen Verdächtigen in Pankow festgenommen und rund 50 Fahrräder beschlagnahmt hat, wurden heute die Fotos von 47 Rädern und Rahmen veröffentlicht. „Betroffenen Eigentümern wird hiermit die Möglichkeit geboten, sich die Bilder anzuschauen, um festzustellen, ob ihr gestohlenes Fahrrad dabei sein könnte. Darüber hinaus bietet die Kriminalpolizei am Mittwoch, den 21. März 2012 in der Zeit von 9 bis 14 Uhr an, sich die Räder auf der Polizeidienststelle Am Nordgraben 7 in 13437 Berlin-Reinickendorf im Rahmen eines Besichtigungstages anzuschauen. Besucher werden gebeten, einen Eigentumsnachweis zur Identifizierung ihres Rades mitzubringen, damit sie ihr Eigentum alsbald ausgehändigt bekommen können.“

Nach Festnahme von Fahrraddieb – Polizei veröffentlicht Bilder von gestohlenen Rädern
Pressemeldung der Berliner Polizei # 0806 vom 13.03.2012 – 10:00 Uhr

10 Gedanken zu „Polizei stellt Bilder gestohlener Räder ins Netz

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  1. Sammlung eines Gelegenheitsdiebes, der wahllos vermutlich nicht angeschlossene Räder mitgenommen hat. Vielleicht sogar Kleptomane ohne Gewinnabsicht. Das Material allenfalls auf Flohmärkten zu sehr geringen Preisen verkäuflich. Der von der Polizei betriebene Aufwand für Abtransport, Aufbewahrung, Fotografie und Öffentlichkeitsarbeit übersteigt schon den Wert der Schrottsammlung bei weitem.

    Somit höchstens als PR-Aktion nach dem Motto „Wir tun was“ zu werten. Zeit- und Ressourcenverschwendung.

  2. @ kl: Das finde ich nun aber mal nen Schlag ins Kontor. Das ist doch völlig unerheblich, was Du den Rädern für einen Wert beimißt. Die Polizei findet nen Haufen Räder bei einem Dieb und statt die einfach alle auf den Haufen zu schmeißen und abzuwarten, eröffenen sie in diesem Fall mal eine Möglichkeit, sein Rad schnell wiederzufinden. Bei solchen Kommentaren habe ich den Eindruck, es ist scheinbar ganz egal, was die Polizei tut oder nicht tut, sie macht es immer gaaaaanz falsch.

    Sollte vielleicht der Anfang eines Sinneswandels sein, eine good-will-Aktion. So ein Test a la „Würden die Radfahrer merken, wenn wir uns mehr um ihr Eigentum kümmern? Versuchen wirs mal und sehen, wie es in den Fahrrad-Blogs so ankommt.“ Sehen sie ja jetzt.

  3. @Michael S: Wollte gerade etwas ähnlich schreiben

    @kl: Meinst du nicht, dass auch weniger hochklassige Räder es verdient haben an ihre Besitzer zurückzugehen.
    Mal ganz abgesehen von eventuell unbezahlbarem emotionalem Wert.

  4. Ich bin auch ganz froh darüber, dass der Wert keine Rolle dabei spielt, ob die Polizei bei Eigentumsdelikten aktiv wird. Zumal auch ein einfaches Rad einen Wert für den Besitzer darstellen kann.

    Der Aufwand, die Fahrräder zu fotografieren und eine Online-Bildergalerie zu erstellen, ist zudem überschaubar. Hoffen wir, dass möglichst viele Besitzer ihr Rad wiederfinden.

  5. @Michael S: wollte die Polizeiführung wirklich was tun, bräuchte sie ja nur die eigene Fahndungsdatenbank mit den Diebstahlanzeigen im Internet zugänglich machen. In gefilterter Form natürlich, aber so, dass jeder Bestohlene und Gebraucht-Käufer selbst nach Modell und Rahmennummer suchen kann.

    Und ich stehe dazu, dass der Aufwand hier keinen Sinn macht. Abgeholt werden die Räder vermutlich auch nicht, weil sie den Eigentümern so wenig wert waren, dass sie auf vernünftige Sicherung verzichtet haben. Denn ein richtig gut angeschlossenes altes Rad wird nicht gestohlen. Profis machen sich damit nicht die Finger dreckig.

  6. Ich finde die Idee wunderbar, würde mir mehr davon wünschen. Auch wenn es in Anbetracht der „wir tun jetzt was für Radfahrer“ Ansage letze Woche, ein wenig ein Geschmäckl bekommt.

  7. @KL , es geht ja nicht nur drum, das da ein Besitzer wieder zu seiem Rad kommt, sondern auch darum, das Staatsanwaltschaft dem Typen nachweisen kann, das Rad 1- Rad 50 geklaut worden sind. Wenn sie es nicht kann, wird es schwer. Kann passieren das er dann nur für die nachgewiesen Diebstähle bestraft wird und das müssen nicht für alle 50 hier gezeigten passieren.

  8. @MH: als Beweismethode recht aufwändig, aber immerhin, hoffen wir mal, dass sich einige Geschädigte melden.

  9. @KL die Justiz muss ihm den Diebstahl nachweisen und nicht er, das er die legal erworben hat, das würde ihm alles erleichtern wohl. Theoretisch müsste er alles wiederbekommen was man ihn nicht als Diebstahl nachweisen könnte. Sowas machen die jetzt nicht nur hier, gibt es auch bei anderen Serientäter, wo man vielleicht viel Schmuck findet. Alles was man nicht einer Anzeige zuordnen kann, wird häufig ausgestellt, damit man die Besitzer finden kann und die Anklage untermauern.

  10. Hi! Was gerne vergessen wird – egal ob „objektiv“ teures oder billiges Fahrrad: Die meisten machen sich doch über die Jahre ihr Rad genau für den angedachten Zweck fein. Das kann das Brötchenhol-Fahrrad oder die Langstreckengurke sein, das am Bahnhof-Stehenlass-Rad oder die Spass-Möhre. Bei den mir geklauten Rädern wog die Genervtheit darüber erneut sich ein Rad „mundgerecht“ auszustatten mindestens so schwer wie der rein wirtschaftliche Schaden. Dieses customize, auf welchem Niveau auch immer, mit passendem Sattel, Einstellarbeiten – das war m.M.n. gar nicht mit Geld aufzuwiegen. Bei Autos gibt es so etwas kaum, denke ich. LG J

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