Interessengemeinschaft Fahrrad richtet RadKummerKasten in Wien ein

„Wie oft passiert das AlltagsradlerInnen: Ein Stück Mehrzweckstreifen fehlt genau dort wo man ihn braucht, eine Baustelle versperrt ohne Umleitung den Radweg, durch Radwegeplanung hervorgerufene Konflikte häufen sich, neben der schneegeräumten KFZ-Fahrbahn türmt sich der Gatsch (hochdeutsch: Dreck) am Radweg, direkt vorm Lieblingskino fehlen die Radbügel…“

Für solche und ähnliche Ärgernisse hat die IG Fahrrad in Wien einen Kummerkasten für Radfahrer eingerichtet. Auf dem Kummerkasten-Mailformular kann man sein Problem detailliert beschreiben, Bilder hochladen und das Problem einem Bezirk zuordnen. Wird das Formular abgesandt, wird es mit einem Klick weitergeleitet an die zuständigen Stellen der Stadt Wien und der einzelnen Bezirke. Anmerkung der IG Fahrrad:; „Da die FPÖ sich aus unserer Sicht außerhalb des Verfassungsrahmens und im Bereich der Radverkehrspolitik außerhalb jeglichen diskutablen Ansatzes bewegt, werden deren ParteivertreterInnen nicht adressiert.“

RadKummerKasten Wien
RadKummerKasten – die Empfängerliste

2 Gedanken zu „Interessengemeinschaft Fahrrad richtet RadKummerKasten in Wien ein

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  1. Eigentlich komisch, warum man nicht gerade die „Feinde“ des Radverkehrs mit entsprechenden Eingaben seitens radelnder Bürger versorgen mag. Ohne Blick für die Probleme (und deren Vorhandensein) können sich die Menschen nicht ändern.

    Abgesehen davon haben wir in Berlin ja bezirksweise auch solche Kummerkästen, Probleme wie mit Schnee zugeschobene Radwege gibts hier auch und die sind den Verantwortlichen auch bekannt. Inwieweit das Bekanntwerden von Misständen auch zu deren Beseitigung beiträgt, kann ich für Wien nicht einschätzen – zu viel darf man wohl nicht erwarten.

  2. Naja, die FPÖ ist ja nicht nur „Feind des Radverkehrs“, sondern wie geschrieben sich auch lt. IG Fahrrad „außerhalb des Verfassungsrahmens“ bewegt. Auch wenn es sicher noch einen (wenn auch nur graduellen) Unterschied zwischen NPD und FPÖ gibt, was würdest Du sagen, wenn Deine Rad-bezogene Eingabe an die NPD gehen würde?

    Auch ganz nett finde ich diese Aktion: https://derstandard.at/1317018793798/Problemstellen-Serie-Huerden-fuer-Radfahrer

    Ich mag die IG Fahrrad in Wien, haben eher nen alternativen Background, ohne nur für die „Szene“ zu sprechen, unterstützen Bike Comunity Film Nights, hängen bei der Critical Mass rum (dort nicht als IG Fahrrad, sondern als Einzelpersonen ohne Logokram, man kennt sich halt), haben gestern für die Winterradler am Ring Kekse verteilt… Machen jedenfalls sehr sympatischen Fahrrad-Lobyismus!

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