Radfahrer-Ampelanlagen mit Regensensoren

regensensor-groningen.jpgIn der Stadt Groningen in den Niederlanden werden Ampelanlagen mit Regensensoren getestet. Bei Regen, bei Temperaturen unter 10 Grad oder bei geringem Autoverkehr bekommen Radfahrer an aufgerüsteten Fahrradampeln häufiger Grün als normal.

Bei der offiziellen Eröffnungsfeier musste die Feuerwehr mit einem Schlauch nachhelfen, um die Anlage zu demonstrieren. Ist der Test erfolgreich, werden 2012 weitere Ampeln auf fahrradfreundlich umgerüstet.

Fietsen 123: Nu ook regensensoren voor fietsers in Groningen

47 Gedanken zu „Radfahrer-Ampelanlagen mit Regensensoren

Kommentare-Feed
  1. Was ist das denn mal für ne coole Idee!

  2. es ist echt super was man alles für den Radverkehr machen kann, wenn man nur will als Kommune. Warum gibts sowas nicht bei uns?

  3. @ Christoph: sagst du doch schon selber: „… wenn man nur will“ 🙁

  4. wow voll gut! schon alleine um das mal zu testen wuerd ich da gern mal hin 😀

  5. cool, Das soll hier großräumig installiert werden.
    Aber wie ich den Umgang mit dem Radverkehr in Deutschland kenne, wird Fahrradfreundliche Ampeln hier in naher Zukunft nicht gebaut werden.

  6. Fahrradfreundlich wäre es ja schon, wenn mal diese unseligen Bettelampeln abgeschafft würden. Besonders ärgerlich, wenn die Autisten per Induktionsschleife GRÜN geschaltet bekommen und der parallel geführte Radweg ROT bleibt. Dann darf man erst mal wieder eine Runde warten 🙁

  7. Ich hab eine Bettelampel auf meiner Strecke, die ist super: Drücken, ca. 5 sec. warten, rüber.
    Ich wär nicht dafür, die abzuschaffen. 🙂

  8. „““““““““““““““““““““““““““““““““““
    Ulrike schreibt:
    Dienstag, 06.12.2011 um 10:12

    Ich hab eine Bettelampel auf meiner Strecke, die ist super: Drücken, ca. 5 sec. warten, rüber.
    Ich wär nicht dafür, die abzuschaffen.
    „““““““““““““““““““““““““““““““““““

    An deiner Antwort kann man schon sehen wie Du dieses unsinnige Prinzip verinnerlicht hast.
    Was würde dagegen sprechen wenn „Deine“ Bettelampel grundsätzlich aus wäre? Dann brauchst Du nur Grün anfordern wenn es nötig ist. Ansonsten fährst Du einfach drüber.

  9. Irgendwie werd ich echt neidisch. Nächstes Mal wähle ich eine Partei, die sowas auch machen will. Oh, gibts ja gar nicht … Warum muss Deutschland nur so hinterher sein?

  10. @berlinradler: Dann laßt uns doch eine gründen 🙂

  11. Ideal wäre ein Bewegungsmelder, der den Radfahrer vorrangig mit grün versorgt!

  12. @Michael S und berlinradler: laut (niederländischem) Wikipedia ist Groningen als „rote“ Stadt bekannt. Nach den Kommunalwahlen von 2010 wird die Stadt von einer Koalition aus PvdA (Partei der Arbeit), GrünLinks, Demokraten_66 und Sozialistischer Partei regiert.

  13. Ich hab eine Bettelampel auf meiner Strecke, die ist super: Drücken, ca. 5 sec. warten, rüber.
    Ich wär nicht dafür, die abzuschaffen.
    “”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“”“

    An deiner Antwort kann man schon sehen wie Du dieses unsinnige Prinzip verinnerlicht hast.
    Was würde dagegen sprechen wenn “Deine” Bettelampel grundsätzlich aus wäre? Dann brauchst Du nur Grün anfordern wenn es nötig ist. Ansonsten fährst Du einfach drüber.
    *************************************************************
    Diese Ampel quert eine viel befahrene Straße, so daß ich sowieso immer drücken müsste, ob die Ampel nun für mich zunächst rot zeigt oder ausgeschaltet ist.
    Ich find jedenfalls so eine Ampel, die extrem schnell Grün für Fußgänger/Radler gibt, hilfreich. Sonst könnt ich an der Straße ewig stehen.
    Und verinnerlicht hab ich gar nix, so selten wie die Dinger hier sind. „Normal“ sind Ampelschaltungen, an denen man Minuten mit Warten verbringt. Schön sind auch die, die Fußgänger parallel mit Radfahrern schalten, die sind ja auch ungefähr gleich schnell. 🙁

  14. „“““““““““““““““““““
    Ulrike schreibt:
    Dienstag, 06.12.2011 um 16:12

    Ich find jedenfalls so eine Ampel, die extrem schnell Grün für Fußgänger/Radler gibt, hilfreich. Sonst könnt ich an der Straße ewig stehen.
    „“““““““““““““““““
    Und ich finde in solchen Fällen eine Ampel, die ich nur einschalte wenn ich sie brauche, noch hiilfreicher.
    Dauerrot für Fussgänger und Radfahrer ist kein Prinzip mit dem ich mich jemals abfinden könnte.

  15. Viel schöner und billiger wäre es doch, wenn man gar keine Ampeln mehr brauchen würde.

  16. Ist vielleicht auch ein großer Unterschied, über was für Bettelampeln man so spricht. Wenn sie parallel zum Fahrbahnverkehr eine Kreuzung überqueren, wie man das beispielsweise im Land Brandenburg gerne macht, ist das eine starke Benachteiligung der Radfahrer. Während man mit dem Auto auf der Fahrbahn manchmal auch durchfahren kann, weil man grün hat, trifft der Radfahrer zunächst IMMER auf eine rote Ampel. Auch in Berlin-Biesdorf gibt es einige solche Exemplare.

    Wenn sie eine Querungshilfe für eine vielbefahrene Straße darstellen, ist es in meinen Augen eher unwichtig, ob die Ampel zeitweise ausgeschaltet ist oder nicht. Allenfalls nachts würde das eine Rolle spielen.

    Das A und O sind angemessen kurze Wartezeiten. Je länger man warten muss, umso weniger wird die Ampel respektiert. Wenn ich als Fußgänger gar zu sehr von Ampeln verarscht werde, gehe ich auch bei rot. Minutenlanges Rumstehen bei Wind und Wetter geht einfach nicht.

    Dazu wäre ich manchmal froh, wenn man hierzulande wenigstens darauf verzichten könnte, das Rechtsabbiegen auf zwei Spuren zu ermöglichen. Von wettersensitiven Ampeln, Vorrangschaltungen etc. wag ich hierzulande gar nicht erst zu träumen.

  17. „““““““““““““““““““““““““““““““““
    berlinradler schreibt:
    Dienstag, 06.12.2011 um 18:12

    Wenn sie eine Querungshilfe für eine vielbefahrene Straße darstellen, ist es in meinen Augen eher unwichtig, ob die Ampel zeitweise ausgeschaltet ist oder nicht. Allenfalls nachts würde das eine Rolle spielen.
    „““““““““““““““““““““““““““““““““““““

    Daher die Ampeln aus lassen und nur bei Bedarf einschalten.
    Dann nützen sie etwas wenn man sie braucht und wenn man sie nicht braucht stören sie nicht.

  18. Keine 140 km von hier weg, aber dennoch ein Quantensprung, Neid 😉

  19. Zwei Negativbeispiele Bettelampeln, von mir zur Zeit fast täglich benutzt:

    1. Einfahrt Tiergartentunnel am Potsdamer Platz, Radfahrer von der Dennewitzstraße aus dem Westen kommend Richtung Osten zu den Arkaden fahrend: Fußgängerampel schaltet nur bei Betteln Grün, ansonsten Rot, auch wenn gleichsinnig fahrende Autos (in den Tiergartentunnel einfahrend) Grün haben. Ordne mich als Radfahrer dann immer bei den Autofahrern ein – die vertragen das aber gar nicht, geht es doch in den Tiergartentunnel (den ich natürlich nicht benutze, zweige nach Querung zu den Arkaden ab, aber die Autofahrer spielen sich schon vor dem Tunnel wie Platzhirsche auf: Hupen, Drängeln).

    2. Querung Seestraße Wedding von Nord nach Süd, von der Togostraße kommend. Straße, Tram, Straße. Mindestens zwei Male muss gebettelt werden, jedes Mal ist die Wartezeit entschieden zu lang – Minuten lang. Jeder quert da nach Möglichkeit bei Rot, wenn eine Lücke im Autoverkehr Seestraße das zulässt (natürlich nur, wenn keine kleinen Kinder zuschauen). Bei regelkonformen Verhalten dauert die Querung einer Straße länger als drei Blöcke Rad fahren! Neulich stand südlich der Seestraße ein Polizist, versteckt hinter parkenden Autos, sprang hervor und winkte meine Freundin raus – Rotlichtverstoss, 80,-€ futsch. Wegelagerer, dachten wir. Natürlich war er „im Recht“.

    Solche benachteiligenden Bettelampeln wirken kontraproduktiv, fördern statt Verkehrsdisziplin nur Unterlegenheitsgefühle und Devianz bei Radlern. Eine Bettelampel mit nur 5 sec Reaktionszeit habe ich noch nie erlebt. Wo soll denn diese stehen?

  20. Eine Bettelampel mit nur 5 sec Reaktionszeit habe ich noch nie erlebt. Wo soll denn diese stehen?

    In Berlin Biesdorf, Elsterwerdaer Platz. Ist aber auch die einzige weit und breit. An der naheliegenden B1 schalten die Fahrradampeln bei gleicher Richtung über eine halbe Minute früher auf rot als die für Autos.
    Will man die B1 überqueren, muss man überall betteln und mindestens 2 Minuten warten. Als Fußgänger muss man sich dann beeilen, sonst braucht man zwei Ampelphasen und muss auf dem Mittelstreifen warten, wo die Autos mit 70 km/h an einem vorbei fahren (besonders bei Regen toll)

  21. Na ja, in Biesdorf bin ich eher selten (= nie).

    Es ist schon komisch, dass im motorisierten Straßenverkehr allzu oft das sonst übliche Rechtsverständnis „Schutz des Schwächeren“ komplett außer Kraft gesetzt wird. Da gehen Effizienz und Schnelligkeit vor Sicherheit und Schutz der Nichtmotorisierten.

    Die Denke ist so weit verbreitet, dass man als Radfahrer bei Kritik daran oft komplettes Unverständnis erntet. Dass Autofahrer selbst oft Fussgänger und nicht selten auch einmal Rad-Benutzer sind wird völlig ausgeblendet.

    Meiner Meinung nach ist Berlin steinzeitlich was die Verkehrsplanung anbetrifft. Ich fahre so gerne Rad, aber ich bin sehr oft im Zweifel, ob ich dadurch alt werde.

    Die Gefährder unter den Autofahrern kommen mir gleichsam wie die sprichwörtlichen „spielt-nur-aber-beißt-nicht“-Kampfhunde vor: Unberechenbar und gefährlich, aber gleichwohl kaum als schuldhaft einzuordnen, da im falschen Terrain losgelassen. Ein evolutionärer Irrtum gewissermaßen. Die Zwei wird schon zeigen, wer hier zum Fossil mutiert und wer nicht. Ich fürchte nur, dass ich dies in meiner Lebenszeit ein Traum bleiben wird.

    LG Joshua

  22. … Die **Zwei** wird schon zeigen, wer hier zum Fossil mutiert und wer nicht. Ich fürchte nur, dass ich dies in meiner Lebenszeit ein Traum bleiben wird.

    Entschuldigung: Die ZEIT wird schon zeigen, wer hier zum Fossil mutiert und wer nicht. Ich fürchte nur, dass ich dies in meiner Lebenszeit ein Traum bleiben wird.

  23. Ärgerlich finde ich insbesondere, wenn Sicherheit suggeriert, aber nicht gegeben wird. An der B1 sind das nach meiner Erinnerung Ampeln für Abbieger, auf die mit hoher Geschwindigkeit zugefahren wird. Als Radfahrer kann man sich nun bei grüner Ampel vor den 70-km/h-Fahrer werfen in der Erwartung, dass er anhält. Oder man wartet, bis man merkt, dass er wirklich bremst.

    Zum Thema „alt werden“ habe ich hier ja schon einiges geschrieben. Auch wenn ich die Sorge gut nachvollziehen kann und Du ja (wenn ich mich recht erinnere) schonmal richtig Pech hattest, ist sie m.E. unbegründet. Menschliche Angst ist sehr subjektiv. Die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens sind ziemlich groß, von um Jahren gesteigerter Lebenserwartung liest man. Durch die leichte Erhöhung des Unfallrisikos senkt man andere Lebensrisiken, insbesondere die der Kreislauferkrankungen. Und was ist nun besser? Ein Unfall oder ein Herzinfarkt? Am besten ist, wenn die Wahrscheinlichkeit für beides gering gehalten wird.

  24. Hallo BerlinRadler!

    Grundsätzlich stimme ich Deinen Überlegungen zum Älterwerden durch sportliche Betätigung zu, Stichwort „metabolisches Syndrom“.

    Dennoch, aus meiner beruflichen Perspektive kenne ich beide Seiten der Medaille.

    Ich arbeite als Internist in der Notfallmedizin. Da gibt es in der Tat auf der einen Seite die (mal verkürzt dargestellt) Dicken, unbeweglichen, kreislaufkranken, die eher mit einem Herzinfarkt als nach Fahrradunfall ins Krankenhaus kommen. Schlimmstenfalls hat sie es sie noch hinter dem Steuer erwischt und der Daimler hat dann führerlos die Ausfahrtrampe der Stadtautobahn „aufgeräumt“.

    Auf der anderen Seite gibt es die drahtigen, sportlich aktiven Alltags-Radler, oft sogar in gut bezahlten Berufen, die freiwillig lieber Rad als Auto fahren, dann aber wegen irgendeinem „blödsinniigen Zufall“ „zermatscht“ (Pardon) per Rettungswagen in die Erste Hilfe kommen.

    Der erstgeschilderte Typus steigt meiner Einschätzung nach noch 100 Jahre nicht für weitere Strecken auf das Rad, auch mit E-Bike nicht. Und wenn, dann nur aus Kostengründen. Gerade im Falle E-Bike denke ich: Gnade Gott!

    Der zweitgenannte Typus – freilich alles sehr holzschnittartig – ist sich oft der Gefahren des Großstadtradelns nur wenig bewusst, und reagiert sehr erschrocken, wenn es doch mal knallt, und zwar gerade in Bezug auf die etwaig schweren und langwierigen körperlichen Folgen.

    Das moralische Überlegenheits-Gefühl vieler Radler, getriggert durch viele Demütigungen im Alltag und einem daraus zusammengezimmerten Weltbild, ist nicht immer Alltags-tauglich für den Großstadtverkehr. Als bedenklicher empfinde ich aber planerische Mängel, Unachtsamkeiten und Sorglosigkeiten, die gezielt zu Gefährdungen führen müssen. Diese müssten aufgezeigt und abgestellt werden! Es dürfen schließlich auch keine Bambusrohr-Grubenfallen auf Gehwegen angelegt werden!

    Das mit meinem durchgemachten schweren Fahrradunfall hast Du gut in Erinnerung. Vom unfallflüchtigen Verursacher, einem Diplomaten mit Mercedes, keine Spur bis heute. Der Unfall hat mich verändert, meinen Blick auf Dinge geschärft. Deutlichste Auswirkungen bis jetzt im Alltag:

    – Mehr Nebenstraßen
    – Mehr Zeit lassen
    – Kreuzungen antizipieren und die gefährlichen möglichst meiden
    – Mehr kommunizieren (sachlich, nicht emotional)
    – Sehr oft und sehr viele Handzeichen geben.

    Gerade zu letzterem, den Handzeichen, hat sich SEHR bewährt: Arm nicht nur Ausstrecken zum Hindernis-Umfahren (Fahrbahnparker, etc.), sondern länger gestreckt halten bzw. in der „Habacht-Stellung“ angewinkelt halten. Da wird kaum gehupt, sondern scheinbar denken die Automobilisten bei dem Zeichen: „Oh, Gefahrenstelle, mal schauen“. Das stimmt ja auch insofern, als dass ein Rechtsspurradler, der einen LKW umrunden muss, nicht mit dem gebotenen Sicherheitsabstand zugleich von einem PKW überholt werden kann.

    Ich hatte nur einmal ein Negativerlebnis: Lange Baustelle Schorlemer Allee, Dahlem, kaum Platz für ein Auto allein, geschweige denn, um mit einem PKW einen Radfahrer zu überholen. Dazu eine Beschränkung der Geschwindigkeit auf 30km/h. Ich fuhr bergab gute 30km/h und wurde dennoch von einem PKW bedrängelt. Daher entschied ich mich für mittig-in-der-Spur fahren, blockte somit die Fahrbahn, aber nur, um eine Gefahrensituation zu vermeiden. Die Autofahrerin traktierte ihre Hupe, überholte nach Ende der Baustelle (100m) jedoch ohne Gefährdung. Ein Großstadt-Kampfradler mit MTB machte mich dagegen verbal voll zur Sau, raste dann aber weg ohne die Replik zu hören, schnitt mich dabei absichtlich.

    Dieserlei Aggressionen im Alltag machen mich sehr nachdenklich. Nicht selten sind die Beteiligten im ihrem Verhalten reif für die Psychiatrie – freilich vorübergehend! Einem Bekannten, der Jura studierte, ist aus Gerichts-Praktika der Spruch eines Verkehrsrichtes aus Berlin erinnerlich: „Den mündigen Bürger gibt es hinter dem Steuer nicht“. Au Backe! Natürlich sind wir Radfahrer, so das Beispiel, von solchen Ausfällen nicht frei.

    Ganz liebe Grüsse und allen eine gute Fahrt!

    Joshua

  25. @Joshua
    +++++++++++++++++++++
    Eine Bettelampel mit nur 5 sec Reaktionszeit habe ich noch nie erlebt. Wo soll denn diese stehen?
    +++++++++++++++++++++
    In Nürnberg, Marienbergstraße 🙂 Aber scheinbar gibt’s die ja auch in Berlin in entlegenen Ecken.

    Ich würde mich als Alltagsradlerin bezeichnen, also zwischen den beiden Polen, die du genannt hast.
    Ich fahr auch gern schnell und flott und möglichst ohne ständige Unterbrechungen und bin daher froh, den Großteil meiner Radstrecke zur Arbeit außerhalb der Stadt durch Wald und Feld oder – wenn Stadt – an der Peripherie zurückzulegen. Hin und wieder fahr ich auch durch Nürnberg-City, aber so richtig Spaß macht das nicht. Man muss nämlich ständig für andere unachtsame Verkehrsteilnehmer mitdenken, abenteuerliche Streckenführungen absolvieren, sich schneiden, behupen, bepöbeln lassen; minutenlang an dämlichen Ampeln warten… kennen wir ja alle. Also, von daher bin ich froh, keine typische Stadtstrecke zu haben, das würde die Freude am Radfahren vielleicht doch einschränken.

  26. „“““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““
    Joshua schreibt:
    Donnerstag, 08.12.2011 um 11:12

    Die Denke ist so weit verbreitet, dass man als Radfahrer bei Kritik daran oft komplettes Unverständnis erntet.
    „“““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““

    Kritik auch von Radfahrern die sich nicht mehr vorstellen können selber zu entscheiden ob sie eine Ampel zum überqueren der Fahrbahn brauchen.
    Da werden eben Bettelampeln mit 5 sec. Verzögerungszeit werden als Errungenschaft empfunden. Während die Fahrbahnampel Dauergrün oder gar ausgeschaltet ist.

  27. @Joshua, ja klar, Du hast Recht. Problemlos ist der Straßenverkehr nicht, und ich gebe offen zu, oft Angst zu haben und manche Strecken wegen eben dieser zu meiden. Im Frühjahr hatte ich auch einen kleinen Unfall und brach mir einen Handknochen – ist aber alles gut verheilt. Dennoch ist, nüchtern betrachtet, das Risiko überschaubar – wenn auch nicht bei Null.

    Und dann gibt es die Leute, wie die hupende „Dame“, die einem das Leben mit voller Absicht schwer machen, warum auch immer. Da das nur die schwächeren Verkehrsteilnehmer trifft und die Entscheidungsträger eher nicht zu diesen gehören, wird das – im Gegensatz zu Übergriffen in Bus und Bahn – gesellschaftlich kaum wahrgenommen.

    Aus meinem Umfeld kenne ich die ganz gut verdienenden Radler. Ein Überlegenheitsgefühl würde ich keinem von ihnen unterstellen. Ein mangelndes Gefahrenbewusstsein jedoch fast allen. Es ist nicht so, dass man sich der Risiken des Radfahrens nicht bewusst ist – nur vermutet man sie an falscher Stelle. Das ist ein Grundproblem.

    Am Ende ist es wahrscheinlich das Beste, einen Mittelweg zu finden – einerseits auf seinen Bauch hören, sich andererseits aber statistischen Informationen nicht völlig verschließen. Und letztere sehen für den einzelnen Radfahrer besser aus, als man glaubt.

  28. „““““““““““““““““““““““““““““““““““““
    berlinradler schreibt:
    Donnerstag, 08.12.2011 um 18:12

    Am Ende ist es wahrscheinlich das Beste, einen Mittelweg zu finden – einerseits auf seinen Bauch hören, sich andererseits aber statistischen Informationen nicht völlig verschließen.
    „““““““““““““““““““““““““““““““““““““““

    Eben nicht.
    Denn ganau dieses Bauchgefühl kostet jedes Jahr vielen Radfahrern das Leben. Das Bauchgefühl ist, meiner Meinung nach, genau der Ratgeber der viele Radfahrer ins Verderben führt.
    Um endlich einmal wieder in die Objektivität zu gelangen helfen nur statistische Informationen und glasklare Analysen.

  29. Also mein Bauchgefühl ist trainiert. Auf Radwegen fühle ich mich weniger sicher und fahre vorsichtiger. Ganz weit rechts am Rand oder in der Nähe geparkter Autos fühle ich mich unsicherer. Wenn ich direkt vor einem Auto fahre, fühle ich mich sicherer, als wenn ich mich so zur Seite quetsche, dass ihm ein paar Millimeter zum Überholen fehlen.

    Mal ehrlich – wir alle haben uns Verhaltensweisen antrainiert. Die kann man ändern und mit der Statistik in Einklang bringen.

    Mehr oder weniger zumindest. Extrem befahrene Straßen sind nach wie vor nicht meins, da ist der eine oder andere etwas härter im nehmen.

  30. @berlinradler
    Das ist der Punkt.
    Dein Bauchgefühl ist trainiert durch Erfahrung, Information und Interesse.
    Doch bei bestimmt 90% der Radfahrer in Deutschland sagt das Bauchgefühl genau das Gegenteil.

  31. @berlinradler, @siggi

    Bauchgefühl?

    Eigentlich sollte das Sicherheitsdenken – und handeln beim Radfahren ähnlich dem in der Luftfahrt sein- sehr ausgeprägt. Also bei Problemen: Absteigen, analysieren, immer die Technik in Schuß halten, Systemfehler erkennen und bekämpfen, Gefahrensituationen trainieren u.s.f..

    In der Realität würde dies aber wesentlich den Spaß am Radfahren mindern und viele Wege würden gar nicht erst gemacht werden. Das Bekämpfen von Systemfehlern im Großstadt-Straßenverkehr gleicht außerdem einer Sysiphos-Aufgabe. Du schreibst völlig zu Recht, berlinradler: Die Gefahr lauert häufig an ganz unerwarteter Stelle.

    Mein persönliches Vorgehen in puncto Sicherheit gleicht immer mehr einem Postbus auf einer Serpentinentraße in den italienischen Alpen: Hupen vor engen Kurven, bremsbereit sein, aber auch die Aussicht ein wenig genießen … ein Restrisiko bleibt eben. Das Beispiel hinkt natürlich – beim Postbus setzen die anderen im Zweifelsfalle zurück oder fallen sonst von der Klippe.

    Aber egal wie sicherheitsbewusst und umsichtig wir uns verhalten …

    Dass wir fahrradfahrenden Berufspendler ganz wesentlich etwas für alle Mitbürger tun, in Bezug auf Umweltschutz, Ressourcenschonung, Flächenverbrauch, Schallemissions-Verhinderung, Menschlichermachung der Stadt, das wird allgemein kaum beachtet. Weder von „der Politik“, noch von den lieben Mitmenschen im Blechele.

    Der Radler wird eher als Störenfried, Anarcho, Fortschrittsfeind u.s.f. gesehen. Ich frage mich oft, von welchem Benzinpreis an diese Bewertung geändert wird. Schätze mal grob so zwischen 2,50 und 3,00€. Wenn nicht dann alle den 3L-Westentaschenferrari fahren, oder stromen.

    Dass allein humanistische und / oder wissenschaftliche Überlegungen ein Umdenken breiter Bevölkerungsschichten hin zu mehr Fahrradmobilität hervorrufen könnten glaube ich indes kaum noch. Dabei ist Masse die beste Politik: sichtbar sein, ebenbürtiger Verkehrsteilnehmer.

    Das Gute zum Schluss, Gedanke zum Winterradeln …

    Den Benefit vom Radfahren, von berlinradler oft und gut beschrieben, erleben die meisten Mitmenschen gar nicht: Frische Luft, Freiheit, Bewegung, die Jahreszeiten „mitmachen“. Dann lieber Benz und Muckibude, so ähnlich die Denke vieler. Bedauernswert. Fortschrittsfalle. Ich dagegen fühle mich gerade in der kalten Jahreszeit oft sehr wohl, auf der Arbeit ankommend nach einer Frischlufttour. Die mitleidigen Blicke auf gerötete Wangen finde ich immer sehr lustig. Wenn ihr wüsstet, was euch entgeht!

    Nur regnen sollte es nicht, und nicht glatt sein. Kälte allein lässt sich auf dem Rad viel besser bekämpfen als zu Fuss.

    Ganz liebe Grüsse! JoshuaOffTopic

  32. „““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““
    Joshua schreibt:
    Freitag, 09.12.2011 um 18:12

    @berlinradler, @siggi

    Bauchgefühl?

    Eigentlich sollte das Sicherheitsdenken – und handeln beim Radfahren ähnlich dem in der Luftfahrt sein- sehr ausgeprägt.
    „““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““““
    Sehe ich auch so.
    Wenn der Pilot seinem Flugzeug zu 100% vertraut, fliegt er.
    Wenn der Radfahrer Radverkehrsanlagen zu 100% vertraut, fliegt er auch.

  33. (OT @ siggi: lass doch bitte beim zitieren diese Strichelchen weg, das macht sich auf der Startseite so unleserlich)

  34. @ siggi: „Wenn der Radfahrer Radverkehrsanlagen zu 100% vertraut, fliegt er auch.“

    kann man so sagen, ja 😉

  35. ++++++++
    Michael S schreibt:
    Freitag, 09.12.2011 um 21:12

    (OT @ siggi: lass doch bitte beim zitieren diese Strichelchen weg, das macht sich auf der Startseite so unleserlich)
    ++++++++

    Mach ich.
    Ist mir leider noch garnicht aufgefallen. Sieht ja wirklich übel aus.
    Ich probiere es jetzt mal mit Plus ( + ). Hab das bei Ulrike gesehen.

  36. Lass auch die Plusse mal weg, schreib stattdessen spitzklammer-auf-blockquote-spitzklammer-zu …text… spitzklammer-auf-schrägstrich-blockquote-spitzklammer-zu
    Dann sieht das viel schicker aus:

    Mach ich.
    Ist mir leider noch garnicht aufgefallen. Sieht ja wirklich übel aus.
    Ich probiere es jetzt mal mit Plus ( + ). Hab das bei Ulrike gesehen.

  37. @nullbock-horst
    Könntest du mir das bitte programmieren? 😉

  38. [blockquote]Nullbock-Horst schreibt:
    Sonntag, 11.12.2011 um 18:12

    Lass auch die Plusse mal weg, schreib stattdessen spitzklammer-auf-blockquote-spitzklammer-zu …text… spitzklammer-auf-schrägstrich-blockquote-spitzklammer-zu[/blockquote]

    Mach ich – Danke.

  39. Geht nicht.

  40. [blockquote] Nullbock-Horst schreibt:
    Sonntag, 11.12.2011 um 18:12

    Lass auch die Plusse mal weg, schreib stattdessen spitzklammer-auf-blockquote-spitzklammer-zu …text… spitzklammer-auf-schrägstrich-blockquote-spitzklammer-zu [/blockquote]

  41. Ich lass es besser sein.
    Bitte die Testbeiträge von mir hier löschen.

  42. Ich lass es besser sein.

    Hey, siggi,

    einfach spitze Klammer statt eckiger Klammer.

    Ich lass es besser sein.

  43. Also:

    Kurze Klammerleere

    ( Dit is ’ne runde Klammer. ‚Ne öffnende.
    ) Dit is ooch ’ne runde Klammer, aba ’ne schließende.
    [ Dit hier, dit is ’ne eckije Klammer, un wieda ’ne öffnende.
    ] Wat dit is, muss ick wohl nich saren.
    { Sowat nennt man jeschweifte Klammer
    } und sowat ooch
    < Tadaa! Jenau, dit isse, jetzt mal in echt, die Spitzklammer
    > Und so isse andersrum.

    / Dit is keene Klammer nich, aber ’n Schrägstrich.

    Jut jetzt?
    Dit is ’ne eckig[

  44. Nullbock-Horst schreibt:
    Montag, 12.12.2011 um 23:12

    Also:

    Kurze Klammerleere

    Ich hoffe jetzt geht es.

  45. Es geeeeeht
    Danke Nullbock-Horst.
    Danke, dass Du mir über die Klammerleere hinweggeholfen hast.
    Man, wir haben es haut auch wieder mit dem e.

  46. Pruuuust! 😀

    Öhm, aber die sog. spitzen Klammern hätt ich jetzt mal als „kleiner als“ bzw. „größer als“ deklariert.

  47. Ehmmmm ich hqb des mit diesem sensor nit gechekt hööö hilft mir mal einer auf die sprünge ,DD 😀

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