Schwer verletzter Radfahrer – Unfallfahrer flüchtet

„Lebensgefährliche Verletzungen erlitt ein Radfahrer heute früh bei einem Verkehrsunfall in Lichtenrade. Der 37-Jährige fuhr kurz nach 5 Uhr vermutlich in der mittleren von den drei Fahrspuren des Lichtenrader Damms Richtung stadteinwärts, als er von einem Pkw erfasst wurde. Er wurde zu Boden geschleudert und blieb schwer verletzt liegen. Das Rennrad des 37-Jährigen wurde etliche Meter weiter auf die Fahrbahn geschleudert. Der Fahrer des Unfall verursachenden Autos setzte die Fahrt unvermindert in hoher Geschwindigkeit fort. Der Schwerverletzte wird derzeit in einem Krankenhaus notoperiert.
Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich bei dem Unfallfahrzeug um einen „Audi A5 Coupé“, Baujahr 2007 oder 2008. Das Auto dürfte erhebliche Unfallspuren an der rechten vorderen Seite aufweisen. Die Farbe und weitere Details zu dem Fahrzeug sind Gegenstand von Untersuchungen der Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes. Nach dem Auto fahnden derzeit die Polizeibeamten des Verkehrsunfallfluchtkommandos.
Zeugen des Verkehrsunfalls werden gebeten, sich beim Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 in der Eiswaldtstraße 18 in Lankwitz unter der Telefonnummer (030) 4664 481 800 oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden. Von Interesse für die Fahnder ist auch der Fahrer eines Autos, das unmittelbar nach dem Verkehrsunfall das auf der Straße liegende Fahrrad touchiert und anschließend seine Fahrt fortgesetzt hat. Er könnte als wichtiger Zeuge dienen.“

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 2841 vom 02.08.2011 – 11:25 Uhr

49 Gedanken zu „Schwer verletzter Radfahrer – Unfallfahrer flüchtet

Kommentare-Feed
  1. Unfassbar 🙁
    Ich hoffe der Radfahrer wir wieder gesund.
    Und ich hoffe, die schnappen den Unfallverursacher.

    Leider darf der danach sicher trotzdem wieder hinters Steuer 🙁

  2. Auf Street View ist die rechte Fahrspur zugeparkt. Angesichts dieses zum Parkstreifen umfunktionierten Fahrstreifens zu sagen, der Radfahrer fuhr auf der mittleren Spur, wird doch wieder die üblichen Reflexe auslösen: selbst schuld, warum behindert er auch vorsätzlich den armen gestressten Autofahrer (um 5 Uhr morgens im dichtesten Berufsverkehr), indem er die mittlere Spur nimmt.

  3. Na ob sich letztgenannter, der ebenfalls wegen Unfallflucht und Unterlassen der Hilfeleistung dranzukriegen wäre, als Zeuge meldet? Ich glaub’s fast nicht.

  4. Der Lichtenrader Damm ist für Radfahrer wirklich kein Spass.
    Beliebte Raserstrecke.
    Und der nichtbenutzungspflichtige Radweg ist schlecht, zu schmal und gefährlich.

  5. Ha.. na dazu passt wieder, dass ich heute Früh auf dem Weg zur Arbeit wieder diese Plakate gesehen habe, auf der Schönhauser und diesmal sogar auf der Friedrichstraße…FRECHHEIT

  6. Alter, diese Schweine fahren einfach weiter. Da kommt dann einer hinterher, „touchiert“ das Rad auf der Straße und hält auch nicht an. Das ist wirklich unfassbar. Wie kann man denn einen Verletzten auf der Straße liegen lassen? Das ist einfach unglaublich!

    Heute habe ich überigens in der Belziger Straße eine Frau durch die Luft fliegen sehen. Typ ist nach hinten rückwärts aus einer Parklücke gefahren ohne zu gucken und die Frau ist ungeberemst in das Heck des Autos gefahren. Wir nannten das früher immer „eine Sonne schießen“, sich also mit Rad überschlagen. Sah krass aus, ihr ist aber nicht viel passiert.

  7. Ja ja aber all die von Radfahrern totgefahrenen Fußgänger, die sind das Problem…Fahrerflucht ist das letzte, ich hoffe der Fahrer wird erwischt und das Verfahren nicht eingestellt.

  8. […] [via Radspannerei] […]

  9. Ick wees immer neech… sind die Kommentare hier etwas einseitig ?
    Ich fahre sowohl Auto, als auch Bike…
    Und in der Tat sind meiner Meinung nach 90 % der „Radler“ selber schuld.
    Ein Quiz: Wer hier weiß, was die Begriffe „BELEUCHTUNG“, „AMPEL“ und „VORFAHRTSREGELUNG“ bedeuten ?

    SOLLTE (!!!!!) dies auch einer der Kanidaten sein, die die o.g. Fragen nicht kennen, so gilt in der Tat: Selber Schuld & Natürliche Auslese…

    Sorry, endlose Radler meinen, weil sie kein Nummernschild haben, haben sie auch keine Regeln, und in DEM FALL (!!!!!) tut es mir auch wirklich nicht leid.

    Wenn ich die Kommentare lese, scheinen hier einige auch auf dieser Welle zu schwimmen… DANN man drüber NACHDENKEN, welche Chance der Autofahrer hat, den Radler rechtzeitig zu sehen…

    Um es gleich zu sagen: Für Fahrerflucht gilt: Pappe weg… für gaaaanz Lange…

  10. @Reality: Am Thema vorbei, unnötiger Kommentar, sechs, setzen!
    Es war kurz nach 5 Uhr, blauer Himmel an dem Morgen und garantiert ausreichend hell. Ein Autofahrer, der sich mit 50 km/h nähert hat also mehr als genug Zeit einen (vermutlich schnellen) Radfahrer auf der Strasse zu sehen.

  11. Mann, Mann, Reality…
    Selbst wenn der Radfahrer schuld wäre – was ja zur Zeit dummerweise aufm OP-Tisch nicht geklärt werden kann – muss sich der Autofahrer um den (Schwer)verletzten kümmern. Kapiert?

  12. Naja, Sonnenaufgang war um 05:26 Uhr plus die ganzen Bäume auf dem Lichtenrader Damm. Für kurz nach Fünf wäre eine StVo-Konforme Beleuchtung des Rades sicher nicht schlecht gewesen. Ich kenne aber die Ausstattung des Unfallopfers nicht. Fahrten in der Morgen- und Abenddämmerung sind immer grenzwertig.
    Und in der Tat sind meiner Meinung nach 90 % der “Dosenfahrer” selber schuld.
    Ein Quiz: Wer hier weiß, was die Begriffe “TEMPOLIMIT”, “SICHERHEITSABSTAND” und “PROMILLGRENZE” bedeuten ?

  13. Hoffentlich überlebt es der Radfahrer, beste Genesungswünsche allemal.

    Aber ich finde es sollte endlich eine Kennzeichenpflicht für Autos eingeführt werden, denn, wie ja jeder weiss, verhindert diese ja Fahrerfluchten und auch sonstige Vergehen im Straßenverkehr…

    SCNR, aber so sehr wie die Fahrerfluchten zugenommen haben konnte ich mir den Spruch nicht verkneifen, da ja fast jedesmal dies für Radfahrer gefordert wird, wenn sich ein solcher aus dem Staub macht, wenn auch meist nie mit so katastrophalen Folgen.

  14. Die Meldung von Philip, dass der Fahrer des Audi A5 gefasst wurde, ist der Polizei eine weitere Pressemeldung wert:

    Überschrift: Fahndungskommando findet Unfallfahrzeug – Zeugen gesucht

    Tempelhof-Schöneberg

    Text: „Das Fahndungskommando des Verkehrsermittlungsdienstes der Polizeidirektion 4 hat gestern Nachmittag das an dem schweren Verkehrsunfall beteiligte Fahrzeug in Buckow aufgefunden.

    Eine Zeugin alarmierte die Ermittler in die Straße An den Achterhöfen, wo ihr ein geparkter „Audi A5“ mit den in der gestrigen Polizeimeldung geschilderten Unfallschäden aufgefallen war. Intensive Ermittlungen der Fahnder führten gestern Abend zu einem 21-Jährigen, der als ständiger Nutzer des Fahrzeugs gilt. In seiner verantwortlichen Vernehmung wiederholte er die zuvor gemachten spontanen Einlassungen zu Details des Unfallhergangs jedoch nicht mehr. Die ermittelnden Polizisten konnten in ersten Untersuchungen die am Unfallort aufgefundenen Fahrzeugteile zweifelsfrei dem sichergestellten „Audi“ zuordnen.

    Im Zusammenhang mit den weiteren Ermittlungen bittet die Polizei Zeugen, die Beobachtungen am Unfallort, entlang des Lichtenrader Damms oder am Auffindeort in Buckow gemacht haben, sich mit dem Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 in der Eiswaldtstraße 18 in Lankwitz unter der Telefonnummer (030) 4664 – 481 800 oder bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden.“

    Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 2857 vom 03.08.2011 – 13:00 Uhr

  15. Manche Kommentare im TSP-Forum sind mal wieder unter aller Kanone.
    Wie Einige da versuchen Mitschuld beim Radfahrer zu suchen ist echt eine Schande! 🙁

  16. Der von dem 21-jährigen Raser in Lichtenrade / Buckow vorgestern angefahrene Radfahrer ist verstorben laut Polizeipressedienst. Rest In Peace! Beileid an die Hinterbliebenen. Kampf den Rasern!

  17. Dann bekommen wir wohl wieder so einen Prozess mit 50 Tagessätzen oder so. Schwer zu verdauen.

  18. Scheisse 🙁

  19. @Ulrike: GANZ LESEN 😉 Habe ja am Ende extra geschrieben, daß die Fahrerflucht wohl keinesfalls in Ordnung ist.

    @Philip: Ganz genau… das ist es, was ich mal zum nachdenken anregen wollte. Also ICH suche keine „Mitschuld“. Aber ich bin völlig ratlos, daß hier echt -ohne auch nur die geringste Tatsache zum Hergang zu kennen- behauptet wird, wer am eigentlichen Unfall schuld ist. Daraus schliesse ich mal, daß es noch nicht gelungen ist, über den eigenen Beitrag zur Verkehrssicherheit nachzudenken.

    Wenn „ICH“ ohne Licht fahre, ist das doch OK… müssen die anderen ebend mehr aufpassen, wenn „ICH“ bei Rot fahre, hat der Dussel im Auto ja wohl Bremsen… Junge, wach mal auf (solange du noch kannst)
    Wenn Autofahrer mit den gleichen Mängeln u.a Beleuchtung und Bremse gefunden werden, oder Rotlicht, „Rasen“ usw. bringen schreien alle auf… beim Rad ist das alles in Ordnung.

    Soo, und nun allen viel Spaß beim über diesen Beitrag herfallen…

  20. Hallo Reality!

    Ne, über Dich herfallen will ich nicht. Ein Realitäts-Check würde Dir aber dennoch gut tun.

    Auf den ersten Blick scheinen Deine Argumente plausibel. Es macht aber andererseits einen großen Unterschied, ob man 1,5 Tonnen motorisierter Masse mit 80km/h innerorts in Bewegung hat, oder ob 100kg Masse Muskelkraft-betrieben max. 30km/h fahren.

    Stichwort: Gefährdungshaftung – das fand schon in Rechtssprechung und Versicherungsklauseln Niederschlag. Was also in Foren wie diesen immer wieder diskutiert wird, hat eigentlich seitens des Gesetzgebers schon längst Paragraphen gefunden: Das Automobil gilt per se als gefährlich.

    Das soll in keiner Weise StVO-Verstösse von Radfahrern relativieren – warum denn auch? Und: Vorverurteilungen sind nicht o.k., wir alle hier beziehen uns wahrscheinlich allein auf die per Pressemeldungen zugängliche Information zu dem Unfall in Lichtenrade.

    Du musst aber auch, bitte, in Betracht ziehen, dass viele, wenn nicht sogar fast alle hier in dem Forum (einem Radfahrer-Forum) ihre eigenen, oft unguten, Erfahrungen mit dem Strassenverkehr, mit Autofahrern, mit Bedrohungen durch das sehr asymmetrische Gefährdungspotential gemacht haben.

    Ich bin nach eigenen unverschuldetem Unfall und langjähriger Beobachtung, Überdenken der mir passierten gefährlichen Situationen zu dem Schluss gekommen, dass die Hauptrisikofaktoren – in der Reihenfolge des politischen Aktionsbedarfes zu nennen – sind:

    Psychologie. Mangelndes Miteinander- und Wir-Gefühl im Straßenverkehr der Großstadt, Einzelkämpfermentalität, Frust, Aggression, Eile. Kein „Erbarmen“, kein Einfühlungsvermögen in den Anderen.

    Bauliche Unzulänglichkeiten bezüglich des Mischverkehrs. Unsinnige Verkehrsführungen, Räder und Autos werden geradezu gefährlich aufeinander zu gesteuert bzw. Aggressionspotential wird geschürt.

    Technische Unzulänglichkeiten bezüglich der in Verkehr gebrachten Fahrräder, zu viel Unsinniges auf dem Markt, das Alltagsrad erst langsam als Norm erkennbar. Technische Standards auf der Höhe der Autoindustrie erst viele Jahre später / zu spät auf dem Markt. Ich würde mal sagen. Wir sind technisch beim Rad jetzt bei 1990.

    Politische Phantasielosigkeit bezüglich zukunftsweisenden Verkehrskonzepten. Der alte Affe Angst: Lieber nichts ändern, was etwaig dem motorisierten Verkehr „schaden“ könnte („Wirtschaft“). Dass man dennoch, langsam, die schwächeren und umweltfreundlicheren Verkehrsteilnehmer besser schützen und fördern will, geht aber nun mal nicht ohne Einschränkungen für Kfz und Lkw. Krankheit der Moderne: Man will zu viel – eigentlich nämlich Alles, und sofort. Kompromisse, das dem Bürger erklären, sich nicht für unhaltbare Versprechen und Parolen wählen lassen – das wäre mal was. Denkt daran im September!

    P.S.: Ich habe gerade selbst zweieinhalb Wochen ein Kfz in Berlin leihweise zur Verfügung gehabt. Fahre sonst eigentlich alles mit dem Rad, bereits seit 2000 ausschließlich, bspw auch längere Wege: Wedding – Schöneberg – Wannsee, aus beruflichen Gründen. Habe das Leih-Auto („gieße bitte unsere Pflanzen während wir weg sind …“) ganze zwei Male benutzt und dabei jeden bemitleidet, der tagsüber im Berufsverkehr Berlin fahren muss, durch Baustellen, Staus, Nadelöhre, etc.. Man wird ja verrückt in der Blechkiste! Dazu. Man kann nicht mal eben aussteigen, anhalten, die Schönheit der Stadt abseits der Rennbahnen genießen. Wer dennoch Auto fährt, der muss wohl, ist gehbehindert, hat ein wesentliches Transportproblem, oder vlt ein Problem in seinem Kopf.

    Nur meine bescheidene Meinung.

    Liebe Grüsse, allseits Gute Fahrt, gebt acht!

    Joshua

  21. Am Ergebnis dieses Verfahrens wird man merken wie einfach es ist mit einem Auto jemand zu töten und auch nach Fahrerflucht relativ ungeschoren wegzukommen, was wetten wir das Herr „21-Jahre mit Vattis Auto“ nicht ins Gefängnis muss?

    Willst du jemanden töten in Deutschland, nimm das Automobil…

    Ich könnte kotezn!

    Und da gibts wirklich noch leute die gegen Automatische Bremselektronik bei auftauchenden Hindernissen Argumentieren? Der Mensch scheint nicht geeignet dafür ein Geschoss wie das Automobil sicher zu bewegen…

  22. Joshua, DAAANKE… das ist wenigstens ein durchdachter Kommentar.
    Obwohl ich nicht denke, daß 80 die Durchschnittsgeschwindigkeit in Berlin ist 😉

    Und in der Tat scheinen Politiker auch keine Kenntnis der „praktischen Realität“ zu haben, über die Stadt, die sie regieren…
    Radwege sind in der Tat oft „suboptimal“, kaputt, als Ausweichparkplatz missbraucht, und, und, und…
    Müssen wir nicht drüber reden, und wie gesagt, ich kenne die Strasse auch von beiden Seiten, Auto, und Fahrrad…

    In der Tat… hatte ich beinahe mal einen „ähnlichen Unfall“, bei dem ich durch ein einkreuzendes Auto bei Dunkelheit gesehen habe, daß so ein „Möchtegern-Tour-de-France König“ mal ohne Licht in dunkler Kleidung mit seinem Rennrad mitten auf der (nicht beleuchteten) Fahrbahn fuhr.
    Ohne das andere einbiegende Fahrzeug wäre seine Chance NULL gewesen. Die präsente Erinnerung daran motiviert mich, eine Beleuchtung am Bike zu haben, den Radweg -so möglich- zu benutzen, UND auch mal auf dem Rad darüber nachzudenken, wie die Welt hinterm Lenkrad aussieht.

    Andere Beispiele sind ebend enge Strecken, wo du mit dem Auto nicht ausweichen KANNST, weil Links und Rechts zugeparkt ist… dann haut der „Berufsradler“ noch in die enge Stelle zwischen, und winkt noch freundlich mit dem „Finger“ oder einer Faust…
    (Und an der Stelle wünsche ich ihm von Herzen nen 40-Tonner)

    Wenn ich also die Kommentare hier lese (und selbige SO verstehe, daß auf der Strasse nur einer Recht(e) hat: Der Radfahrer) würde ich ebend jenen Sarkasten und „TSP-Ermittlern“ den Gedanken an das eigene Verhalten, welches oft zu schweren Unfällen beitragen kann, nahe legen…

    Und da wird ebend die genannte Gefährdungshaftung mal gerne „missbraucht“ und ausgenutzt. Draufhalten, und wenn’s knallt, ist ja der andere der „Dumme“…

    Wohlbemerkt: Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren !!
    Das richtet sich hier speziell an o.g. Kommentare, und ich nehme ebend an, daß jemand, der dies so schreibt, auch SO fährt…

  23. P.S.: Es gibt auch Leute, die täglich das Auto in Berlin benutzen, weil sie aus dem Umland kommen, damit z.B. 50KM oder mehr zu touren haben, und zu einer Zeit mit der Arbeit beginnen, wo „Öffentliche“ keine wirkliche Option sind.

  24. @Reality: Ich rate zum Reality check, du redest hier in den Kommentaren zu Totschlag via Automobil darüber das ja „unserer Meinung nach“ nur die Radfahrer Rechte haben? Geht es noch etwas zynischer? Rechte und Pflichten sind bei allen Verkehrsteilnehmern gleich, leider setzt sich der „stärkere“ Verkehrsteilnehmer öfter mit tödlicher Folge über eben diese hinweg. Und ich glaube mehr Leute die für mehr Rücksichtsvolles Miteinander auf der Straße als hier findeste kaum irgendwo.

    Problem ist halt, der „stärkere“ Verkehrsteilnehmer sieht im Miteinander fast immer nur die Behinderung, ob aus Unwissen über die Regeln (das allseitbeliebte „DA ISN RADWEG DU *****“) oder einfach nur aus Menschenverachtung/RoadRage (anders kann ich mir eine Fahrerflucht wie in dem Beispiel nicht erklären) Schön auch das du genausowenig Ahnung hast was passiert ist, aber erstmal sagst der Radfahrer war bestimmt unbeleuchtet, und gesetz dem Fall dem war so, isses dann okay ihn Totzufahren und abzuhauen? Nee Unfälle können immer passieren, Fahrerflucht ist immer Absicht, das Auto fährt nicht von alleine weg.

    Und zu deinem Beispiel mit dem nicht Ausweichen können, ja wenn ein anderer einen Fehler macht muss man als guter Verkehrsteilnehmer damit Rechnen und etnsprechend besonnen fahren, eben damit jeder Arsch um einen Herum ein Arsch sein kann ohne jemanden zu gefährden, das klappt aber nicht ohne Sicherheitsabstand und den Verhältnissen angepasste Geschwindigkeit und dauerhafte Aufmerksamkeit.

  25. Siehste… und genau DA sind wir an dem Punkt:
    Das ich zu Totschlag rede, ist wohl eher deine freie Interpretation, jedoch keine meiner Aussagen !!! Ich rede davon, daß auch Radler mal Mitdenken sollten, und nicht nur von ihrem Recht reden !!
    Der Autofahrer MUSS ausweichen KÖNNEN… weil ebend der Radler ohne Licht fährt. Und das ist nicht zynisch, sondern DAS, was ich aus deinem Kommentar herauslese. Und genau diese Einstellung finde ich seltsam !

    Und wenn du die Kommentare darüber gelesen hast, hast du doch sicher bemerkt, daß ich inzwischen MEHRFACH geschrieben habe, daß es für Fahrerflucht keine Rechtfertigung gibt… würde daher um ein besseres Argument bitten 😉

    Dann gleich noch den neuesten dazu:
    http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/353526/index.html

    Und nun hier ist es zumindest deutlich geschrieben, wer wessen Vorfahrt missachtet hat. Sicherlich hätte sich der LKW deiner Meinung nach in Luft auflösen müssen. Ich habe mir auch gleich eine „Bazaubernde Jeanny“ für’s Auto bestellt.

    Wer also den Reality-Check braucht, Ich, oder die Kollegen, die denken auch nen Sportbike mit „ohne Bremsen“ (und davon sind nun auch schon genug beschlagnahmt…) währe geeignet um am Verkehr teil zu nehmen.

    Ich habe den Eindruck, daß es Menschen gibt, die nicht verstehen WOLLEN, daß 40 Tonnen nen ziemlichen Bremsweg bei 50 haben… genau, wie die Hälfte der Stadt (incl. Autofahrer und Fußgänger !!!) keinen Plan mehr von den Ampelfarben hat…

    Gut, streiten wir da nicht weiter… scheinbar geht Nachdenken manchmal erst zusammen mit der Natürlichen Auslese…

  26. und die auslese treffen auto- und lkw-fahrer oder wer?

  27. Am Thema vorbei…

    Auch hier höre ich nur „Die Auslese treffen“, als wenn das VORSATZ wäre und kein Unfall… aber um bei der Frage zu bleiben: Die Auslese hat der Radler selbst getroffen…

  28. hier gibt es leute die sich gut mit der unfallstatistik auskennen, die können dir sicherlich genau erklären, dass hauptunfallverursacher immer noch autofahrer sind und wie es berlinradler mal so ähnlich ausgedrückt hat: selbstgefährdung wird scharf verurteilt, im gegensatz zur fremdgefährdung, die eher als kavaliersdelikt gewertet wird.

  29. „Auf Street View ist die rechte Fahrspur zugeparkt.“
    Wer zählt endlich mal solche Falschdarstellungen?

  30. „hier gibt es leute die sich gut mit der unfallstatistik auskennen, die können dir sicherlich genau erklären, dass hauptunfallverursacher immer noch autofahrer sind“

    Da ist nicht viel zu erklären: Seit Jahren liegt laut dem Deutschen Statistischen Bundesamt – nach Ersteinschätzung der den jeweiligen Unfall aufnehmenden Polizisten – in gut 70% aller Unfälle mit Personenschaden zwischen einem PKW- und einem Fahrradfahrer die Hauptschuld beim PKW-Fahrer.

    So einfach.

    Aber der Vollständigkeit halber auch: Ebenfalls seit Jahren liegt laut dem Deutschen Statistischen Bundesamt – nach Ersteinschätzung der den jeweiligen Unfall aufnehmenden Polizisten – in rund 70% aller Unfälle mit Personenschaden zwischen einem Radfahrer und einem Fußgänger die Hauptschuld beim Radfahrer.

    Reines Glück im Unglück für die Fußgänger, dass die Folgen dieses egoistischen, rücksichts- und niveaulosen Radfahrerverhaltens gegenüber Fußgängern nicht gar so tödlich sind, wie die des aus ebendiesem Grund nochmals um Dimensionen lebensverachtenderen verbreiteten Autofahrerverhaltens gegenüber Radfahrern.

  31. Problematisch finde ich, dass einige Verkehrsregeln von niemandem beachtet werden und sich keiner daran stört.

    Ein Argument in dieser Diskussion ist, dass ein dunkel gekleideter Radfahrer auf unbeleuchteter Fahrbahn immer selbst Schuld an jeder Art von Unfällen ist. Was ist aber mit dem Fußgänger, der ohne jede Bekleidungsvorschrift am Straßenverkehr teilnehmen und in manchen Fällen auch auf der Fahrbahn laufen darf – nämlich wenn kein Gehweg vorhanden ist? Damit hat ein Fahrzeugführer zu rechnen und seine Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. So steht es in der STVO, es macht im Grunde niemand, da die resultierenden Höchstgeschwindigkeiten bei Dunkelheit den Straßenverkehr „lahmlegen“ würden. Das ist ein unausgesprochener Kompromiss zu Lasten der Sicherheit, auf den man in solchen Diskussionen hinweisen muss.

    Schade finde ich auch, dass immer nur auf wenige Regeln hingewiesen wird, die oft unfallstatistisch irrelevant sind, während die wichtigen Regeln (Geschwindigkeitsbegrenzungen, Vorfahrtregeln) an manchen Stellen von nahezu jedem gebrochen werden, ohne dass sich jemand daran stören würde.

    Dass viele bei den unfallrelevanten Fehlverhalten Scheuklappen aufhaben und sich dann über wenig unfallträchtige Ordnungswidrigkeiten aufregen, finde ich schade. Wobei das eher aus Unwissenheit geschieht, die man hier ja durch das Mitlesen abbauen kann.

  32. @Dr. Unterhose, also bei meinem Streetview parken auch viele Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur. Feinster Asphalt – und rechts daneben sehe ich einen 1/3 so breiten „Radweg“ mit feinster Pflasterung.

  33. Verzeihung, ich meinte nicht Dieters Hinweis selbst, sondern die Falschdarstellungen in den Mitteilungen und Meldungen, die beinahe schon ein System zu haben scheinen. Die sollte man mal auseinander nehmen.
    Zwar mag formal richtig sein, daß die mittlere Spur benutzt wurde. Bei anderen Gelegenheiten wäre aber die Unbenutzbarkeit der rechten Spur erwähnt worden, wenn man die Position denn überhaupt erwähnt hätte.

  34. Ja, bei der Polizie schwingt gern das „selber Schuld“ mit, Fußgänger achten nicht auf den Verkehr ( auch wenn sie 3 Jahre alt sein sollten) Radfahrer werden als schwarz gekleidet erwähnt, bei Autofahrern wird nie auf Autofarbe oder Farbe der Kleidung hingewiesen…

  35. Ich geb’s auf…

    Statistik… OK, 70 % der HAUPTSCHULD, was durchaus Mitschuld zuläßt…
    Und JA, die STVO läßt die Benutzung der Strasse zu, und sie regelt auch Beleuchtung 😉
    Aber wie schon X mal geschrieben: Radfahrer dürfen das.

    Und womit ich hier auf Taube Ohren stosse war der KERN meines Gedanken:
    Es geht nicht darum wer woran Schuld ist, sondern um die Frage, was EIN JEDER tun kann, damit es nicht zum Unfall kommt. LICHT ist dabei sicher hilfreich, und die Frage: WAS tut dem Radfahrer weh, Licht an sein Fahrrad zu machen, und dieses zu benutzen ?
    Vielleicht kann irgendwer diese Frage beantworten ? (oder ist dies „Eine Frage der Ehre“ ?)
    Und JAA, der Gesetzgeber gestattet die Nutzung der Fahrbahn, obwohl Radwege vorhanden sind…

    Das komische ist: Hier wird mit dem Finger auf andere gezeigt, wie sie sich so schlecht und falsch und vor allem RÜCKSICHTSLOS verhalten. Und mit genau dem gleichen Argument rechtfertigen hier einige die eigene Rücksichtslosigkeit im Strassenverkehr: ICH darf ohne Licht, ICH darf auf der Strasse… Die Anderen müssen Rücksicht nehmen.
    Das, was bei ANDEREN Verurteilt wird, wird für sich selbst als RECHT eingefordert…

    Und genau DAS ist die Schuld an XXX Prozent aller Unfälle (nicht vom Amt oder Statistisch bewiesen 😉

    Ein schönes (langes ?) Leben noch 😉

  36. @ reality: Naja, so eine Diskussion kannst Du ja gerne gelegentlich führen. Aber nicht unbedingt, wenn gerade ein Toter in dieser Geschichte vorkommt, die nichts an Rücksichtslosigkeit beim Opfer und alles an Rücksichtslosigkeit beim Täter erkennen läßt.

  37. Ah, heisst das du trollst woanders weiter? Sehr schön,
    Reisende soll man nicht aufhalten…

  38. Ja der Michael hat Recht, was ich halt für zynisch halte ist es, diese Diskussion an einem Thema zu führen wo erstens keine Verfehlung des Radfahrers zu erkennen ist (zumindest dem Wissen aus den PM der Polizei nach) und dieser Umgebracht wurde inklusive Fahrerflucht.

    Der Blog und die Kommentare geben sicherlich bessere alte Themen her um über Rücksichtlosigkeit im Straßenverkehr diskutieren kannst. Falls du sinnentnehmend lesen kannst wirst du feststellen das keiner abstreitet das es die bei allen Verkehrsteilnehmern gibt, jedoch 2Tonnen Fahrzeug bei 50kmh idR. tödlicher sind als 100kg mit 25-30mh, und ja da muss man dann auf die Statistik verweisen, alles andere ist Anekdotisches Wissen und Einzelerfahrungen, als halbwegs Intelligenter Mensch sollte man sich nicht auf sowas verlassen, weil es kein relistisches Bild der Gefahren widergibt.

    So genug Trollgefüttert

  39. Das ist ja wirklich eine traurige und zugleich unfassbare Geschichte. Mein Beileid gilt den Angehörigen. Mir fehlen die Worte.

    Ist denn eigentlich herauszufinden, wo und wann die Gerichtsverhandlung stattfinden wird? Sie wäre zumindest ein guter Anlass zu demonstrieren, dass man als Radfahrer/in täglich von autoseitiger Rücksichtslosigkeit betroffen ist und dabei stets nur hoffen kann, nicht den 21jährigen Audi-Fahrer hinter sich zu haben oder andere Todesbringer.

  40. „Es geht nicht darum wer woran Schuld ist, sondern um die Frage, was EIN JEDER tun kann, damit es nicht zum Unfall kommt.“

    Hmm, von mir ausgehend:

    – Meine Räder sind alle verkehrstauglich, nabendynamobeleuchtet (bin zu schusselig für Batteriebeleuchtung)
    – ich fahre vorrausschauend, IMHO vorhersehbar, StVO-konform, halte Abstand zur Seite und nach vorn
    – ich fahre zu meiner (und anderer Leute) Sicherheit auf der Fahrbahn
    – ich versuche, meine Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nicht schleifen zu lassen

    Leider hält dies andere Verkehrsteilnehmer gelegentlich nicht davon ab, mich zu schneiden, auszubremsen, abstandslos zu überholen, anzuhupen, anzupöbeln – sprich einen bunten Strauß an Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mir gegenüber zu begehen.

    Fazit: Ich kann mich offenbar noch so vorrausschauend und StVO-konform im Straßenverkehr verhalten, es bewahrt mich nicht davor, im schlimmsten Fall über den Haufen gefahren und liegen gelassen zu werden.

  41. @Reality, dass Beleuchtung nötig ist und die Regeln eingehalten werden sollten, ist in diesem Blog weitgehend Konsens. Hier hat keiner behauptet, er dürfe ohne Licht fahren. Auch, dass das eigene Verhalten Unfälle verhindert, ist Konsens. Dieses Thema wurde hier schon oft angesprochen.

    Dennoch ist es sinnvoll, sich beim eigenen Fehlverhalten insbesondere auf die unfallrelevanten Ursachen zu konzentrieren. Licht und rote Ampeln sind eine nette Sache, und in der Unfallstatistik ganz weit unten. Das mag für Dich neu sein und ärgerlich, weil wir diese beiden Themen hier so „herunterspielen“. Es ist aber auch eine Chance, mal zu gucken, welches Verhalten am häufigsten zu Unfällen führt.

    Und um Missverständnisse zu vermeiden – ich fahre mit Licht, beachte jede Vorfahrt und halte mich an die Regeln. Dennoch ärgere ich mich nicht über Lappalien, sondern über die echten Gefährdungen – eben weil ich mich mit dem Thema schon lange auseinandersetze.

  42. Könnte mal jemand die UNMENGEN von SPAM wegräumen?

  43. Der Fahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht zu einem Jahr Haft mit Bewährung verurteilt worden und muss 25.000 Euro Schmerzensgeld an die Mutter des Opfers zahlen.
    Zudem bekommt er eine zweijährige Führerscheinsperre. Quelle (taz/dpa)

  44. Zudem bekommt er eine zweijährige Führerscheinsperre.

    Das ist hart. Das ist eindeutig Siegerjustiz der Radfahrermafia. Mein Gott, da ist dessen Leben ja zerstört, das bekommt man nie wieder heraustherapiert …

  45. Wenn man denn mal jemanden los werden will, mit der Blechdose geht es halt am „billigsten“.

  46. Tja, 25tsd Aua-Geld … in einem total anderen Fall, hat ein Kapitän zur See 25tsd abdrücken dürfen, im Gegenzug wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt, wegen geringer Schuld. Es ging dabei im wesentlichen um unterlassene Hilfeleistung.

    1 Jahr auf Bewährung, 2 Jahre Sperre und den Gegenwert einer ordentlich getunten Adrenalinschleuder … wow, was für eine Strafe für bewußt hirnloses Verhalten mit einer Kfz-Waffe.

    Gnädig, gnädig …

    PS: Ach jo, der Link zum Artikel:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bewaehrungsstrafe-autofahrer-toetet-radfahrer/6279338.html

  47. @Reality…auch wenn die sache mittlerweile 2jahre her ist kann ich dir nur sagen das mein cousin von oben bis unten beleuchtet war als fahrradfahrer (durchaus nicht ) üblich und ja er ist auch auf der strasse gefahren mit helm und allem drum und dran aber da er eine rennmaschine hatte(die strecke zur arbeit war sein training) konnte er mit soviel (ca. 40km/h) nicht auf dem radweg fahren. der autofahrer war laut gutachten ca.50km/h schneller als mein cousin auf dem rad. jetzt ist die frage an dich wer ist schuld? bevor hier öffentlich über leider nicht mehr lebende geurteilt wird erst nachdenken und dann vielleicht reden

  48. […] Radspannerei] Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Berlin, Verkehrsunfall und verschlagwortet mit […]

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