Naviki expandiert dank EU-Förderung nach ganz Europa

Seit 2009 bietet die Fachhochschule Münster den kostenlosen Fahrrad-Routenplaner Naviki an, ein Online-Routenplaner für Fahrradfahrer mit nutzergenerierten Touren. Zusätzlich zu den  Routen liefert das im Beta-Stadium befindliche Naviki Streckendaten wie Länge, geschätzte Fahrzeit und ein Höhenprofil. Die Verbindung lässt sich als GPS-Datei in diversen Formaten (.kml,.gpx,.ovl) herunterladen und auf einem GPS-Gerät oder einem Smartphone mit auf die Reise nehmen. Wie auch bei der OpenStreetMap können und sollen die Nutzer das Material mit eigenen Strecken und Wegen erweitern.

Noch ist das Kartenmaterial bei Naviki auf Deutschland beschränkt, aber schon bald will der Routenplaner europaweite Daten liefern. Zu diesem Zweck fließen1,6 Millionen Euro der Europäischen Union in das Projekt „Naviki – Energy Efficiency through Web 2.0 Bicycle Navigation and Communication“.

Naviki
Fachhochschule Münster: EU-Förderung: Naviki liefert bald Radrouten in ganz Europa

17 Gedanken zu „Naviki expandiert dank EU-Förderung nach ganz Europa

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  1. What the hack?
    Jeder Navigator ist nur so gut wie sein Kartenmaterial.
    Routen nach Strßenkategorie zu erstellen ist jetzt nicht gerade der Hit.
    ist ja ungefär so wie beim normalen Navi die Einstellung:
    Autobahnen und Mautstraßen meiden…
    Und für ein User Generated digitales Radwegenetz
    müsste sich die Radfahrergemeine erstmal auf eine
    Platform einigen wie zB Opencyclemap.org
    um eine möglichts große Flächenabdeckung zu erreichen.
    Aber immerhin schon mal eine gute Fingerübung für das
    Labor für Software Engineering der FH Münster
    und deren Studenten.

  2. lange Routen aus radweit.de zu digitalisieren dauert Stunden – auf den ersten Blick find ich die Ergebnisse recht vielversprechend, Radstrecken aus opencyclemap.org scheinen auch priorisiert zu werden. Muss man halt mal nachfahren..

  3. Der beste Onlineroutenplaner für Wanderer und Radfahrer.
    Er ist auf OSM Basis und wird daher ständig aktualisiert.
    http://www.openrouteservice.org/

  4. … ich lach mich schlapp: „Der beste Onlineroutenplaner für Wanderer und Radfahrer“ :-)))

    Bei der Eingabe eines Startpunktes und des Endpunktes „Berlin Alexanderplatz“ oder „Berlin Alexanderstraße“ oder „Berlin Leiziger Straße“ kommt die Fehlermeldung „Please set ‚End‘ point! Enter your address in the textfield and press ‚Set‘ or use rightclick to set the point on the map.“

    Eh ich jetzt alle Straßen durchprobiere, wie bedient man denn den „besten Routenplaner“ korrekt? Oder muss ich dazu nach Heidelberg umziehen 🙁

    Und mal unter uns: Hat jemand wirklich schon mal radweit.de auf der Piste ausprobiert? Ich halte nicht nur die Art der Darstellung für chaotisch, sondern beim Vergleich der entsprechenden Empfehlungen mit meinen Erfahrungen und den offiziellen Routen praktisch unbenutzbar – ich hab’s versucht und (nach auch schon damals zu viel Zeit) dann rechtzeitig aufgegeben.

  5. @ benno: ist bei mir auch so, ich komme da auch nicht weiter..

    radweit.de find ich ziemlich klasse, bin Ostern eine Route ins Ruhrgebiet nachgefahren und fand die Strecke soweit sehr gut. Hätte ich mir die in der opencyclemap (via gpsies.org) zusammenklicken müssen, wär ich wohl nicht mit 530km hingekommen. In Naviki sinds aber nur 420 km 😉
    Ich fand die Kartendarstellung bei radweit anfangs gewöhnungsbedürftig aber letztlich sehr kompakt und nicht unübersichtlich. (Aber benutze auch hauptsächlich den Garmin)
    Wie planst Du denn deine Routen so?

  6. bin mit radweit.de nach dessau gefahren, hervorragend, ohne GPS nur die Ausdrucke, klasse system.

  7. Die Ergebnisse von Naviki erscheinen mir jetzt nicht ganz schlecht.

    Dennoch werde ich wohl bei BBBike bleiben. Letztendlich ist ein System, das Straßen nach radfahrerrelevanten Kriterien einteilt – und bei dem der Radfahrer „seine“ Kriterien auch wirklich einstellen kann, doch das beste.

    Die Naviki-Unterscheidung zwischen „fahrradfreundlich“ und „schnell“ ist mir etwas zu grob. Jeder Radfahrer hat andere Prioritäten.

    Schön wäre es, wenn man bei OSM Straßen mit Fahrrad-Kriterien versehen könnte.

  8. @Lagita … bei der Routenplanung gibt es viele Methoden: Erfahrungswissen, jahrelange Mitarbeit bei der Planung der offiziellen Radrouten, einzelne verlässliche Standard-Radkarten und eben Garmin.

    Zurzeit probiere ich gerade die Topo Polen 2011 aus. Am liebsten benutze ich den City Navigator NT Europa – aus Fahrradsicht oft auch nur mit einer Geraden als Zielführung und unterwegs gucken, was gefällt.

    Noch besser ist die GPS-Funktion des X8: Durch die Satellitenkarten navigieren (im Fußgängermodus, Rad gibt’s noch nicht) und POIs aus dem Internet mit Spracheingabe finden – sensationell! Funktioniert aufgrund der Online-Verbindung und der entstehenden Kosten bisher aber nur sinnvoll im Heimatland.

  9. Also was die innerstädtische Routenplanung angeht finde ich auch Streetview sehr praktisch, weil man vorher gut ausloten kann, ob die ruhige Nebenstrasse Kopfsteinpflaster oder Asphalt hat. Hat mir schon oft geholfen.
    Liegt aber auch daran, dass ich mir partout keine Strassennamen merken kann, sondern nach Bebauung fahre. Z.B. „an dem und dem Supermarkt dann links“ usw.

  10. „““““benno schreibt:
    Mittwoch, 15.06.2011 um 12:06

    Eh ich jetzt alle Straßen durchprobiere, wie bedient man denn den “besten Routenplaner” korrekt? „“““

    -im Feld „Suche:“ den Ort eintragen
    -das Feld „Start:“ aktivieren indem man hineinklickt
    -auf der Karte den Startpunkt anklicken
    -das Gleiche mit dem Endpunkt machen
    -dann die Verkehrsmitteloptionen auswählen und dann berechnen lassen
    -Zwischenpunkte sind auch anwählbar

    Ein GPX Track von einer 400km langen Radroute ergab hier etwa 3800 Trackpunkte.
    Naviki kam auf der gleichen Strecke nur auf 280 Punkte, ohne Nachbearbeitung ist so ein Track kaum zu gebrauchen.

  11. Köln Roncalliplatz bis Berlin Alexanderplatz ergab bei Openroutservice mit den Optionen Fahrrad – kürzeste Strecke einen GPX Track von 545 km und 7329 Trackpunkten

    Bei Naviki ergab die gleiche Strecke, mit den gleichen Optionen, einen GPX Track von 527 km und 270 Trackpunkten. Durch Köln enthält der Track z.B. nur 5 Punkte. Wer soll danach fahren?

  12. … also der „beste“ Routenplaner der Welt hat bei mir irgendwie Lampenfieber:

    Eingabe als Ziel „Berlin Brandenburger Tor“

    Antwort: „Number of Results: 3 (maximum is 25)
    Did you mean:
    1. (DE) 13405 Berlin Brandenburger Straße
    (Berlin)
    2. (DE) 13597 Berlin Oranienburger Tor
    (Berlin)
    3. (DE) 12555 Berlin Brandenburgplatz
    (Berlin)“

    Also jetzt habe ich ihn mal überredet von Hönow zum Alex eine nette Route rauszusuchen „die sicherste“ (!) – das Ergebnis ist abenteuerlich!

  13. „““““benno schreibt:
    Mittwoch, 15.06.2011 um 18:06

    … also der “beste” Routenplaner der Welt hat bei mir irgendwie Lampenfieber:“““

    Scheint mir auch so.

  14. Und wenn ihr einfach eine altmodische Karte nutzt? da kann man auch wunderbar Höhenprofile erkennen, Straßen/Wege abseits von Straßen finden, usw. Hat bei mir bisher immer funktioniert.

    Jürgen

    PS: Mich wundert immer wieder, wofür EU-Fördergelder zur Verfügung gestellt werden.

  15. Juhu, eine Grundsatzdiskussion GPS / Karte 🙂

    Ich benutz beides gern. Gerade bei komplizierteren innerstädtischen Routen kann ich mir nicht merken, was ich mir für eine Strecke zusammengesucht habe. Da ist das Navi einfach praktischer. Für den Überblick hingegen ist die Karte wieder besser.

  16. […] Links dazu: FH Münster, Naviki Homepage, rad-spannerei.de […]

  17. […] (1734) 114. House of Reggae (1749) 115. Das wilde Gartenblog (1750) 116. Berlin isst Bio (1766) 117. Rad-Spannerei blog (1784) 118. Der Klima-Lügendetektor (1824) 119. Kochen für Schlampen (1865) 120. Roderich. […]

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