Rad-Schnellweg Dortmund-Duisburg geplant

Fünf Meter breit, asphaltiert, weitgehend kreuzungsfrei, steigungsarm und in den Abendstunden beleuchtet. So soll eine rund 60 Kilometer lange Fahrradschnellverbindung zwischen den Ruhrgebietsstädten Dortmund und Duisburg aussehen. Wenn alle Revierstädte und der Regionalverband Ruhr (RVR) mitziehen, dann könnte in zehn Jahren der Ruhrgebietsfahrradschnellweg Wirklichkeit werden. Der Regionalverband Ruhr finanziert zur Zeit eine Studie, die den Trassenverlauf des Fahrradwegs klären soll. „Die Fachleute sind sich einig, dass diese Strecke möglichst nah an der B1/A40 verlaufen sollte, um Alltagsnahverkehr aufs Rad zu verlegen. Von Essen aus westlich soll der Radschnellweg Ruhr (RSR) auf der alten Trasse der Rheinischen Bahn bis Duisburg führen.“

Der Westen: Ruhrgebiet plant einen Rad-Schnellweg

18 Gedanken zu „Rad-Schnellweg Dortmund-Duisburg geplant

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  1. Top! Wird Zeit, dass das Ruhrgebiet mal was für den Radverkehr tut… Und Schnellwege in so einer dicht besiedelten Region machen viel Sinn.

  2. fehlt dann nur noch entsprechende kleinteilige Infrastruktur in den Städten, damit man nicht nach dem Verlassen des Schnellweges von Autofahrern übern Haufen gefahren wird, die nicht mehr an Radfahrer gewöhnt sind…

  3. Endlich mal gute Nachrichten. Ich hoffe, dass weitere Projekte im Ruhrgebiet folgen werden. Es gibt dort nämlich einiges nachzuholen.

  4. Man darf gespannt sein wieviele Z.254 (Verbot für Radfahrer) und wieviele Z.331 (Kraftfahrstraße) im Umfeld dieses Weges kurz nach dessen Fertigstellung aus dem Boden sprießen werden. Ob es wohl nur viele werden? Oder Unzählige? :-\

  5. es wird endlich Zeit, dass erkannt wird, dass das Rad auch bei bei mehr als 5km zeitlich konkurrenzfähig ist. Ich fahre oft 15km zur Arbeit in München und bin Haustür-Haustür genauso schnell wie S-Bahn und meistens schneller als mein Kollege mit dem Auto. Das funktioniert aber nur wenn man sich Wege raussucht, die nicht so ampel- und radwegverseucht sind. Schnellradwege mit Vorfahrt, richtiger Fahrbahnmarkierung und Planungsparametern vergleichbar mit denen für Kfz würden wahre Wunder bewirken, wenn man sie richtig plant.

  6. Schnellradwege innerhalb Städten wird es nie geben.
    Wovon träumt Ihr? Von untertunnelten Innenstädten, oder Brücken vom Friedensengel zum Westpark?

  7. @Martin: Wenn du dich da mal nicht täuschst. Es gibt doch auch Schnellwege für Autos in Städten und dabei ist in den letzten Jahrzehnten das Rad bei der Planung schlichtweg vergessen worden, weil man in blinder Technikbessenheit dessen Potential verkannt hat. Diese Zeit ist nun vorbei, dem Rad werden in Zukunft Stück für Stück Flächen und Trassen zurückgegeben, die ihm vom Auto genommen wurden (nicht komplett, aber z. B. eine von drei Spuren oder so). Guck mal nach Kopenhagen, dort gibt es mittlerweile einige Straßen, die nur noch für Fahrräder und öffentlichen Verkehr befahrbar sind, das Auto wird auf die Nebenstraßen verdrängt. Radschnellwege sind auch ein großes Thema in den Niederlanden, schön, dass in Deutschland Politik und Planung auch anfangen umzudenken…

    Von untertunnelten Innenstädten und teuren Brücken träumen dabei aber übrigens nur Verkehrsplaner der 60er und 70er…

  8. na schau mal nach kopenhagen oder ins scheene cholland.
    da gibts durchaus radwege die dem konzept schnellradweg nahekommen.

  9. http://fahrradzukunft.de/13/daenemark/
    Also ich möchte keine solchen Verhältnisse.
    Ich will einfach, sicher und schnell auf den jetzt schon vorhanden Straßen von A nach B fahren.
    Und das wäre von heute auf morgen möglich. Leider fehlt der Wille an den verschiedensten Stellen. Ich denk z. B. an München, wo Radfahrer eher unerwünscht sind.
    Radfahrschnellwege, wie auch immer die aussehen sollen, wird es dort nie geben. Grad heuer sind aufgrund des schönen Wetters wohl erhebliche Zuwächse zu verzeichnen, da halten Politik, Polizei und die Postillen von der Süddeutschen bis zum letzten Käseblatt brav zusammen um jedem Radfahrer den Spaß zu verleiden und die „Radl-Rowdies“ klein zu halten.

  10. @Martin
    „Schnellradwege“ gibt es auch in der Schweiz schon seit langem. In Basel beispielsweise geht es recht zügig Richtung Basel Stadt Innenstadt auf einem nahezu kreuzungsfreiem Radweg (Brücken über zu querende Straßen):

    Veloroute Basel 1
    Veloroute Basel 2
    Veloroute Basel 3
    Veloroute Basel 4

  11. Auf einer 5 Meter breiten Fahrbahn könnte nicht mal ein Auto parken – die engste Nebenstraße ist breiter als der genannte Fahrradschnellweg. Das zeigt, wie einfach ein solcher Weg auch in Großstädten einzuführen wäre. Flächen gibt es in Berlin genug, z.B. die Spree begleitend oder an Bahntrassen entlangführend. Man muss es eben nur wollen – aber so weit ist die Politik noch nicht.

  12. In manchen Zeitungen wird dieses Projet mit A40-Still-Leben veglichen. Wenn die Radfahrer genau so fahren wie an diesem Tag, wird der Rad weg eine Katastrophe.

  13. Wieso? Konnte da jemand fahren???

  14. Berlinradler hat recht! Gebt uns 20% der existierenden Straßen als Fahrradstraße + Tempo 30 auf dem Rest ausser Autodurchgangsstraßen und gut is. Kost nix und 10 Jahre auf einen Radschnellweg warten is ja wohl eher der Witz. Es dauert länger nen Radweg zu bauen als ne neue Energieversorgung auf die Beine zu stellen????? Das entlarvt sich als Ablenkungsmanöver selbst wenn es gut gemeint sein SOLLTE

  15. P.S.: Die Bilder der Velorouten in Basel zeigen exakt wie man es NICHT machen soll: Vermeintlich schnell befahrbar aber mit 1000 toten Winkeln und unübersichtlichen Ecken. Das ist kein Schnellradweg sondern geplante Körperverletzung. So was kann man sicher max mit 15 befahren. Kenn ich noch aus Nürnberg. Da hats Tote gegeben. Langsamfahren hat natürlich auch was, aber dann isses halt kein Schnellweg.

  16. im grunde ist die idee einfach genial..durchradeln ohne grossen zeitverlusst..leider wird es wie es hier im ruhrgebiet am geld und am letzten willen der politik scheitern..lieber gibt man millionen dafür aus eine autostrass um eine spur zu verbreitern.

  17. Mit solchen Ideen ist man doch endlich mal auf dem richtigen Weg! Allerdings ist der Zeitraum von 10 Jahren unglaublich. Und so, wie man das kennt werden schnell aus 10 Jahren 15 werden. Der Ansatz ist gut, aber das Resultat bleibt abzuwarten …

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