Radfahrer #7: Herbie, 36, Berlin-Kreuzberg

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Was für Räder fährst du?
Ich hab ein „checker pig“ für den Alltag, ein altes „Apothekerrad“ für kleine Transporte und neuerdings dieses Esimex Lastenrad, das ist im Kollektivbesitz – und mehrere Leute/Gruppen nutzen es für grössere Transporte.

Was bedeutet Dir Dein Fahrrad?
Eine Freiheit jenseits von öffentlichen Verkehrsmitteln, dazu schnelles Vorankommen, gelebtes Umweltbewusstsein und oft auch ein gemütlich durch die Stadt fahren und die Stadt anders wahrnehmen, als aus dem Bus oder Auto heraus.

Wie benutzt Du Dein Rad? Wie sieht Dein Fahrrad-Alltag aus?
Ich fahre fast das ganze Jahr und alle Wege die jenseits meines Wohnblockes sind, mit dem Lastenrad fahre ich dann auch noch Produkte aus die ich mit meinem Kollektiv „Schnittstelle“ vertreibe.

Wie pflegst Du Dein Rad?
Viel liebe und gut zureden, OK, kleine Sachen mache ich selbst, hin und wieder Öl an die Kette, platten flicken, alles andere lasse ich gerne machen

Was könnte die Situation für Fahrradfahrer_innen verbessern?
Manchmal denke ich es sollte zum Auto-Führerschein machen dazugehören, dass mensch 2 Monate Fahrrad fahren muss, aber mit so Strecken die über den Kotti gehen und viel an schlecht gesicherten Baustellen oder da wo Fahrradwege einfach aufhören, vielleicht würde das schon ein wenig helfen.

Herbie, 36, Kreuzberg-Berlin, Mitglied im Kollektiv Schnittstelle, die Produkte vertreiben, die in Kollektiven, Genossenschaften, Kommunen oder Kleinstproduzenten produziert werden.
Schnittstelle

5 Gedanken zu „Radfahrer #7: Herbie, 36, Berlin-Kreuzberg

Kommentare-Feed
  1. Hey, ih hab kürzlich Deinen Blog abonniert und freu mich jedes Mal, wenn es einen neuen Post gibt (naja, ausser die Unfallmeldungen, schon erstaunlich, wie oft soetwas passiert, da fahr ich gleich vorsichtiger 🙂
    Danke!!

  2. Interessantes Interview! Gibt’s bald mehr davon? Von anderen Radlern, meine ich? Fände ich super. 🙂

  3. Wassen ein Apothekerrad?
    Fährt das noch mit Waschbenzin aus der Apotheke?

  4. jo, „die radler von neben an“ zu interviewen ist eine super idee !!!

  5. Ich fahre ein Berliner Lastenrad und ich finde es spannend, wie z.B. am Kotti ich teilweise angepöbelt werde, weil man mir ausweichen muss, weil ich einfach zu breit bin, oder es gibt einige welche an engen Stellen hinter mir klingeln oder hupen, weil es ihnen nicht schnell genug geht.
    Ich halte einen Führerschein zwar für übertrieben, doch irgendwie muss man ein Benehmen in den Verkehr bringen.
    Ein toller Effekt ist, Autofahrer nehme einen Ernst, wenn ich bis auf 20cm an sie heran fahre, entschuldigen sie sich für ihr schlechtes Benehmen, könnte ruhig häufiger so sein.
    lg
    amad

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