Strike Bike schließt Ende 2010

Der Fahrradproduzent Strike Bike aus Nordhausen in Thüringen muss Ende des Jahres seine Produktion einstellen. Das bestätigte Insolvenzverwalter Rolf Rombach am Donnerstag in Erfurt. Strike Bike hatte in der letzten Woche Insolvenz angemeldet. Hintergrund der Pleite sind fehlende Aufträge. Strike Bike war 2007 aus einer Besetzung des Fahrradwerks Nordhausen entstanden und hatte die Fahrradproduktion mit 21 Mitarbeitern begonnen. Zuletzt hatten in der Firma nur noch zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte gearbeit.
MDR Thüringen: Strike Bike ist pleite

6 Gedanken zu „Strike Bike schließt Ende 2010

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  1. Schade. Dieses Scheitern zeigt für mich zweierlei: Gegen China konkurrieren wo heute fast alle großen und namhaften Hersteller ihre Räder bauen lassen ist enorm schwierig, vor Allem im kleinem Rahmen. Wer da nicht mitgeht geht unter.
    Zweitens war das Angebot von Strike Bike eins im unteren Preissegment, aber dafür war es eben nicht billig genug, weil hier zu vernünftigen Löhnen hergestellt.
    Wer hierzulande produziert und auf kleine Stückzahlen setzt sollte sich auf Luxus-Bikes konzentrieren.
    Ich war ein großer Fan von Strike Bike. Hoffe es gibt weitere Initiativen solcher Art, vielleicht mit einem etwas besseren Marketing-Konzept.
    Die teuren Räder für 1000 Euro die derzeit verkauft werden kommen nämlich auch aus China und gegen die lässt sich konkurrieren in einer „Manufaktur“.
    Es ist nicht das Konzept selbst verwalteter Produktion gescheitert, sondern nur deren Umsetzung durch Strike Bike.

  2. Traurig! Wir haben im August 569EUR Vorkasse geleistet! Und jetzt? Kein Fahrrad und sicherlich auch kein Geld zurück! Schade, wir wollten nur einer deutschen Firma eine Chance geben…

  3. Oh wie schade!
    Ich habe damals gleich eins gekauft und fahre es heute noch. Ein sehr schönes, stabiles Fahrrad in knallrot!
    Jetzt hatte ich gerade überlegt, ein Zweit-Strikebike anzuschaffen und mal im Web nachgesehen, was die Firma so macht. Schade.

    Gibt es noch irgendwo Original-Strikebikes zu kaufen?

  4. Schade, bin wohl zu spät. Insgesamt hatte ich mit dem Kauf gezögert, da ich gehofft hatte, dass nach den ersten Strike-Bikes ein hochwertigeres Modell nachkommt, etwa im Qualitätsbereich eines Norwid oder Aarios, bei dem man auch die Ausstattung etwas freier auswählen kann. Dafür hätte ich gut und gerne an die 2000 Euro springen lassen.

    Allgemein hätte ich erwartet, dass es vielleicht die Möglichkeit für Maßrahmen bzw. die Möglichkeit der Individualisierung gibt, da die Rahmen ja in Deutschland hergestellt wurden.

    Aber man hatte wohl die falsche Strategie. Wer in Deutschland produziert kann nicht über den Preis verkaufen. Mit Baumarktware aus China kann kein deutsches Unternehmen konkurrieren – und sollte es auch nicht.

    Strike Bike hätte von Anfang an über Qualität und ein individuell ausgestattetes Fahrrad in den Markt gehen müssen, in der Preisregion 1000 Euro und aufwärts. Bei Firmen wie Velotraum, Norwid und Aarios geht kaum ein Fahrrad unter 2000 Euro weg und die Firmen expandieren auch in schlechten Zeiten. Der Grund ist einfach, dass Leute die solche Fahrräder kaufen das immer tun, fast unabhängig von der Wirtschaftslage. Ich kann mir zwar kein Auto leisten. Das Fahrrad ist mein Hauptverkehrsmittel und da lasse ich es an nichts lumpen. Aktuell fahre ich ein Velotraum – noch mit dem guten alten Rahmen aus Tschechien, die neuen Rahmen aus Asien mache ich da auch nicht mehr mit. Daher dachte ich fürs nächste Fahrrad an Hardo Wagner, Norwid oder eben Strike Bike – so es denn ein hochwertiges Modell gegeben hätte.

    Naja, Schade eben. Ich hoffe die Leute haben wieder eine Arbeit gefunden.

  5. Wir hatten insgesamt 3 Räder von Strike Bike gekauft, schon um diesem Projekt auf die Beine zu helfen. Ein Trauerspiel, dass es schief gegangen ist. Weiß diese Zeitung, wie es den ArbeiterInnen heute geht?

  6. Tschuldigung, Ihr seid ja keine Zeitung. Aber wisst Ihr trotzdem, wie es den Strike Bike Leuten heute geht?

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