Fahrradcodieraktion in Wedding und Mitte

Die Berliner Polizei wird in dieser Woche im Wedding und in Mitte Fahrradcodieraktionen durchführen. Morgen am 18. August bietet sie in der Zeit von 11 bis 15 Uhr vor dem Eingang des Kombibades in der Seestraße 80 interessierten Radfahrern die Möglichkeit, einen persönlichen Sicherheitscode in den Fahrradrahmen einzugravieren. Darüber hinaus gibt es Tipps und Hinweise rund um die Sicherheit des Fahrrads.

Einen Tag später wird die gleiche Aktion auf dem Sportplatz in der Auguststraße in Mitte stattfinden. In der Zeit von 13 bis 16 Uhr wird die Polizei hier einen Informationsstand einrichten und fleißig weitercodieren.

Pressemeldungen Nummer 2475 und 2482 der Berliner Polizei

4 Gedanken zu „Fahrradcodieraktion in Wedding und Mitte

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  1. Für Vatis Heavy-Metal-Vollstahlbike vielleicht ok, aber für jeden, der sein Rad
    – intensiv nutzt und / oder
    – nicht ganz so dicke Rahmenrohrstärken fährt
    würde ich generell das Codieren beim ADFC empfehlen. Warum? Ich habe einmal den netten kräftigen Wachtmeistern beim Codieren zusehen dürfen. In Ermangelung einer Einspannvorrichtung bleiben die Räder stehen, und die Codierung erfolgt irgendwo am Oberrohr. Da die Codierung einen „spanabhebenden“ Eingriff in das Material und somit eine Schwächung des Materials bedeutet muss dies möglichst an einer Stelle des Rades geschehen, die hierfür geeignet ist. Alle mir bekannten Quellen empfehlen ausschließlich die Codierung im oberen Bereich des Sattelrohres. Sollte mir ein Maschinenbauingeneur ausrechnen können, dass dies egal ist, nehme ich meinen Tipp zurück. Bis dahin: Codierung möglichst hier: http://www.adfc-berlin.de/service/codierung.html

  2. hm, der rahmen ist ja überall irgendwelchen kräften ausgesetzt. eigentlich würde ich sagen, am besten fügt man ihm gar keine beschädigung zu 😉
    aber sattelrohr noch oberhalb des oberrohres sollte ok sein. wenn man das ordentlich fräst mit einer entsprechenden aufnahme, dann kann man auch die tiefe gut kontrollieren. da reichen dann 5 hundertstel, die man von der oberfläche wegnimmt, um alles gut zu erkennen, denk ich.

    gibt es denn schon irgendeine statikstik, die belegt, dass dieses codieren tatsächlich diebe abschreckt bzw. räder, die auf die art wieder aufgetaucht sind?
    ich bin da ehrlich gesagt skeptisch. jedes fahrrad ist ja „codiert“ über die rahmennummer. und ich hab noch son tollen aufkleber „mein fahrrad ist polizeilich registriert. diebstahl sinnlos“ hat das jemals was gebracht?

    da vertrau ich ich lieber einem guten schloß und einer entsprechenden anschlussmöglichkeit

  3. gute frage, ich hatte meins vor ein paar monaten bei der letzten aktion codieren lassen, oberrohr nahe dem Sattel. Ich hatte den Schutzmann dann auch nach Zahlen gefragt, der konnte mir aber nichts sagen. Zumindest sind meine Adressdaten und Rahmen Nummer so nun registriert. Ein mini Schritt gegen Diebe. Und man braucht nicht unbedingt einen Kaufbeleg, kann also mit der Ebay Möhre da antanzen.

    evtl. führt der Aufkleber auch zu vandalismus. Aber man kann den Aufkleber ja auch gegen einen Klarsichtkleber austauschen.

  4. @qx87: Der Aufkleber hält sowieso nur ca. 2 Jahre.
    @Philip: Zum Sinn der Codierung: Gelegenheitsdiebe schreckt es sicher nicht ab. Die hältst du mit zwei ordentlichen Schlössern eher davon ab, dein Rad so nebenbei mal mitgehen zu lassen. Diebe, die auf einen ordentlichen Wiederverkaufswert achten – sozusagen „Profis“ – und die auch von Mittelklasseschlössern nicht abgeschreckt werden, sind da sicher aufmerksamer. Wenn die Codierung auf dem Rahmen ist, besteht das Risiko, dass potentielle Käufer den Braten wittern, wenn der Verkäufer nicht begründen kann, warum seine Daten nicht mit denen des Rahmens übereinstimmen.
    Natürlich braucht man immer ein gutes Schloss (bzw. zwei). Die Codierung ist eine zusätzliche Abschreckung. Dazu gehören dann noch Pitlocks.
    Ach ja, zur Rahmennummer: was glaubst du, wieviele Räder können über die Rahmennummer ihren Besitzern zugeordnet werden? Wer kennt die Rahmennummer seines Rades (bzw. findet im Zweifelsfall den Kaufbeleg mit der Nummer)? Die Codierung ermöglicht es, ein Rad einer bestimmten Person (anhand des Ausweises) zuzuordnen: zeig mir deinen Ausweis und ich kenne deinen Code. Die umgekehrte Zuordnung ist nicht 100%ig sicher, es kann vorkommen, dass für zwei Personen am selben Wohnort der gleiche Code gewählt werden muss. Die Wahrscheinlichkeit ist aber klein – und dass der Code dann auch noch für den Dieb zutrifft fast gleich Null.
    Wie gesagt: die Codierung allein nützt nichts. Daher wäre eine Statistik, die aussagt, wie häufig codierte bzw. nicht codierte Räder gestohlen werden kaum aussagekräftig.
    Mehr Infos gibt es unter http://www.fahrradcodierung.info/

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