Fahrraddemo gegen Atomkraft

In diesen Tagen ist das Thema Atomkraft nicht nur in Deutschland (z.B. auch Iran) wieder ganz oben auf der Agenda. Natürlich ist das Problem Atomkraft nicht national zu lösen, aber jedes abgeschaltete Kraftwerk ist ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich ist schon der Normalbetrieb eines Atomkraftwerkes die Katastrophe.

Deshalb: rauf auf den Sattel!

Am Donnerstag, den 8.10.09 um 15 Uhr gehts los. Die Fahrraddemo startet am Adenauerplatz und führt zu den Koalitionsverhandlungen von CDU und FDP in der Ländervertretung von Nordrhein-Westfalen in der Hiroshimastr. 12-16.

Ölt eure Klingeln!

via ausgestrahlt.de

7 Gedanken zu „Fahrraddemo gegen Atomkraft

Kommentare-Feed
  1. Muss man als Fahrradfahrer gegen Stromgewinnung durch Kernenergie sein? ich bin es jedenfalls nicht !

  2. Nein, auch Idioten dürfen mit dem Fahrradfahren.

  3. Ob der Ausstieg aus der Atomkraft wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, sei mal dahin gestellt. Ich hab aber kürzlich einen sehr schönen Aufkleber gesehen: Design wie oben, drumherum „Atomkraft? Nicht schon wieder.“. 🙂

    Tobi

  4. Ah, cool das Endlagerproblem ist endlich Gelöst.
    Alles zu Fury in die Bude, der hat damit kein Problem.

    Oh gott ich fürchte ich beschwöre gleich die Mär vom billigen und sauberem Atomstrom herauf.

    Einfach mal bei Greenpeace informieren, billiger isser nicht, da stark subventioniert und sauber, nunja Co2 wird relativ wenig produziert, aber gegen Uran und die anderen Strahlenden Problemchen ist Co2 nen Witz.

    Kann leider dennoch nicht mit :-/

  5. Interessant, aber auch traurig ist doch die Kurzsichtigtigkeit, mit der mit dem Thema der Altlasten umgegangen wird. 1 mio. Jahre müssen die hoch radioaktiven Abfälle von der Biospäre ferngehalten werden. Super. Asse und Morsleben würden (werden) binnen weniger Jahrzehnte Radioaktivität an die Umwelt abgeben. Aber bis dahin werden die meisten Entscheider von damals schon tot sein. Also kann es denen egal sein.
    Ich habe mich (auch wegen dieses Themas) ein wenig mit Geologie befasst und es gibt genug Stimmen von Geologen, die meinen, es sei völlig vermessen und totaler Wahnsinn nach einem Platz zu suchen (weltweit nach hunderten oder tausenden), die eine million Jahre vor schweren Beben, Wasseinbruch und Kompression durch Gletscher geschützt sind. So etwas gibt es gar nicht.
    Mittel- und Nordeuropa und alle Kulturen, die für uns relevant sind und auf die wir uns historisch beziehen und unsere Identität bilden, entstanden innerhalb der nun wenige tausend Jahre währenden Warmzeit. Mittel- und Nord-Europa sowie Teile Nordamerikas werden innerhalb erdgeschichtlich irrelevanter Zeit, also in einigen wenigen tausend oder zehntausend Jahren wieder mit Eis bedeckt sein.
    Was wird in 15000 oder 25000 Jahren mit den Abfällen passieren, die dann immer noch tödlich strahlen, wenn die Erde erneut von Gletschern komprimiert wird und die Salzstock-Hohlkammern eingedrückt werden? Natürlich wird Wasser eindringen und alles wird zurück in die Biosphäre gelangen. Menschen werden sich in 25000 Jahren nicht an uns erinnern weil es keine kulturelle Kontinuität gibt. Man kann ja heute schon nicht mehr lesen, was die Leute vor 250 Jahren geschrieben haben. Wie will man den Leuten in zehntausenden von Jahren die Informationen zukommen lassen, dass dort unten potenziell tödliche Stoffe lagern? Es ist doch heute schon klar, dass ein Großteil der weltweit in Kernkraftwerken erzeugten Radioaktivität binnen weniger Jahrhunderte wieder zurück in die Kreisläufe, die Luft, die Winde, die Flüsse, die Meere, die Organismen und die Nahrungsketten gelangt.
    Nach uns die Sintflut.

  6. Uran Uran.. ist eh noch schneller komplett verbraucht als die „Ölvorräte“. Vor allem, wenn es jetzt nach dem Wahldebakel höchstwahrscheinlich noch mehr nachgefragt wird: Mehr Urannachfrage: höherer Uranpreis. Am Markt. Ganz abgesehen davon, dass die Uranabbauer vor Ort körperlich vor die Hunde gehen und somit einen viel höheren Preis bezahlen. Wer soetwas seinen gegenwärtigen Mitmenschen antun möchte, bitte schön. In spätestens 40 Jahren ist es dann eh alles weg.

    Jeder der auf Atomverstromung setzt, vergisst übrigens auch, warum Länder überhaupt mit der teuren Investition ursprünglich angefangen haben. Frag mal Achmedinejad.

    Von der Endlagerproblematik mal ganz abgesehen.

  7. Ich halte auch nichts davon, nochmal auf eine zeitweilige Lösung zu setzen. Noch haben wir keine Energiekrise, aber wir müssen ja auch nicht mit aller Kraft daraufhinarbeiten. Wie Linda schon feststellt, sind die Uranvorkommen knapper als die Erdölvorkommen – bei gleicher Nutzung würden sie vielleicht noch 10 Jahre reichen. Die langfristige Lösung – also die, die auch nach dem Abbrennen aller Rohstoffe funktionieren würde – ist die regenerative Energie. Einzig sinnvoll ist es, sich nach und nach darauf umzustellen. Mit Atomkraft zögert man das nur wieder hinaus.

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