Unfälle unter Radlern

In den vergangenen Tagen gab es einige Unfälle unter Radfahrern, teils mit Schwerverletzen. Der Tagesspiegel macht gar eine steigende Tendenz solcher Unfälle aus.

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13 Gedanken zu „Unfälle unter Radlern

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  1. Was sollte man unternhemen, wenn einem mal wieder ein selbsternannter Verkehrspädagoge zu Leibe rückt?
    Bin gestern durch den Gleimtunnel in Richtung Gleimstraße gefahren, weiter hinten ist eine Ampel, die ich gerne mal bei Rot überfahre, wenn da nix los. Jaja, so was mache ich. Da stand dann noch so ein Kerl in einem Kleinwagen und hupte mir hinterher. Kommt ja immer mal vor. Jetzt kommts. Dann fährt er mit 25cm Abstand an mir vorbei – war klar. An der nächsten Ampel mach eich ihn darauf aufmerksam, dass er einen Sichereitsabstand von 1,5m einhalten müsste: Darauf er: „Sie fahren einfach bei Rot über die Ampel!“ Dann noch ein bisschen Geplänkel, sage ihm, dass es ja wohl überhaupt nicht gehe, hier Strafaktionen zu fahren. Antwort war ein maliziöses Grinsen und vor mir noch allerlei Beschimpfungen. Jaja, es gibt ihn noch, den aggressiven Kleinbürger. Den Spießer, wie er im Buche steht. Aus seinem Herzen Hass uns Jauche schöpfend steht er blöd in der Welt herum und weiß nicht wozu. Den Sinn erfährt er, in dem er andere Leute dranagsaliert. Ja, auch solche Leute brauchen eine Freude im Leben.

  2. Solche Leute sind in meinen Augen schlichtweg Gewaltstraftäter.

  3. @Andi: Sowas hatte ich freitag auch, allerdings mit einem Müllaster.
    Beim Geplänkel danach fielen von ihm so schöne Aussprüche wie : Bei Radfahrern passe ich nicht mehr auf, die sind für mich Luft, dann biste halt Platt.
    Das das Überholmanöver in einer 30er Zone ( bei ca. Tempo 30 da BErgab) und mit ca 40cm Abstand stattfand fand der Mann wohl ganz Normal.
    Anzeige ist geschrieben, Nummernschild hab ich mir gemerkt, Mails an div. Entsorger sind raus, vielleicht kann mir jemand sagen welche Müllabfuhr Große Weisse Autos ohne Werbeaufdrucke fährt.

  4. In den letzten Tagen ist mir vor allem aufgefallen, dass die Radfahrerspezies „torkelnde Hausfrau“ wieder verstärkt unterwegs ist. Die Sommerferien gehen eben zu Ende. Und gerade dieser Typus Radfahrerin (und ja, es sind meistens Frauen) neigt dazu, keine gerade Fahrlinie fahren zu können und noch dazu wirklich nie und nimmer Schulterblicke zu machen. Die ganz wüsten Exemplare erkennt man meist daran, dass sie Helm tragen und einen Kindersitz hinten auf dem Gepäckträger befestigt haben.

    Dann gibt es von dieser Radfahrspezies noch die leichte Abwandlung „hippe Studentin Mitte 20“, die zwar ihr Fahrgerät meist etwas besser beherrscht, dafür aber auch mal zu stärkeren Geschwindigkeitswechseln tendiert. Womit sie im Endeffekt genauso umweltgefährdend ist.

    Schwacher Trost: der Spuk ist in ein paar Wochen vorbei. Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und sobald die erste längere Schlechtwetterperiode kommt verschwinden die Räder in den Kellern. Dann können wir uns über noch mehr Blechdosen freuen, in denen dann hupende Autofahrerinnen sitzen, die gern mal als Oberlehrer tätig werden und dabei auch noch süffisant sagen „ich fahre *auch* Rad“…

  5. Tja Leute, es ist langsam soweit. Es ist ein großer Erfolg daß immer mehr Leute aufs Rad wechseln. Gerade in Berlin ist das Rad einfach das mit Abstand beste Verkehrsmittel. Und wenn wir ehrlich sind dann passt der Großteil der motorisierten Verkehrsteilnehmer auch schon ziemlich gut beim Rechtsabbiegen auf (Ausnahmen gibt es immer).

    In der Tat sind ein großer Teil der Beinahe-Unfälle die ich so Tag für Tag beim Pendeln mit dem Rad erlebe auf leichtsinnige Radler zurückzuführen. Radweg in falscher Richtung ist verdammt gefährlich, das sollte man mal der breiten Öffentlichkeit klarmachen. Und wenn man schon über Rot fährt sollte man doch bitte sich absolut sicher sein daß nicht im gleichen Moment die Fußgänger zum Überqueren Grün bekommen (auch schon gesehen). Knapp überholen und Rechtsabbieger schneiden können übrigens auch Radfahrer, ist mir schon mehrfach passiert.

    Deswegen sehe ich schon ein daß die Polizei jetzt verstärkt speziell Radfahrer kontrolliert. Im Großen und Ganzen profitieren wir als Radfahrer davon.

  6. Ach und ganz nebenbei würde man lieber Parteien wählen, die ihre Reklamepappen nicht auf Augenhöhe in den Radweg reinhängen. Gibts aber kaum. Vor ein paar Tagen wäre ich fast in die Kanzlerin reingesemmelt. Kurz drauf in die Linke… Naja, so wird den Leuten vielleicht Gesinnung reingeprügelt.

  7. Die Reklameschilder sind wenigstens temporär, fieser finde ich kopfhohe Verkehrsschilder – in Berlin glücklicherweise selten.

  8. Wahlplakate, allerdings… Bei uns in München hängt Herr von und zu und weg Guttenberg an diversen Monaco-Kurven, wo man inzwischen NICHTS mehr vom Gegenverkehr vor der Kurve sieht – sondern erst IN der Kurve. Hab schon wilde Manöver gesehen und fahre inzwischen auf der Straße…

  9. sicherlich gehört zur fahrrad-freiheit, sich nicht immer an die auto-verkehrsregeln zu halten. es sollte jedem teilnehmer am strassenverkehr klar sein, dass es trotz dieser offensichtlichen „vergehen“ wie rote ampel etc. regeln gibt, an die sich möglichts alle zu halten haben – vor allem nicht, andere zu gefährden. wer sich unbedingt bei rot gegen den autoverkehr anlegen will, bittschön. was mir aber nicht in den kopf geht, wie man als halbwegs intelligenter mensch radweg in falscher richtung fahren kann. mach ich das auch auf der strasse? dagegen muss doch mal was getan werden…

  10. Yep (Fahren in falscher Richtung). Sozialer Druck hilft. Ich schnauz´ jeden an der mir in der falschen Richtung entgegenkommt. Hab selber im Bekanntenkreis mehrere Opfer solcher Leute. Das Problem beim nicht an die REgeln halten is halt immer: MIT Umsicht und gesundem Menschenverstand geht das meistens und is teilweise sogar sicherer(wer bei Rot fährt wird nicht von Rechtsabbiegern umgefahrn) – nur wird man dann von vielen OHNE Umsicht & gesundem Menschenverstand imitiert und schon sind die Fußwege voll von rasenden Mountainbikern.

  11. Mein Arbeitsweg sind ca 4 Km , auf dieser Strecke treffe ich fast täglich auf mindestens 2 Geisterradler und mir wird mindestens einmal die Vorfahrt genommen.
    Ich hab mich heute morgen richtig gefreut , der Regen kommt und die ganzen Sommerradler verschwinden wieder im Keller (die Räder) und man
    kommt endlich wieder entspannter ans Ziel.

    Ich schnauz die Leute zwar nicht direkt an , aber nen kleinen Hinweis gibt es schon immer….allerdings erntet man meißt nur Hohn und Spott und Unverständniss…vielleicht höhlt ja steter Tropfen den Stein.

    Jetzt erstmal wieder Winter und den Radweg „fast“ für mich allein…

  12. hm, ich finds eigentlich gut, wenn viele radler unterwegs sind, auch wenn man dann natürlich mehr stress mit den geisterradlern, ohne licht fahrern, torklern usw hat.
    mich stört eher, dass der berufsverkehr mit dem ende der ferien wieder massiv zugenommen hat. das war in den ferien morgens um halb 8 echt leer auf den strassen teilweise

  13. Ein paar Radfahrer haben mich in diesem Sommer auch gestört. Am schlimmsten finde ich die, die bei rot durchrasen, obwohl die Fußgänger gerade grün kriegen – und das natürlich ohne Sicherheitsabstand. Als Fußgänger schaue ich mittlerweile nach Radfahrern, bevor ich eine Ampel überquere. Das ist schon ärgerlich.

    Als Fußgänger sind meine „Hauptfeinde“ tatsächlich Radfahrer, die die Enge auf dem Gehweg in keiner Weise stört und die keine Sicherheitsabstände und angemessene Geschwindigkeit kennen. Meine zweitstärksten Feinde habe ich insbesondere, wenn ich mit Kinderwagen unterwegs bin – der Schutzbereich der Kreuzung hat schon seinen Sinn, ebenso die abgesenkten Bürgersteige. Aber beim Parken „übersieht“ man sowas schonmal.

    Diese Empfindung ist allerdings subjektiv – die Gefahr, als Fußgänger in einen Unfall mit einem Auto verwickelt zu werden, ist ungleich höher als die Gefahr eines Unfalls mit einem Fahrrad.

    Als Radfahrer sind meine „Hauptfeinde“ ganz klar Autofahrer. Andere Radfahrer nerven manchmal, insbesondere wenn sie in ohnehin unübersichtlichen Kreuzungssituationen von irgendwo kommen, wo man sie nicht erwartet. Von Autos fühle ich mich allerdings wesentlich stärker gefährdet. Die Gedankenlosigkeit ist bei beiden etwa gleich groß, das Gefahrenpotential beim Auto aber ungleich höher. Beim Auto habe ich auch das Gefühl, dass die Fahrer eher bereit sind, anderen Verkehrsteilnehmern Risiken aufzubürden.

    Ansprechen tue ich so gut wie niemanden, das kommt vielleicht zweimal im Jahr bei den besonderen Hirnies vor. Ich selbst halte mich weitgehend an die Regeln, über Ordnungswidrigkeiten anderer ohne Gefährdung kann ich leicht hinwegsehen.

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