Hightech im Fahrradhemd

Um den Rücken von Radfahrern bei Unfällen zu schützen, hat das schwedische Unternehmen POC ein Trikot entwickelt, dessen Rückenteil einen eingearbeiteten Prallschutz besitzt. Dieser versteift sich bei einem Unfall und schützt so den Rücken. Der Aufprallschutz besteht aus Kammern, die mit einem speziellen Polyurethan-Schaum gefüllt sind. Dieser Schaum kann seine Festigkeit ändern. Die im Schaum enthaltene Luft kann bei einer leichten und langsamen Verformung durch winzige Kanäle entweichen und das Trikot bleibt weich. Bei einem harten Stoß hingegen kann die Luft nicht schnell genug entweichen und versteift das Material.

Wenn man der Nachricht Glauben schenken kann, halten die Protektoren mehrere Stürze aus, da sie nach dem Aufprall ihre ursprüngliche Form wieder annehmen.

heise.de: Aufprallschutz im Hemd
Dank an Daniel für den Hinweis.

4 Gedanken zu „Hightech im Fahrradhemd

Kommentare-Feed
  1. Über sowas habe ich schon öfters nachgedacht. Ich fahre auch ungerne mit harten Gegenständen im Rucksack, weil ich mir einbilde, dass die meinen Rücken gefährden könnten.

  2. mit etwas glück verteilen die harten gegenstände die unfallenergie auf ne größere fläche … wenn man pech hat drückt sowas aber auch ungünstig auf rippen oder wirbel. rippen tut weh, wirbel vlt gar nicht mehr ….

    wer eh mit dem rucksack unterwegs ist sollte vlt auch über nen motoradrucksack nachdenken. die sind zt als zusätzliche protektoren ausgelegt.

  3. Besonders der erste Satz des heise-Artikels ist Qualitaetsjournalismus vom feinsten: „Radfahrer leben gefährlich.“

    Danach habe ich nicht mehr weitergelesen.

  4. Radfahren ist weit weniger gefährlich als es empfunden wird. Die Leute trauen sich in Berlin nicht alleine aufs Rad, aber am Wochenende mit Kind und Kegel ins Auto auf die Landstraße – eine klassische subjektive falsche Gefahreneinschätzung, das ist klar.

    Dennoch sind Unfälle für Radfahrer ein Thema, das wird hier ja auch oft diskutiert. Panik ist zwar unangemessen, und auch wer täglich mit dem Rad durch die Stadt fährt, geht ein relativ geringes statistisches Risiko für Leib und Leben ein. Eine Diskussion über Schutzmöglichkeiten halte ich aber für sinnvoll. Wobei mir persönlich dabei das Thema der Unfallvermeidung wichtiger ist als das der Unfallfolgenvermeidung.

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