Schwerer Verkehrsunfall mit Fixie

Schwere Verletzungen erlitt heute ein Fixie-Radler bei einem Verkehrsunfall in Berlin Mitte. „Gegen 9 Uhr 20 befuhr der 32-Jährige mit seinem Rad, dass lediglich mit einer Vorderradbremse ausgerüstet war, die Friedrichstraße in Fahrtrichtung Unter den Linden. Nach bisherigen Erkenntnissen radelte der Mann mit hoher Geschwindigkeit auf einen Fahrzeugstau zu, der sich an einer Fahrbahnverengung gebildet hatte. Da er offensichtlich nicht rechtzeitig bremsen konnte, wich er zunächst in den Gegenverkehr aus und versuchte über eine Mittelinsel die verkehrsbedingt haltenden Autos zu umfahren. Hierbei löste sich das Vorderrad und der 32-Jährige stürzte mit seinem Rad gegen einen wartenden „Chrysler“ eines 66-jährigen Mannes. Der Fahrradfahrer kam mit schweren Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.“

Die Polizei veröffentlichte in ihrer Pressemelkdung zusätzlich zur Beschreibung des Unfalls folgende Sätze: „Von der Berliner Polizei wurden wiederholt im Rahmen von Verkehrsüberwachungen sogenannte Fixie-Fahrräder in den Innenstadtbezirken festgestellt, die nur unzureichend ausgerüstet sind und üblicherweise über keinerlei Sicherheitsausstattungen verfügen. Der Gebrauch dieser Räder ist daher objektiv hochgradig gefährlich und bedroht trotz etwaiger Übung und Erfahrung der Nutzer auf jeder Fahrt Leib, Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer und des Fahrers selbst.“

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 1979 vom 13.07.2009 – 16:00 Uhr

72 Gedanken zu „Schwerer Verkehrsunfall mit Fixie

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  1. Das ich ja noch gefährlicher!

    Oder vielleicht noch besser, fahr mit dem Auto, sowie Du wahscheinlich leiber Egon, nicht wahr?

    Wenn Kenji (heisst bei euch wirlich so einer?) so denkt, dann wird er schon wissen was er sagt, als die Mitschuldigen (Sorry G&M!).

    Ich kann dem nur zustimmen, vorrausschauend und so.

    Aber redet ruhig weiter, damit wird es ja nur um so interessanter,
    und es werden täglich mehr…

  2. …laber…quatsch….sülz…diskutier…! Ich glaub, jetzt haben alle alles gesagt. Reicht ja irgndwie. Fertig.

  3. Mann, das war jetzt aber sympatisch und konstruktiv! Damit hast Du das Thema echt abgerundet und auf ’nen Punkt gebracht Aussie!

    Ist Dir schonmal in den Sinn gekommen, dass es den Leuten Spaß machen könnte zu sülzen und zu diskutieren? Besonders mit Leuten die einem evtl. sonst nicht in die sprachliche Schussbahn laufen?

  4. Jasper macht das auf jedenfall besonders viel Spaß!
    Ob der auch soviel Spaß beim Fahrradfahren hat?

    Immer den Quickrelease festziehen…

  5. nen fixedgear ist fast so ähnlich wie zu fuß zu gehen, vom prinzip zumindest…

  6. Bremse und fixed bin ich die ersten Jahre gefahren und habe das beides zusammen nie richtig hingekriegt. Wenn man sich erstmal auf den „fixie-fahrstil“ eingestell hat, benötigt man die Bremse nicht (bis dahin allerdings schon!!! ;-)) – man vergisst sie quasi.

    Der Fixie-Fahrstil – ohne Bremse – ist irgedwie mehr fliessender/harmonischer – mit Bremse wird alles abrupter. Ich weiß nicht wie ich das besser beschrieben könnte – dass kann man nur verstehen, wenn man selber sowas fährt.

    Ich glaube, welbst wenn die ganzen breakless Fixiefahrer (die, die es können…) Bremsen an den Rädern hätten, würden diese nie zum Einsatz kommen. Und da es an Bahnrahmen keine Möglichkeiten zum Anbau für Bremsen gibt, wird halt darauf verzeichtet. Das Rad oder der Fahrer wird nicht dadurch cooler, dass es keine Bremsen hat. Das ist nur Hippster-Gelaber.

  7. […] zusätzlich befremdet ist: Die Berliner Rad-Blogger drucken das fast unkommentiert ab, sei es die Radspannerei oder berlin fixed. Nur der berlinradler versucht dem unbeholfen etwas […]

  8. Oh je, 57 Kommentare und kein Ende. Bald schalte ich die Kommentarfunktion ab, so viele Kommentare packt unser Server nicht.

    Jetzt mischt sich auch noch bike-blog ein und kritisiert die Rad-Spannerei scharf: „Was mich zusätzlich befremdet ist: Die Berliner Rad-Blogger drucken das fast unkommentiert ab, sei es die Radspannerei oder berlin fixed.“ Und weiter: „Wer sich auf solche Argumentation ohne Kommentar einlässt und deren Botschaft brav weiterverbreitet ist schon in die PR-Falle getappt.“
    http://www.ks-cycling.com/blog/490/endlich-fixie-unfall

    In wessen Falle sind wir geschnappt? Etwa die PR-Falle der Polizei? Die Rad-Spannerei hat sich häufig genug in den Berliner Fixed-Gear-Streit eingeschaltet und Position bezogen, da finden wir es nicht notwendig, jede Meldung der Polizei mit der Soße der eigenen Meinung zu übergießen. Außerdem trauen wir den Lesern zu, sich eine eigene Meinung zu bilden. Auch wenn diese Meinung so verquer ist wie beim bike-blog.

  9. Wie von anderen schon mehrfach angemerkt war der „Bericht“ von der Polizei ziemlich suggestiv. Und einige (ich inbegriffen) haben das nicht vollständig hinterfragt. Zugegeben, die Radspannerei hätte als Advocat der Radfahrer etwas entlarvender kommentieren können, aber genau das haben ja jetzt die Kommentare auf viel interessantere, und demokratischere Weise geschafft.

    Und @Mike: ja, ich habe viel Freude an lebhaften Diskussionen, ebenso wie am Radfahren. Und sowohl beim diskutieren, als auch beim Radfahren gehe ich sehr offensiv zu Werke (daher auch meine Vorliebe für gute Bremsen).

  10. halte die Fixies für absolut sicher……….Gruß nach Berlin

  11. ick oooch…

  12. Ich stimme dem zu.

    Fixies sind total überbewertet, sie sind ganz einfach zu kontollieren und eine Bremse hat man ja durch den starren Gang. Durch den kurzen Radstand ist das Fahrrad dazu noch wendiger als andere Fahrradmodelle.

    Also nix wie raus auf die Strasse.

  13. was ne disskusion…schön..das macht richtig spass zu lesen ( ohne das zweideutig zu meinen!!!!) ich denke das problem bei der starren nabe ist schlicht und ergreifend der unterschied zwischen jemandem der wirklich rad fährt um etwas zu tun , was auch immer dieses tun sein soll, sei es messenger,sportler, arbeitswege oder weiß der geier…der jenige der sein rad nutzt um etwas zu tun , also sein rad wie ein arbeitsgerät sehen kann…der eine notwendigkeit darin sieht, der hat doch auch eine völlig andere philosophie dahinter, ein völlig anderes konzept…meiner meinung nach….der jenige fährt vorrauschauender , achtet auf den verkehr, pflegt sein bike…etc…etc..eben mit dem hintergrund der notwendigkeit…..und zur anderen seite haben wir diese retroheinies….die ein „fixie“ fahren weil es cool aussieht , weil es hipp ist , weil es urban ist und momentan(!!!!!) etwas anziehendes ist, was nicht jeder kann und was nicht jeder hat….genauso wie schnurrbärte , zu enge t-shirt , leggins , brillen OHne sehstärken und stoffschühchen für 100 ois, die jenigen fahren oftmals unaufmerksam, wollen mit riskanter fahrweise provozieren, haben auch genügend geld ( der neid, der neid ;( ) um sich das tollste bike zu kaufen und vorallen dingen , das gefühl etwas mitzumachen …nicht mal für sich selbst sondern einfach zu zeigen …kiek ma ik och….das hat man in berlin mit jedem scheiß…..aaber letzlich sind die , die ihr rad richtig beherrschen wirklich im vorteil seis yuppi oder messenger ..oder …oder…..also wir haben bei uns wirklich viel experiementiert …..und wer starr fahren kann , der kann das ebend!!!! und der weiß auch wie er fahren muss…..klar gibt es sicherlich …100 mal so viele unfälle mit gewöhnlichen rädern…jedoch ist das erstens ein anderes verhältnis …( meine mamma hatte alleine schon 5 gewöhnliche räder ;)….) und zweitens kann halt auch nicht jeder damit umgehen ….( mr. keirin….) also meine knieprobs sind beim sog. skidden dermaßen schlimm geworden das ich ganz schnell wieder auf S.speed mit freilauf gehüpft bin…weil meine körperliche konstitution einfach eine andere ist…..und ich muss auch wirklich zugeben…ik schlender auch mal gerne mit meiner lady einfach mal so durch die straßen …ich habe überhaupt nicht mal annährend die fähigkeit so aufmerksam zu sein , wie es nötig ist beim breakless….

    aber trotzdem wirklich ..wirklich schön das so viele leute so ein thema bewegt …….

    CHAINZZZ ON NNN

  14. Wer sich im Straßenverkehr ohne zuverlässige Bremsanlage bewegt handelt in einer Weise grob fahrlässig, daß ihm das Recht, sich autonom auf Rädern fortzubewegen, gänzlich aberkannt werden sollte. Bezüglich der STVO-Konformität werden hier Bremsen mit Rückstrahlern gleichgesetzt und das allein spricht schon ganze Bände dafür, das Fahrräder endlich führerscheinpflichtig werden sollten, damit die Gesellschaft eine Möglichkeit hat, solche Einsteins einer MTU zuführen zu lassen und Fahrverbote notfalls mit Haftstrafen durchsetzen zu können.

    Selbstverständlich sind Fixies offenbar sicherer als jeder anderer Fahrradtyp (vor allem Hollandrädern und auch dem Fliegen und die meisten Unfälle geschehen wahrscheinlich beim Auf- und Absteigen. Genaugenommen sind daher Bremsen offenbar ein Unfallrisiko und weil wir so hochindividuelle Radpiraten sind, lassen wir uns auch nichts vorschreiben, schon gar nicht was an den Drahtesel geschraubt wird und was nicht. Die ganze Welt ausser der eigenen in der Größe der Rollfläche besteht nur aus Idioten die entweder nicht fahren, nicht bremsen oder nicht denken können und entweder zu schnell oder zu langsam sind. Wozu also überhaupt noch Bremsen.

    Übertragen auf die andere „Fahrwelt“ wäre das so als ob ihr schon führerscheinpflichtig wärt, einen Heidenärger wegen abmontierter Katzenaugen bekommen würdet und dafür 300€ Steuern abdrücken müsstet und zu gleichen Zeit fangen die Autofahrer an, mit Formel-1-Autos durch die Gegend zu gurken und deren Bremsen aus Gewichtsgründen wegzuwerfen. Wem jetzt immer noch nicht klar ist das hier irgend etwas schiefhängt:

    SICH OHNE BREMSANLAGE AUF ÖFFENTLICHEN WEGEN, VOR ALLEM MIT AFFENTEMPO DURCH EINEN VERKEHRSREICHEN BALLUNGSRAUM ZU BEWEGEN IST VERBOTEN und wird im Schadensfall immer aufs Butterbrot geschmiert, selbst wenn das Rad im Stand vom LKW auf dem Gehweg plattgefahren wurde. Autofahrende Richter sind so. In dem Fall sogar radfahrende, denn ohne vernünftige BremsANLAGE fahren ist so dämlich das es weh tut. Selbst mit optimaler Bremstechnik und optimalen Bremsen sind Fahrräder immer noch Zweiräder und man muß im Notfall in der Lage sein, schellstmöglichst zum Stehen zu kommen, was schon prinzipbedingt eine Herausforderung ist. Bei Fixies ist daran, angefangen von der langen Reaktionskette bis zur saublöden Gewichtsverteilung für eine (Pseudo-) Hinterradbremse, gar nicht zu denken. Das ihr damit weich an der Ampel anhalten könnt bedeutet einfach nicht, daß ihr wirklich situationsaädäquat bremsen könnt, noch bedeutet es das ihr die Bremsen unterstützend beim schnellen Reagieren und Manövrieren in Gefahrensituationen benutzen könnt, weil, naja ihr habt eben keine. Deswegen solltet ihr euch wirklich keine Sorgen ums Gewicht mehr machen, denn wer mit sowas durch die Stadt gurkt hat ein Leichbaugehirn das wenigstens soviel Gewicht einspart wie eine Federgabel.

  15. prokrastes meinte DAS (sei) KEINE BREMSE.
    Zu dieser Meinung neige ich auch. Im konkreten Fall, so scheint mir, war das aber von eher untergeordneter Bedeutung. Maximale Bremsverzögerung ist genau dann erreicht wenn das Hinterrad möglichst entlastet ist, ohne aber dabei vom Boden abzuheben. Durch dynamische Radlastverteilung trägt bei Vollbremsung allein das Vorderrad die aus Gewicht und (negativer) Beschleunigung resultierende Kraft. (Ausnahme: Langlieger) Das Hinterrad übt also kaum, idealerweise keine, Kraft mehr auf die Straße aus, kann zu einer Vollbremsung also kaum, idealerweise nicht, beitragen. Funktionsweise und sogar Vorhandensein einer Hinterradbremse ist für Vollbremsungen unter praktischen Gesichtspunkten unerheblich. Des Radlers Oberschenkelmuskulaturausgeprägtheit ist es allemal auch. Sollte die vordere Bremse nicht genügend Kraft aufbringen um das Vorderrad annähernd blockieren zu können, so hilft nicht eine wieauchimmergeartete Bremse am Hinterrad, sondern nur eine bessere Vorderradbremse dem Problem grundsätzlich ab.
    Im Allgemeinen aber haben Hinterradbremsen durchaus einen gewissen Sinn (Kurvenfahrt, Redundanz, Erreichbarkeit, Reaktionszeiten, …). Bremsen aus niederen Beweggründen wie Potenzgehabe und Rennommiersucht wegzulassen ist zwar auch ein technisch-physikalisches Porblem. In erster Linie aber ein charakterliches. Wer mit dieser Geisteshaltung am Straßenverkehr teilnimmt entspricht ziemlich genau dem durchschnittlichen Insassen blecherner Uteri. Stichwort eventualvorsätzlicher Versuch gefährlicher Körperverletzung, Stichwort Krankenkasse als Solidargemeinschaft.
    Glückwunsch!

  16. kalle sagte: da finden wir es nicht notwendig, jede Meldung der Polizei mit der Soße der eigenen Meinung zu übergießen.

    Wer um die Irreführung einer solchen Meldung weiß und sie dennoch unkommentiert verbreitet muß sich nicht wundern wenn er damit für einen Handlanger solcher Schlamperei oder Hetze seitens der Pozilei gehalten wird, und mag es noch so unberechtigt sein. Da hätte ein Tröpfchen Soße (in Form eines einfachen Links auf frühere eigene Äußerungen) Schaden verhindern können. Es ist wie beim Kettenschmierstoff: Viel ist sehr schlecht, garnix ist aber auch falsch. Wohlverteilt an die entscheidenden Stellen wäre gut.

  17. Also ich denke mal, die Gefahr, als Handlanger der (parteiischen Verkehrsunfall-Pressearbeit der) Polizei dazustehen, ist in dem Blog hier nicht sehr ausgeprägt 🙂

  18. Maximale Bremsverzögerung ist genau dann erreicht wenn das Hinterrad möglichst entlastet ist, ohne aber dabei vom Boden abzuheben.

    Du weißt, was Redundanz ist? Die zwei voneinander unabhängigen Bremsen am Rad sind deswegen doppelt vorhanden, damit auch beim Versagen einer Bremse immer noch gebremst werden kann.

    Wieviele Gurken fahren denn durch die Stadt, bei denen einer der Bremszüge abgerissen und nur provisorisch um den Rahmen gewickelt ist? Eben.

  19. tea_low schreibt:
    „Maximale Bremsverzögerung ist genau dann erreicht wenn das Hinterrad möglichst entlastet ist, ohne aber dabei vom Boden abzuheben.“

    Da hast du aber was Grundlegendes nicht verstanden.
    Maximale Bremsverzögerung bedeutet kürzester Bremsweg.
    Je mehr das Hinterrad entlastet wird, desto länger wird der Bremsweg und somit verringert sich die Verzögerung.
    Deshalb macht die Vorderradbremse im Normalfall ja auch ca. 70% der Bremleistung aus; eben weil beim Bremsen das Gewicht und somit die Belastung auf das Vorderrad verlagert wird.
    Beim Skidden wird das Hinterrad aber entlastet und nicht belastet, weshalb das Rad leichter zu „bremsen“ ist, weil weniger Reibung mit dem Boden besteht. Daraus folgt eine schwächere Verzögerung und ein längerer Bremsweg.
    Das sollte jetzt klar sein.

    Zu der Meldung:

    Falls die Meldung der Wahrheit entspricht, war nicht ausreichende Bremswirkung dafür verantwortlich, dass der Fahrer ausweichen musste und hierbei verlor er das Rad.
    Ob das tatsächlich so war, kann niemand von uns überprüfen.

    Das soll passiert sein, obwohl der Fahrer eine Vorderradbremse gehabt hat.
    Nun, das wundert mich 1. und 2. frage ich mich: wenn der gute Mann schon sein Vorderrad nicht richtig montieren konnte, könnte es doch gut sein, dass die Bremse einfach schlecht war und er deshalb nicht bremsen konnte.
    Ob er mit einer zusätzlichen Hinterradbremse den Unfall hätte vermeiden können, steht ebenso im Raum.

    Deshalb ist die Meldung in der Form populistisch, denn einen Nicht-Fixie-Fahrer kann es ebenso passieren, dass er in einer Notsituation ausweichen muss, weil er nicht rechtzeitig bremsen konnte und das passiert ja auch.

    Hier jetzt ein pauschales Urteil zu fällen, was ursächlich für den Unfall ist, ist so nicht machbar, weshalb ich die Meldung mit dem Topic „Fixie-Fahrer“ als Stimmungsmache abtuen muss.

    Dennoch sei gesagt, dass das man zumindest die Vorderradbremse für den Notfall montieren und regelmäßig kontrollieren sollte. Den Bowdenzug auch gerne mal früher als nötig wechseln; die 2 Euro sollten im Budget sein.

    Gute Besserung an den jungen Mann.

  20. Und weil man bei einem normalen Rad schon ca. 70% mit der Vorderradbremse bremst, bleiben noch ca. 30% Bremskraft für die Hinterradbremse.
    Beim Skidden verringern sich die 30%, da noch weniger Gewicht auf dem Hinterrad liegt.
    Fixie-Fahrer, die also nur mittels Skidden „bremsen“, liegen wohl eher bei einer Bremsleistung von geschätzten 20% der maximalen Verzögerung. je nachdem, wie weit sie sich nach vorne lehnen. Und das ist dann doch sehr bedenklich, wenn man dann mit 30-40 KM/h durch den Straßenverkehr bewegt.
    Und ich bin selbst mit nem Fixie unterwegs (mit VR-Bremse) und kann das einigermaßen einschätzen.

  21. Also, lieber Jasper, lieber Peter,
    ich bin gerade eben auf diese Konversation gestoßen und mit fällt eines auf. Nicht spezifisch sie beide, aber alle hier, welche meinen die Seite, die konträr zu der des Fixie-Fahrers steht ergreifen zu können, geben auch teils in ihren Kommentaren zu nie WIRKLICH (<- falls sie es nicht kapieren, die Betonung liegt auf WIRKLICH, da ein Singlespeed was man durch den Straßenverkehr (wahrscheinlich zu schnell) „ballert“ nicht im entferntesten die Eigenschaften eines Bahnrads besitzt) gefahren zu sein.

    Das heißt sie können sich ja gar nicht an der Konversation beteiligen. Zumindest haben sie keine Ahnung von dem, was sie glauben verurteilen zu können. Deswegen möchte ich wissen wieso sie meinen das Geschehen so gut einzuschätzen?

    Außerdem reden sie von Fixie und da fängt ihr Unwissen auch schon an. „FIXIE“ heißt „FIXED GEAR“ und das steht für „starrer Gang“ und nicht „ohne Bremsen“.

    Ganz abgesehen davon, sind sie noch nie mit dem Rad hingefallen oder hatten einen Unfall? Ich denke schon und sie saßen da ja nicht auf einem Bahnrad. Wieso sollte jetzt ein Fall in dem jemand sein Vorderrad verliert etwas mit einer Starrnabe zutun haben?

    Aber es geht ihnen ja auch scheinbar eher um eine Grundsatz-Diskussion. Zunächst mal lehne ich mich nicht vor, wie sie es beschreiben, sondern skidde im sitzen und ich stehe auch ziemlich schnell, ohne den von ihnen ewig langen beschriebenen Bremsweg ausnutzen zu müssen. Zudem ist ja auch noch oft die Vorderbremse da und damit auch die von ihnen Angesprochenen 70% Bremskraft.
    Und das alles rechtfertigt immer noch nicht das verstärkte Vorgehen gegen eine kleine Gruppe an Bahnradfahrern. Diese jedoch wird aufgrund mancher Idioten die absolut fahrunfähig sind verurteilt.

  22. Von dem Thema hat man lange nichts gehört, ist das überhaupt noch ein Arbeitsschwerpunkt der Polizei?

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