Eingeschränkter S-Bahn-Verkehr

S-Bahn-MinibildWer in dieser Woche sein Fahrrad in der Berliner S-Bahn mitnehmen möchte, sollte zusätzliche Zeit einplanen. Die S-Bahn hat viel Pech mit ihrer Baureihe 481 und zudem in der Vergangenheit viele Fahrzeuge der Baureihe 485, die erst Anfang der 90er Jahren angeschafft wurden, verschrottet. Neben bereits seit längerem bekannten Mängeln an den Bremsen, die zu einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit führten, bestehen seit einem Unfall im Mai 2009 Bedenken bezüglich der Sicherheit der Achsen an besagter Baureihe 481. Einige Fahrzeuge dürfen nun nicht mehr fahren, am Austausch der Achsen wird fieberhaft gearbeitet. Erschwerend kommt dabei die Schließung einiger Betriebswerke hinzu.

In dieser Mischung aus Chaos, Pech und krankhaftem Sparwahn werden Radfahrer es in dieser und den nächsten Wochen oftmals schwer haben, die S-Bahn zu benutzen. Am heutigen Tage fahren die meisten Linien nur noch im 20-Minuten-Takt, viele Züge dürften zudem mit weniger Wagen als gewohnt fahren und hoffnungslos überfüllt sein.

Wir empfehlen Radfahrern den Umstieg auf U-Bahn und Regionalbahn. Regionalzüge dürfen generell mit normalen Fahrkarten benutzt werden.

S-Bahn-Webseite zur aktuellen Betriebslage

11 Gedanken zu „Eingeschränkter S-Bahn-Verkehr

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  1. Erst neulich hab ich mich mit jemandem über Bombardier und deren blöde Fahrzeuge unterhalten. Zum Glück ist Sommer (oder sowas ähnliches) und ich kann weitestgehend auf die S-Bahn verzichten. An und für sich mag ich die betroffene Baureihe, was Komfort und Platzangebot angeht.. Aber so macht das echt keinen Spaß.

  2. also mangelhafte und verschleppte wartung ist in meinen augen kein pech sondern einfach nur fahrlässig. und so blöd sind die fahrzeuge von bombardier gar nicht, sondern eigentlich ziemlich praktisch. in jedem falle besser als zb. die straßenbahnen von siemens…

  3. ein gutes könnte es ja haben. mehr leute steigen aufs rad um 🙂

  4. Wie ich heute feststellen musste, steigen aber auch viele auf archaische Blechgeräte um.

  5. selber schuld, würd ich sagen 😉

  6. Nervt trotzdem. 😉

  7. ach, ich mich erfüllt das mit einer gewissen genugtuung, wenn ich rechts am stau vorbeiradeln kann, auch wenn ich dadurch langsamer vorankomme, als sonst.
    besonders schön abends am zoo und aufm kudamm im feierabendverkehr. da is wegen den baustellen dauerstau 😀

  8. Mittlerweile wurde der gesamte Vorstand der S-Bahn entlassen und man denkt sogar über Entschädigungen für Fahrgäste nach. Aber das Problem dürfte noch lange bestehen – ich denke, wir sprechen eher von Monaten als von Wochen.

  9. Die Vorständler ist doch von der Bahn zum knallharten Sparen angehalten worden, und nun sind sie hochrangige Bauernopfer. Naja wat soll’s. Die finden bestimmt neue hochbezahlte Jobs. Ich hoffe, die Angestellten werden bei hoffentlich kommenden Änderungen begünstigt.

  10. ich finde, berlin sollte die sbahn kaufen, übernehmen, wie auch immer und daraus ein unternehmen ohne renditeziele machen.
    wenn man den gewinn nimmt, den die sbahn durch schlechten service erwirtschaftet, und diesen wiederum in personal und service steckt, hätte man doch wieder ne schöne sbahn.
    aber vermutlich is das ein wenig naiv von mir.

  11. @Linda, das Sparen ist ja die eine Sache. Dass der Komfort dadurch bereits schleichend gesunken ist, hat man gemerkt, aber die S-Bahn hat noch irgendwie funktioniert.

    Aber eine Behörde anzulügen, die mit ihren Anweisungen für die Sicherheit der Fahrgäste sorgt (ich denke mal, der weitere Einsatz der BR 481 ist sogar ein der S-Bahn entgegenkommender Komrpomiss) das ist eine große Sauerei. Den S-Bahnern war klar – wenn sie die Behördenanweisung nach dem 1.5. ausführen, dann hätte es damals schon den Notbetrieb gegeben. Also haben sie sie einfach missachtet, und tausende Fahrten mit unklarer Sicherheit durchgeführt.

    Sie haben es ausserdem geschafft, die gesamte negative Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dass der Hersteller Mist gebaut hat, interessiert jetzt niemanden mehr. Schlecht kommuniziert – jetzt ist es zu spät.

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