Zugticket fürs Fahrrad online buchbar

Ab dem 1. August können Fahrkarten für die Fahrradmitahme im Fernverkehr auch online gekauft werden. Man kann das neun Euro teure Ticket inklusive der Stellplatzreservierung zusammen mit der normalen Fahrkarte auf den Seiten der Bahn buchen, bezahlen und ausdrucken.

Die Bahn kündigte außerdem an, dass auf der IC-Linie Nürnberg-Karlsruhe ab dem 15. September für drei Monate Fahrräder kostenlos transportiert werden. Das Ziel des Pilotprojekts: Die Bahn will herausfinden, wie viele radelnde Kunden sie beim Wegfall der Fahrradkarte zusätzlich in den IC locken kann.

Die Bahn stellte klar, dass es auch in Zukunft keine Fahrradmitnahme im Hochgeschwindigkeitszugverkehr geben werde. Der ICE-3 bleibt für Radfahrer tabu. Die Kunden werden auf den Kuriergepäckservice der Bahn verwiesen, der Fahrräder in zwei bis drei Tagen von Haus zu Haus transportiert. Hin- und Rücktransport eines Fahrrads innerhalb Deutschlands kosten  24,90 Euro plus 5,90 Euro für die Verpackung.
FR: Ein bisschen Bike im Zug

2 Gedanken zu „Zugticket fürs Fahrrad online buchbar

Kommentare-Feed
  1. In Großbritannien werden Fahrräder auch in ICE-artigen Schnellzügen mitgenommen, die haben nämlich nach wie vor ein Gepäckabteil. Die Fahrradmitnahme kostet dort – nichts. Auch in Regionalzügen ist das so.
    (So jedenfalls meine Erfahrung bei der Fahrt von Peterborough nach Edinburgh mit GNER im Sommer 2006).

    Daß der ICE für Fahrradmitnahme „tabu“ bleibt, ist kein Wunder, darf man in diesem Prachtstück ja auch keinerlei Gepäck mit sich führen, das über eine mittlere Einkaufstüte hinausgeht.

    Der Verweis auf den „Kuriergepäckservice“ ist allerdings an Zynismus nicht zu überbieten.

    Achja: Die Fluggesellschaft „Air Berlin“ transportiert ein anständig verpacktes Fahrrad für 25 EUR je Flug, das Fahrrad darf mitsamt Verpackung dabei bis zu 32 kg wiegen – und das wird nicht mit dem restlichen Gepäck verrechnet.

  2. Nicht nur der ICE-3, alle ICEs bleiben für Fahrräder tabu. Es gab zwar mal einige Züge mit Radabteilen, aber die Ausrüstung wurde ausgebaut. Mähdorns Argument, dass Radfahrer Verspätungen erzeugen können ist Quatsch, denn dagegen gibt es einfache Mittel. Wenn z.B. die Fahrradstellplätze reserviert werden müssen und über den Zug verteilt sind, steigen mehrere Fahrradfahrer gleichzeitig ein. Und selbst wenn, besser volle Züge mit kleinen Verspätungen als leere Züge, oder?

    Vor Flugzeugtransport kann ich nur warnen. Wir haben unsere Räder mit Air-Lingus transportiert. Nicht nur, dass sie sich in Dublin so angestellt hätten, als hätten sie noch nie ein Fahrrad gesehen und wir deswegen unseren Flug fast verpasst hatten, nein die Fahrräder kamen dann auch erst am nächsten Tag zuhause an, waren verbeult, zerkratzt und kaputt!

    Die Hinfahrt mit Nachtzug nach Holland und Schnellzügen in England, Wales und Irland und dazwischen auf Fähren war dagegen überhaupt kein Problem! und zum Schluss doch nicht soviel teurer!

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