„So spät wie möglich Radfahren lernen“

Ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem am 3. Mai ein fünfjähriger Radfahrer in Arzberg (Bayern) von einem Auto überrollt und schwerst verletzt wurde, haben Polizei und Verkehrswacht zum Anlass genommen, sich mit Tipps und Sicherheitshinweisen für Radler an die Öffentlichkeit zu wenden. In die Diskussion schaltete sich auch Günter Fuchs ein, der Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern. Er sagte: „Kinder sollten so spät wie möglich mit dem Fahrradfahren beginnen, denn anfangs ist das Rad für die Kleinen in erster Linie ein Spielzeug und kein Verkehrsmittel.“

Meines Erachtens ist das ein Signal in die falsche Richtung. Kinder sollten im Gegenteil so früh wie möglich mit dem Mobilitätstraining beginnen, am besten bereits mit dem Laufrad. Erst wenn Gleichgewichtssinn sowie die motorischen und feinmotorischen Fähigkeiten entwickelt sind, kann ein Kind auf dem Fahrrad seine Aufmerksamkeit dem Geschehen um sich widmen, vorher ist das Kind völlig darauf fokussiert, nicht vom Rad zu fallen.
Frankenpost: So spät wie möglich das Radfahren lernen

3 Gedanken zu „„So spät wie möglich Radfahren lernen“

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  1. Der Link funktioniert leider nicht, aber ich habe den Artikel von Hand gefunden. Seltsame These hat der Mann da. Was heißt „so spät wie möglich“ denn bitte? Vielleicht ist das ganze nur unglücklich formuliert, und er meint eher das, was du auch geschrieben hast: möglichst frühes Mobilitätstraining („Spielzeug“), aber eben nicht im normalen Straßenverkehr, der ja tatsächlich selbst für unsereins manchmal überfordernd ist.

    Von Statistik versteht der gute Mann übrigens auch nicht viel: „Erfreulichere Fakten hat er im Bereich Kinder zu vermelden: ‚Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen haben wir einen 134-prozentigen Rückgang an Unfällen.'“ Nicht schlecht, da muss es jetzt in Franken wohl Anti-Unfälle geben…

  2. Danke für den Hinweis, nun funktioniert der Link.

  3. Ich finde auch, dass da überzogen reagiert wird. Natürlich kann man argumentieren, dass ein fahrrad für Kinder ein Spielzeug ist, aber sie wissen trotzdem, dass man von der Starße muss, wenn Autos kommen. Unfälle wird es immer geben und bei längeren Strecken (in dem Alter eigentlich alles, was um die Straßenecke herum geht) sollte sowieso ein Erwachsener oder älteres Geschwister dabei sein.

    Mal noch was ganz anderes:
    Falls sich jemad für Radsport interessiert:
    http://www.sportgate.de/blog/2008/05/20/giro-d%C2%B4italia-2008/
    Netter Kommentar und nein, ich bin nicht der Autor. 😉

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