Fahrradfahren gegen die Hungersnot

Angesichts tagelanger Hungerunruhen in Haiti, angesichts weltweit steigender Lebensmittelpreise befragt der WDR den Generalsekretär der Welthungerhilfe Hans-Joachim Preuß. Eine Frage bezieht sich darauf, was man hier als Verbraucher tun kann.

„WDR: Kann ich persönlich als Konsument denn dazu beitragen, dass die Lebensmittelpreise in den armen Ländern der Welt nicht weiter steigen?

Preuß: Selbstverständlich können sie das. Wir haben im sudanesichen Darfur derzeit etwa 220 Gramm Mais zur Verfügung, um einen Flüchtling einen Tag zu ernähren. Wenn sie diese Menge in Bioethanol umwandeln, bekommen Sie etwa 85 Milliliter. Und diese 85 Milliliter genügen, um ein Auto etwa 940 Meter weit zu fahren. Wenn Sie diese Strecke mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, haben Sie schon einen kleinen Beitrag geleistet, dass diese Menge nicht vom Weltmarkt genommen wird.“

WDR: Interview mit dem Generalsekretär der Welthungerhilfe
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