Rechts Abbiegender Laster tötet Mädchen

Nur einen Tag nach dem schweren Verkehrsunfall in Pankow ist im Bezirk Spandau eine zwölfjährige Schülerin von einem Lastwagen überfahren und getötet worden. Das Mädchen, das auf dem Fahrrad unterwegs von der Schule nach Hause war, kam unter die Räder eines LKW, der den Brunsbütteler Damm in Richtung Osten fuhr und an der Ecke Nennhäuser Damm nach rechts abbog.

Die Pressemeldung der Polizei zu diesem Unfall: „Ein 12-jähriges Mädchen ist heute Nachmittag gegen 13 Uhr 45 auf dem Brunsbütteler Damm tödlich verunglückt. Es wurde von einem LKW erfasst, als es mit seinem Fahrrad unterwegs war. Der tragische Unfall ereignete sich nach ersten Erkenntnissen, als der LKW-Fahrer nach rechts in den Nennhauser Damm abbiegen wollte und dabei die Radfahrerin übersah. Die 12-Jährige wurde überrollt und war sofort tot. Die Unfallstelle war zwischen Brunsbütteler Damm und Hauptstraße mehrere Stunden gesperrt. Die 12-Jährige ist das erste Kind, das in diesem Jahr in Berlin bei einem Verkehrsunfall getötet wurde.
Die Polizei sucht dringend Zeugen. Hinweise bitte an den Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 2 am Hohenzollernring 125 in Spandau unter der Rufnummer 4664 281800.“

Tagesspiegel: Mädchen stirbt bei Fahrradunfall
Morgenpost: Lastwagen tötet zwölfjährige Radfahrerin
Berliner Zeitung: Mädchen bei Unfall in Spandau tödlich verletzt
Unfallstelle bei Google Maps

4 Gedanken zu „Rechts Abbiegender Laster tötet Mädchen

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  1. „Der Ticker allein dieser Woche kann einem mal wieder Angst und Bange machen. Dabei wird wohl nur ein Bruchteil der glimpflicheren “Unfälle” aktenkundig. Interessanterweise werden fast alle Meldungen im Passiv formuliert. Es heißt: “erlitt”, “wurde überrollt”, “wurde erfasst”, “wurde mitgeschleift” etc., nie heißt es “hat überfahren” oder “hat getötet”. Verkehrsopfer werden scheint schicksalhaft zu sein, nicht von verantwortungslosen Leuten bewusst herbeigeführt oder in Kauf genommen…“

    [url=http://www.hauptstadtblog.de/article/3819/verkehrsopfer-]siehe Hauptstadtblog[/url]

  2. Achherrjeh. Blogs ohne Editierfunktion aber immer verschiedenen Codes…

    Richtiger Link lautet:
    hauptstadtblog

  3. Hallo Helene, in der Tat macht der Ticker einem Angst und Bange!

    Und der Horror geht weiter. Heute gegen 13:00 Uhr hat die Polizei die Pressemeldung Nummer 2787 veröffentlicht: „An seinen schweren Verletzungen, die er bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte, ist gestern gegen 19 Uhr ein 48-Jähriger in einem Krankenhaus gestorben. Der Mann stieß, wie berichtet, am 13. September gegen 22 Uhr 15 an der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße Ecke Spandauer Straße mit dem „Ford“ eines 45-Jährigen zusammen. Die Zahl der Unfalltoten in diesem Jahr erhöht sich somit auf 44.“

    In dieser Meldung ist mit keinem Wort zu lesen, ob er zu Fuß oder mit einem Verkehrsmittel unterwegs war. In der Pressemeldung Nummer 2656 vom 14. September konnte man lesen: „Gegen 22 Uhr 15 stieß ein 48-jähriger Radfahrer an der Kreuzung Karl-Liebknecht- Ecke Spandauer Straße mit dem „Ford“ eines 45-Jährigen zusammen. Dabei erlitt der Radfahrer schwere Kopfverletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Verkehrsdienst hat die weiteren Ermittlungen übernommen.“

    Das ist also das Radfahreropfer Nummer 14 in diesem Jahr in dieser Stadt.

  4. Dreieinhalb Jahre nach dem Tod des kleinen Dersu in Charlottenburg und der folgenden intensiven öffentlichen Diskussion wird in diesen Tagen dramatisch klar: Kein Grund zur Entwarnung!
    Deutschland verzichtete damals auf einen gesetzlichen Alleingang – anders als Holland, Belgien, Dänemark, wo der Tote Winkel längst ad acta ist. Stattdessen wurde EU-weit nach einem Minimalkonsens gesucht, der auch die Interessen der (deutschen!) Autoteilelobby berücksichtigt. Das Ergebnis: Ein Gesetz, das den Toten Winkel nicht beseitigt, sondern nur halbiert, und das für alte Fahrzeuge erst 2009 in Kraft tritt.

    1,4 Mio. LKW fahren in Deutschland noch mit dem Toten Winkel herum; 150 Tote sind jährlich die Folge. Abhilfe schafft keine noch so sinnvolle Verkehrserziehung an den Schulen – nur ein Bruchteil der Toten sind Kinder. Abhilfe schafft nur die sofortige Ausrüstung jedes einzelnen LKW mit dem holländischen Dobli-Spiegel.
    Verantwortlich dafür: JEDER einzelne LKW-Fahrer!

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