Es ist ein Kreuz…

Trauriges Thema Unfälle durch abbiegende Autos vor allem an Kreuzungen. Immer wieder fällt in den Medien dazu das Stichwort „Niederländisches Modell“ auf.
Das ist ein ausgeklügeltes Konzept, durch besondere bautechnische Maßnahmen und angepasste Ampelphasen das passieren von Kreuzungen vor allem für Fahrradfahrer*innen sicherer zu machen. In den Niederlanden hat sich das schon seit längerem bewährt und sollte auch hier in Berlin mit Baustart 2021 an zwei Kreuzungen erprobt werden:

Niederländisches Kreuzungs-Design

Es wäre interessant zu wissen was eigentlich daraus geworden ist, da praktisch gesehen davon noch nix zu sehen ist. An Infos von offiziellen Stellen die es wissen müssten, bin ich noch nicht gekommen. Falls wer was weiß, gerne mitteilen.
Weitere Infos zum Thema Niederländisches Modell/ Design auch hier

Geschützte Kreuzungen

Die große Frage sollte allerdings nicht nur sein, wie läßt sich die Autoflut besser mit Radverkehr und Fußgänger*innen vereinen, sondern viel dringlicher wie werden wir die Autoflut samt ihrer Industrie los!
Welcher vernunftbegabte und nüchterne Entscheidungsträger und Gönner aus Politik und Wirtschaft pumpt denn heute noch unsere Ressourcen Finanzielle wie Erdene in einen so alten zukunftslosen dreckigen Schnee von gestern.

4 thoughts on “Es ist ein Kreuz…

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  1. Das ganze Konzept der niederländischen Kreuzung/“geschützten Kreuzung“ zementiert nur die Benachteiligung von Radfahrenden. Zum Linksabbiegen muss man auf jeden Fall 2x auf grün warten während man mit dem Auto direkt abbiegen kann. Und die oft geforderten getrennten Ampelphasen sind vielleicht sicherer aber sorgen in der Praxis eigentlich immer dafür dass die Grünphase der Fahrradampel wesentlich kürzer als die der Autoampel ist. Insgesamt verliert man dadurch im Durchschnitt vielleicht 30-45 Sekunden pro Kreuzung (bei großen Kreuzungen mit 90 oder 120 Sekunden Umlaufzeit eventuell auch noch mehr). Bei 10 solchen Kreuzungen auf der Strecke sind das schon 5-7 Minuten zusätzliche Wartezeit im Vergleich zum Auto, also eine ganz erhebliche Verlängerung der Fahrzeit. Das sorgt natürlich auch dafür dass Autofahren attraktiv bleibt und die Verkehrswende nicht vorankommt.

  2. „In den Niederlanden hat sich das schon seit längerem bewährt“

    Definieren Sie „bewährt“.

    Denn die Sicherheit für Radfahrer kann dieses „bewährt“ nicht meinen.

    Beleg 1:

    https://radunfaelle.wordpress.com/vergleich-de-nl/

    Beleg 2:

    https://radunfaelle.wordpress.com/2021/10/27/vergleich-der-radverkehrssicherheit-deutschland-niederlande-anhand-der-erfassten-schwer_st_verletzten-trauma-mais-3/

    1. Na mal gucken wie das mit der Erprobung läuft. Ich hab mal einen Niederländer gefragt der viel praktische Erfahrung damit hat, was er davon hält. Er meint er findet das nicht schlecht und vermisst das auch in Deutschland. Wobei es vom Gestaltungsspielraum sicher auch noch weitere Möglichkeiten gibt. Und es so eins zu eins in Deutschland umzusetzen aufgrund unterschiedlicher Grundvorraussetzungen, wirtschaftlich, Straßenverhältnisse und Nutzer*innen die Bedingungen dafür anders sein könnten. Er findet es jedenfalls toll, das sich da was tut. Ich selbst habe keine Erfahrung damit, bin aber mit den Straßenverhältnissen in Berlin vor allem für den Radverkehr nicht besonders glücklich.

  3. Update: „Ein sichtbarer Baubeginn“ vor 2023 ist für den Platz der Vereinten Nationen nicht zu erwarten. Die Planungen laufen aktuell noch. Möglich wären für die Erprobung des Holländischen Modells auch noch andere Pätze. Die Info kommt von dem Pressesprecher Jan Thomsen von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher-und Klimaschutz.

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