Ruf nach Grünpfeil wird lauter

Seit Einführung eines neuen Verkehrsschildes im Jahr 2012, das ein Rechtsabbiegen für Radfahrer an ampelgeregelten Kreuzungen erlaubt, hat man in Frankreich gute Erfahrungen mit dieser Regelung gemacht. Allein in Paris gibt es den Grünpfeil an 1 805 Kreuzungen, wie die Berliner Zeitung berichtet. Inzwischen läuft in der Schweiz ein Pilotversuch und in den Niederlanden gibt es ein entsprechendes Verkehrsschild seit Anfang der neunziger Jahre. Auch in Deutschland werden die Stimmen lauter, die ein Umdenken in der Ampelfrage fordern.

Die Frankfurter Rundschau zählt sechs Gründe auf, weshalb Radfahrer keine Ampeln brauchen:
1. Radfahrer sind aufmerksamer
2. Radler nehmen Umgebung besser wahr
3. Ampeln bremsen unnötig
4. Besonders für Radler sind Abgase unangenehm
5. Ampeln sind teuer
6. Radfahren muss attraktiver werden.

Insbesondere Argument Nummer vier ist für Radfahrer gravierend. In einer Schlange von Kraftfahrzeugen vor einer Ampel zu stehen und eingedieselt zu werden, ist für Radfahrer nicht nur unangenehm sondern stark gesundheitsgefährdend. Die  Europäischen Umweltagentur geht von etwa 430.000 vorzeitigen Todesfälle in der EU durch Feinstaub aus, in Deutschland schätzt das Bundesumweltamt die Zahl vorzeitiger Todesfälle auf 47 000 pro Jahr. Mehr als 125 Menschen sterben also jeden Tag in Deutschland an schmutziger Luft. Man mag sich nicht vorstellen, wieviel von den 125 Toten Radfahrer waren, die zu lange an roten Ampeln gehalten und dabei zu tief eingeatmet haben.

So gesehen wäre Einführung eines Grünpfeils für Radfahrer aktiver Gesundheitsschutz.

Berliner Zeitung: 
Berliner Radler wollen auch bei Rot weiterfahren
Frankfurter Rundschau: Warum Radfahrer keine Ampeln brauchen
Huffington Post: 11 Gründe, warum Radfahrer NICHT mehr bei Rot halten sollten

(Dank an Christian für den Hinweis.)

21 Gedanken zu „Ruf nach Grünpfeil wird lauter

Kommentare-Feed
  1. Das ergänzt sich doch wunderschön mit https://rad-spannerei.de/blog/2015/08/13/der-bild-fahrrad-kollaps/ wo die Autofahrer klagen, dass sie während der Grünphase nicht abbiegen können, weil da ja soviele Fahrradfahrer losfahren.

    Lasst die Fahrradfahrer während der Rotphase fahren, und schon dürfte dieses Problem deutlich entschärt sein. Es profitieren also durchaus auch die Autofahrer.

  2. Die Liste der Frankfurter Rundschau ist echt gefährlich – Wutbürger könnten einen Kreislaufkollaps erleiden. Es fehlt aber ein zentraler Punkt:

    Radwegampeln schützen nicht.

    Schön finde ich, dass hier die Gesundheitsgefahren durch Feinstaub mit eingearbeitet werden. Gesundheitsrisiken sind relativ abstrakt und werden daher in der Risikowahrnehnumg ausgeblendet. Allerdings sind Gesundheitsrisiken recht hoch – leider (!) ist die Gefahr beispielsweise einer Krebserkrankung oder einer Kreislauferkrankung höher als die eines schweren Fahrradunfalls. Dementsprechend ist alles, was diese Risiken mindern kann, äußerst wichtig.

  3. Warten als Rechtsabbieger ganz ohne kreuzenden Querverkehr — wer macht denn so was? Da denke ich heute schon immer: Es war nicht alles schlecht in der DDR!

  4. Zitat Kampfadler: „Warten als Rechtsabbieger ganz ohne kreuzenden Querverkehr — wer macht denn so was?“
    Das frage ich mich auch immer in den letzten Tagen, wenn ich von diesem „Befreiungsschlag“ für Radfahrer lese.
    Was interessiert mich als rechtsabbiegewilliger Radfahrer diese Autoampel?
    Für Automobilisten ist die Lampe natürlich sinnvoll, damit sie schön sortiert über die Fahrbahnen wimmeln und sich nicht gegenseitig in die Türklinken fahren.
    Aber warum sollte ich als Radfahrer mich für deren Stop- und Losfahrlampe interessieren? Ich schaue nach links, ob da ein anderer Radfahrer angegurkt kommt und nach rechts, ob da Fußgänger herumwimmeln und das gelingt mir schon seit Jahrzehnten mühelos und ich habe noch nie jemanden dabei gefährdet.
    Außer mich selbst bzw. meinen Besitz an wertvollem Geld, denn ich habe oft vergessen, beim Rechtsabbiegen nach hinten zu schauen, ob da Vertreter der Obrigkeit lauern, die mich fragen wollen, was ich falsch gemacht habe.

  5. Leute, warum immer diese Diskussionen und Regelhinterfragerei? Wenn man damit anfängt, über bei Rot legal rechtsabbiegende Radfahrer nachzudenken, folgt sofort die Frage, warum das nicht für Autofahrer genauso gelten soll. Die Frage hat sich schon vor Jahren irgendwo gestellt und heraus kam dabei der grüne Pfeil.
    Wenn wir noch weiter solche Sonderlocken einführen, sind wir bald wieder in der Situation, so viel Regeln zu haben, dass keiner mehgr durchblickt.
    Und generelles Ampel-nicht-beachten für Radfahrer zu legalisieren halte ich für gefährlich, die Leute werden noch risikobereiter, als sie es jetzt schon sind.
    Habe gestern erst wieder einen Radfahrer, Klasse Kurier, auf der Wiesbadener Straße an mir vorbeibrettern sehen, nachdem ich an der Ampel gehalten hatte, die schon aus einiger Entfernung Rot zeigte. Es gab durchaus in diesem Moment Querverkehr, zwei weitere Radfahrer, je einer aus jeder Richtung. Und der Irre brettert mitten hindurch.

    Warum meinen so viele Radfahrer, sie seien was besseres als Autofahrer und bräuchten die Ampeln nicht, weil sie meinen, besseren Überblick zu haben, vorsichtiger zu sein und was weiß noch?
    Ich halte es für eine gewisse Arroganz, zu meinen, dass man alle Konsequenzen korrekt einschätzen kann.
    Verkehrsteilnehmer (das gilt für alle Sorten) werden schlechter einschätzbar, wenn sie sich nicht an die geltenden Regeln halten. Das wiederum erhöht die Unfallgefahr.

    Nein, über all diese Dinge mag ich nicht nachdenken und jedesmal nachdenken, welches Risiko ich eingehe. Ich halte mich einfach an die Regeln, auch wenn ich mit Rechtsabbiegeabsicht bei Rot im Regen stehe, wo sonst weit und breit keiner ist.
    Ich kann nicht als Radfahrer auf regelmissachtende Autofahrer schimpfen, wenn ich das selbst tue.

    Im Übrigen: Punkt „2. Radler nehmen Umgebung besser wahr“ stelle ich mal klar in Abrede.
    Mir ist schon oft aufgefallen, dass ich auf dem Fahrrad nicht so weit voraus schaue. Das mag an der gebeugten Körperhaltung liegen, aber auch am Zustand der Fahrbahnoberfläche, deren nächste paar Meter ich vorrangig im Blick habe, um irgendwelche Buckel und Löcher umfahren zu können.

    Ich erinnere mich noch mit Grauen an einen Gehweg in Wuppertal, den zu benutzen der Radfahrer kraft Beschilderung verdonnert war. Ein Laden hatte eine Markise heruntergelassen. Die untere Querstange befand sich genau in Stirnhöhe. Ich habe sie in dem Moment bemerkt, wo sie 20 cm rechts von mir vorbei rauschte.

  6. @Karsten, prinzipiell bin ich da eher auf Deiner Seite. Allerdings muss man stark aufpassen. Ampeln wirken zunächst einfach – grün ist sicher, rot unsicher. So sollte es sein, und so ist es bei Fahrbahnampeln auch weitgehend.

    Fußgänger- und Radwegampeln halte ich jedoch – da wiederhole ich mich – nicht unbedingt für eine echte Sicherheitsmaßnahme. Denn Fußgänger werden durch schnelle Linksabbieger und das „Zwischenparken“ auf Mittelinseln besonders gefährdet, wenn sie sich auf Ampeln verlassen. Radfahrer werden durch Rechts- und Linksabbieger gefährdet.

    Das ist ein Problem, das man zur Kenntnis nehmen muss. Meines Erachtens nimmt es dem Thema den moralischen Pathos, der da immer mitschwingt. Ich halte Menschen, die aufmerksam bei Rot fahren, nicht grundlegend für selbstgefährdende Idioten, das kommt stark auf die Komplexität der Kreuzung und die Situation an. Natürlich manövrieren sich viele Radfahrer in Situationen, die schwer vorhersehbar und steuerbar sind.

    Wichtig ist bzw. wäre, dass regelkonform fahrende Radfahrer geschützt werden. Das ist derzeit nicht der Fall.

  7. sicherheit und echtes unfallgeschehen sind mir wichtiger als „die regeln“. und vor allem: ändert man die regeln, dann sind eben die neuen regeln „die regeln“. und jeder kann sich wieder „einfach an die regeln halten“. dann allerdings ohne bei regen vor der leeren sog. fußgängerampel zu stehen, am besten um dann auf einen zwingenden radweg nach rechts abzubiegen.

    es muss natürlich klar sein, dass legales rotfahren rücksicht und um sicht erfordert. beim rechtsabbiegen beachten das ja schon heute nicht viele.

    das rechtsabbiegen bei rot setzt außerdem voraus, dass man nach vorne kommt. also braucht man dort einen radweg, radstreifen oder schutzstreifen, denn sonst bleibt man im „mischverkehr“-stau gefangen. wie am gemiensamen rechtsabbieger vor dem ex-forum-hotel am alex.

  8. „Mir ist schon oft aufgefallen, dass ich auf dem Fahrrad nicht so weit voraus schaue. Das mag an der gebeugten Körperhaltung liegen“

    –> bei genickstarre hülfe hollandrad. ein gut-deutsches rad typ vsf fahrradmanufaktur reicht aber auch.

    komscherweise habe ich solche „himmel, wo kam das denn her?“-erlebnisse eher beim auffahren auf die fahrbahnen, wenn die ränder zugeparkt sind. da gibts ja leider dann nie ampeln, die mir das kucken abnehmen.

    und übrigens, dringend benötigte ampeln zB an der urbanstr. ggü. einer kita werden dann nicht aufgestellt, wenn sie „den verkehrsfluss“ behindern. dafür gibt es albernampeln mitten in 30er-zonen mit >90% radfahrern und fußgängern (grimmstr. zB.).

    ampeln dienen in vielen fällen überhaupt nicht der sicherheit von fußgängern und radfahrern, sondern der bequemlichkeit der autofahrer.

    daher super, dass der irrationale rotlichtfetisch mal in frage gestellt wird. auch die sanktionen und durchstzung ist doch völlig disproportional im vergleich zu geschwindigkeitsüberschreitung oder gar gefährdendem falschparken.

  9. Wenn das Abbiegen bei ROT legalisiert werden sollte, dann aber auch für alle Verkehrsteilnehmer. Dann aber bitte auch nur, wenn es keine Radwege rechts der Abbiegespur mehr gibt 🙂

  10. @hardwerker das gibt es doch schon via grünem Pfeil, funktioniert je nach Herkunft der Autofahrer mal mehr oder weniger gut ( sehe das regelmäßig an der Germaniastraße falsch benutzt)

  11. @Karsten, Wuppertal, ist das nicht ganz doll Bergisch? Bevor ich aus Gründen der Komplexitätsvermeidung Regeln einfach befolge, würde ich die Radweg-Regel aus Sicherheitsgründen bergab lieber verletzen — bergauf je nach Rollwiderstand. Auf Radwegen muss ich mit mehr als 17 Stundenkilometern alles selbst bezahlen, was mir dort kaputtgemacht wird. Bei einer zu weit heruntergelassenen Markise mit meinem Leben. Auf der Straße geht mir nichts kaputt, und ich muss höchstens die Knolle bezahlen.

    Von den 130 Euro Kosten abgesehen, die meine Rechtsabbiege-Gepflogenheiten z.Zt. jedesmal wert sind, schätze ich in Berlin insgeheim die offenen Räume, die sich aus der Planungslosigkeit ergeben. Daraus resultiert bei mir eine mitleidige Toleranz gegenüber Radwegparkern. Sie haben einfach das falsche Fahrzeug! Die Spur links davon mache ich zu meiner. „Probiert es so lange mit Tempo 30.“ Kindgerecht ist das natürlich nicht.

    Darum ist Tempo 30 vorläufig die Regel, die ich vermisse, so lange Autos nicht ganz außen vor bleiben. Bis dahin liegt es mir fern eigene oder vorhandene Regeln auf der Straße durchzusetzen. Dafür gibt’s Critical Mass, und ich fahre lieber ohne lästige Stopps. Losfahren bevor Grün kommt macht es ebenfalls sicherer, weil man dann schon hinter der Kreuzung ist und erst eingeholt wird nachdem sich alles sortiert hat, d.h. eine Komplexitätsreduktion stattgefunden hat.

  12. @Kampfadler, hast Du die 130€ schon öfters bezahlt?

  13. @Kampfadler

    Wuppertal, ist das nicht ganz doll Bergisch?

    Bergisch sowieso, ja leider auch bergig. Das hielt mich aber früher nicht davon ab, im Sommer häufig mit dem Rad zur Schule zu fahren, auch wenn’s nach Hause in der Mittagszeit dann für 20 min stetig bergauf ging.

    Losfahren bevor Grün kommt macht es ebenfalls sicherer, weil man dann schon hinter der Kreuzung ist und erst eingeholt wird nachdem sich alles sortiert hat

    Was mir dazu einfällt, sind die leider auch vielen Spezialisten, die erstmal von einem oder mehreren Autofahren, die mit viel Geduld hinter ihnen hergefahren sind, vielleicht tatsächlich regelkonform überholt wurden, sich dann am nächsten Ampelstopp an genau diesen Fahrzeugen wieder rechts durch eine 40 cm-Gasse durchquetschen (nein, nicht bis zur Halteline, sondern gleich bis an den physikalischen Kreuzungspunkt der Fahrbahnen), damit man die Geduld der Autofahrer nach dem Ampelstopp sicher erneut auf die Probe stellen kann.

    Leute, so fördert ihr unglaublich das gegenseitige Verständnis zwischen Auto- und Radfahrern und tut damit unglaublich viel auch für die anderen Radfahrer, die nicht so lautstark demonstrieren, dass man mit dem Rad viel „schneller“ ist als mit dem Auto.

    Danke auch!

  14. @karsten, „hintereinanderherfahren“ finde ich in zugestauten innenstädten ein schlechtes konzept, vor allem macht es doch keiner außer ein paar freaks.

    wofür fahr ich denn rad – doch nicht, damit ich erst auf der strecke langesamer bin und dann brav in langen abgasschlangen die wechselnden ampelphasen ankucke.

    wenn ich das muss, dann kann ich ja gleich car2go fahren. mein radfahren ist doch kein statement, sondern ich will von A nach B.

    vorkullern & langsamfahren find ich auch nervig, klar, aber gut, man kann einfach nicht die ganze welt umerziehen. das klappt nirgends. die kullerer lesen auch keine radfahrblogs.

  15. Karsten Strupp schreibt:
    Freitag, 21.08.2015 um 09:26

    Leute, so fördert ihr unglaublich das gegenseitige Verständnis zwischen Auto- und Radfahrern und tut damit unglaublich viel auch für die anderen Radfahrer, die nicht so lautstark demonstrieren, dass man mit dem Rad viel “schneller” ist als mit dem Auto.

    Warum soll man nicht die Vorteile des Fahrrades ausnutzen? Ein Vorteil ist eben, dass man dort durchkommt wo man mit einem Auto nicht mehr durchkommt.
    Ob sich Autofahrer darüber aufregen, oder nicht, juckt mich nicht die Bohne.
    Ich verlange ja auch nicht, dass Autofahrer bei Regen ihr Schiebedach öffnen, damit ich mich nicht ärgere weil ich nass werde und sie nicht.
    Das ist eben wieder ein Vorteil von Autos.

  16. Ich verziehe mich meist auf Straßen ohne Radwege und mit möglichst wenig Verkehr, da ist das hier immer wieder auftauchende Hintereinanderstehen eigentlich selten ein Problem. Es gibt einige Kreuzungen in der Innenstadt, wo man das Problem regelmäßig hat. Flächendeckend empfinde ich das überhaupt nicht so. Wenn man an einer Ampel mal hinter den Autos warten muss, ist das auch nicht immer ein Problem – meist kommt man in derselben Grünphase noch durch.

  17. @ Berlinradler, Hauptstraßen zu meiden, ist sicherlich eine grundsätzlich
    empfehlenswerte Strategie. Glücklich kann sich schätzen, wer auf seinen
    Wegen auf gut befahrbare Nebenstraßen ausweichen kann. Doch leider
    trifft man ja in Nebenstraßen dann wieder auf andere Zumutungen. Ich denke da mit Begeisterung an Kopfsteinpflastereinlagen, Asphaltschlaglöcher, Wurzelaufbrüche, Platzmangel zwischen beidseitig beparkten Straßenrändern oder auch unzählige vorfahrtsberechtigte Einmündungen/Kreuzungen ( z.B. Linienstraße). Gerade die von der Senatsentwaltung für Stadtverwicklung auf deren Webseite so hoch gepriesenen überbezirklichen Fahrradrouten verfügen in Größenordnungen über solcherlei Schikane. Gerade gestern bin ich mal wieder durch das Spandauer Lindenufer gefahren. Eines der grün/weißen Fahrradroutenschilder fordert sozusagen amtlicherseits zur Benutzung auf
    und man landet direkt in einem Kopfsteinpflasterchaos der schlimmsten Sorte. Meine Armbanduhr hat das Gerüttel nicht ausgehalten. Das Armband ist aufgesprungen und die Uhr hat sich vom Acker gemacht. Das ist amtlich
    empfohlene Sachbeschädigung und Körperverletzung. Ja, Körperverletzung, denn meine Synapsen sind nach solchen Wegstrecken
    immer völlig derangiert. Sollte ich besagte Senatsentwaltung darauf ansprechen, würden die mir wahrscheinlich empfehlen, eine Tachenuhr anzuschaffen und auf ein Fatbike umzusteigen.

  18. ich fahre deshalb ein rad mit big apples. nicht schön aber effektiv, solange nicht sie nicht zu hart aufgepumpt sind (ca. 3 bar ist ok). gäbe es NL-best-practice-radwege, dann hätte ich längst ein schönes paripa.

    hauptstrecken vermeiden kann ich leider nicht konsequent, schon gar nicht dort, wo ich mich nicht gut auskenne.

    und selbst auf meinem optimierten arbeitsweg muss ich an kreuzungen mehrmals anstehen, wenn ich nicht rechts vorbeikomme. ist leider so in mitte.
    mir wäre ein grüner pfeil daher willkommen. noch besser: idaho law.

  19. @Komfortradler, ich hab ja auch nur meine Strategie genannt. Wenn die perfekt wäre und ich dadurch nie Probleme hätte, wäre ich ja nicht hier aktiv 😉 Ich kann den Leidensdruck gut nachvollziehen – manche der Routen sind ganz gut, aber z.B. der Europaradweg in Köpenick ist fast schon ein Verbrechen.

  20. @fab, Mitte ist ein gutes Beispiel. Um die Friedrichstraße herum ist im Berufsverkehr ein normales Fahren gar nicht mehr möglich. Nur, dass sich da auf einmal keiner Sorgen um das Durchkommen von Krankenwagen macht (Bierbike-Diskussion) oder den Auto-Kollaps, der dort tatsächlich stattfindet, medial anprangert. Müssen eben alleein paar Minuten mehr einplanen, hauptsache einige sitzen gemütlich.

  21. […] In Frankreich gibt es seit 2012 den gelben Pfeil für Radfahrer, der im Prinzip unserer Grün-Pfeil-Regelung entspricht. An fast 2000 Kreuzungen in Paris darf der Radler bei Rot weiterfahren (gerade aus oder rechts abbiegen), wenn er unter der rechten Pedale konstant eine Bordsteinkante hat, wenn er also keinen Autoverkehr kreuzt. Natürlich muss weiterhin der Fußverkehr beachtet werden. Deshalb werden auch in Deutschland die Argumente für diese Regelungsänderung immer lauter vorgetra…. […]

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