Fahrradlieferdienst TringTring

TringTring ist ein Lieferdienst in Amsterdam, wie es ihn dutzendfach in vielen anderen Ländern gibt. Das besondere an TringTring: alle Mahlzeiten, Getränke, Leckereien und Waren werden per Fahrrad innerhalb von 60 Minuten zum Endverbraucher gebracht. Jeder, der in Amsterdam wohnt und ein Fahrrad und ein Smartphone besitzt, kann sich bei TringTring als Nebenerwerbskurier anmelden. Als nebenberuflicher Fahrradkurier kann man eine spezielle App installieren, die einem die gerade zu vergebenden Kurierfahrten zeigt. Pro Auftrag erhält der Kurierfahrer fünf Euro. „Oder mehr“. Laut Fietsen123 haben sich bereits 45 Amsterdamer als Kurier angemeldet. Auf der Facebook-Seite von TringTring werden viele Freizeitkurierfahrer vorgestellt.

Fragt sich lediglich, ob auf diese Weise der Markt für Fahrradkurierdienstleistungen nicht endgültig kannibalisiert wird und die hauptberuflichen Kurierfahrer für noch weniger Geld arbeiten müssen.

TringTring
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Fietsen123: Bijverdienen als fietskoerier? Maak kennis met TringTring

6 Gedanken zu „Fahrradlieferdienst TringTring

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  1. Zu der ausgangs des Beitrags gestellten Frage habe ich natürlich keine Antwort, da mir die soziale und finanzielle Situation holländischer Fahrradkuriere nicht bekannt ist. Für mich stellt sich aber die Frage, ob
    eine vergleichbare Dienstleistung auch in Berlin machbar wäre. Da es um den Transport von Lebensmitteln geht, wage ich mal ein klares „Nein“.
    Ganz einfach, weil man hier nur absolut rüttelfeste Lebensmittel transportieren könnte. Das wären z.B. Konservendosen, vielleicht noch Getränke und Gummibärchen. Bei allen anderen Waren besteht unter Berücksichtigung unserer miesen Radwege immer die Gefahr, die Ware nur in atomisiertem Zustand abliefern zu können. Dem liegen böse eigene Erfahrungen zugrunde. Auf dem ca. 4 Km langen und über Nebenstraßen führenden Weg vom Kaufland in der Romain-Rolland-Str. zu meiner Wohnung habe ich auf diese Weise schon mehrfach Bruch produziert.
    So halte ich es für nahezu unmöglich 6 rohe Eier in der Gepäcktasche
    zu transportieren, ohne dass diese als Rührei zu Hause ankommen.
    Oder an den von mir geliebten Sesambrötchen kann ich nach längerer
    Radfahrt nuir noch Semmelbrösel mit Sesamkörnern aus der Tüte extrahieren. Als Geschäftsmodell ist diese Idee mithin hierzulande ungeeignet.

  2. Letztendlich ist diese Art der Dienstleistung, die jeder „on Demand“ erbringen kann, wenn er etwas verdienen will, eine logische Konsequenz aus der mobilen Vernetzung. Hierzulande benötigt man wohl mindestens eine Gewerbeerlaubnis …

    Und Komfortradler, es gibt so viele asphaltierte Straßen ohne Radweg … 🙂

  3. Hat irgendwie Parallelen zu UBER, oder?

  4. http://nos.nl/artikel/2045606-tringtring-uberpop-voor-fietskoerier.html

    Als het een groot succes wordt in Amsterdam, is Mos van plan om dit initiatief ook in andere steden op te zetten. „Eerst elders in ons land, maar ik denk ook aan steden als Kopenhagen en Berlijn.“

    => kommt also vielleicht auch nach Berlin 🙂

  5. Call a Pizza liefert doch in Berlin schon mit S-Pedelecs. Wo ist denn da jetzt der Unterschied. Und Bierverkauf vom Lastenrad gibts am 1.Mai ja auch schon, funktioniert prinzipiell also alles (obwohl nicht rüttelfrei…).

  6. da gibts durchaus schon solche ansätze. in einschlägigen foren werden regelmäßig irgendwelche lieferkonzepte abseits des klassischen dokumentenkurierbetriebs abgepriesen.

    idR hungerlöhne mit blick auf ein radaffinespublikum, das die anbieter eigentlich noch dafür bezahlen müsste, dass man Ihnen quasi einen trendigen fitnessfördernden zeitvertrieb zur verfügung stellt.

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