Schön war es gewesen auf der Sternfahrt

Garantiert viel mehr Leute als auf dem Foto zu sehen haben sich an der diesjährigen Sternfahrt beteiligt, ohne den Streit zwischen dem RBB (120.000 Teilnehmer) und der Polizei (35.000 Teilnehmer) zu entscheiden. Auf jeden Fall waren es viele Stimmen für eine Fahrradstadt Berlin an 365 Tagen im Jahr.

Foto: Clevere Städte

7 Gedanken zu „Schön war es gewesen auf der Sternfahrt

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  1. Ja, schön wars wirklich. Ich hab nicht ganz bis zum Ende „durchgehalten“, da Töchterchen im Anhänger saß. Dafür gabs bei uns noch ein Eis und nen Kaffee auf dem Tempelhofer Feld. Gewissermaßen ist das ja auch 365 Tage im Jahr so, wie man sich Stadtverkehr wünschen würde.

  2. Ich fand das Wetter ideal, nicht zu warm und ohne Regen 🙂

    Was ich nicht verstehe: Wie kommen denn auf einmal so krass gegensätzliche Zahlen zustande? Dass Veranstalter gerne schönen ist ja fast normal, aber die Polizeizahlen mag hier doch auch keiner ernst nehmen. Was soll das denn?

  3. ja, war lustig! autobahn(tunnel) mir dem rad macht einfach laune.

    der wahnsinn, wie schnell und weit man (fast) ohne anstregung durch die stadt kommt, wenn man fast nicht halten muss und immer auf den hauptachsen fahren kann.

    man stelle sich mal vor: ein system von radschnellwegen mit ein paar brücken und tunneln und grüner welle bei 25 km/h, stern- und kreisförmig wie das BVG-netz…

  4. Ja, ja, schön war´s halt. Und erst die Freunde und Helfer. Also, ohne
    deren treue Begleitung hätte ja gar niemand den richtigen Weg gefunden. Ich bin da in dieser Villenlandschaft von Frohnau losgefahren (nachdem ich mich auf dem Weg dorthin über den lausigen Radweg an der Rödernallee/Oranienburger Str./Berliner Str. aufregen musste). Und ruhig war´s da auch. Konnte direkt die Vögel zwitschern hören, was ja normalerweise in Berlin kaum möglich ist . Die Ornithologen haben doch tatsächlich festgestellt, dass das Stadtrotkehlchen es in seiner evolutionären Entwicklung geschafft hat, doppelt so laut gegen den Verkehrslärm anzuträllern, wie seine Verwandten vom Dorf. Diese evolutionäre Veränderung war notwendig, weil die Art sonst vom Aussterben bedroht wäre. Das hat jetzt nicht direkt mit der Sternfahrt zu tun. Indessen sollten sich Radler fragen, ob sie nicht auch vom Aussterben bedroht sein könnten, wenn sie es nicht schaffen, ihren legitimen Anliegen nachhaltiger Gehör zu verschaffen. Es müssen ja nicht gleich RAF-Methoden sein. Aber ein bisschen mehr revolutionäre Power dürfte es schon sein. Wenn die revolutionären DDR-Bürger 1989
    gleichermaßen schweigsam an einem beschaulichen Sonntagmorgen durch
    Leipzig gepilgert wären, hätten wir es noch heute mit einem Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzenden des Staatsrats der DDR
    Egon Krenz zu tun. Ich habe ja mal versucht, die Radlergemeinde mit den lauthals intonierten Rufen :“ Schlaglochsenat ist für die Sau. D´rum Radler auf die Pauke hau“ und: „nehmt der Stadt die Autos weg, sie sind der Menschheit größter Schreck“ in ihrer Sonntagsruhe zu stören. Leider hat sich dafür keiner interessiert. Die sind wohl alle nicht an dem Radweg in der Oranienburger Straße vorbeigekommen. Es ist schon erstaunlich, wie billig Berliner Verkehrspolitik zehntausende von Radfahrern mit 80 cm
    breiten Verbundsteinpflasterwurzelaufbruchschlaglochwegen verarschen kann. Da hat es mich schließlich ungemein beruhigt, dass die Stauwarnanlage auf der Avus auch auf zusammengestaute Radfahrer reagiert. Somit ist zumindest ein Teil der Avus schon mal fahrradtauglich ausgebaut.

  5. @Michael S: Die unterschiedlichen Angaben zur Teilehmerzahl kommen einerseits vom ADFC und von der Polizei andererseits. Ich weiß nicht, wie die Teilnehmerzahlen ermittelt wurden, neige aber zur Ansicht, dass die Angabe der Polizei näher an der Wahrheit liegt. Ich habe diesmal auf die Autobahn verzichtet und bin zum Rathaus Schöneberg gefahren. Erst in aller Ruhe einmal über den Flohmarkt geschlendert, bevor ich mich an der Kreuzung Martin-Luther und Belziger mit Kaffee und Kuchen eingedeckt und auf die Sternfahrt gewartet habe. Die ersten Radfahrer tauchten exakt um 13:25 Uhr am Schöneberger Rathaus auf. Ohne große Lücken zogen 40 Minuten Radfahrer an mir vorbei. Wenn man davon ausgeht, dass beide Hauptäste der Sternfahrt gleich gut besucht waren, müssten nach der Zählweise des ADFC eigentlich die Hälfte der 120.000 am Schöneberger Rathaus vorbeigekommen sein, also etwa 60.000 Menschen. Sechzigtausend Radfahrer sind das 15-fache einer großen Berliner CM (etwa 4.000 Teilnehmer) und soviel waren es nach meinem Gefühl nicht.

  6. Letztendlich wird die Zählung ja nur eine Hochrechnung sein, d.h. man überschlägt beispielsweise die Anzahl der Radler an den einzelnen Strecken und addiert dann die Summe. Das dürfte, je nach Methode, sicher mit einer Genauigkeit zwischen 80 und 90% machbar sein. Insofern verwundern mich die Zahlen auch.

  7. … also die Unterschiede verwundern mich, nicht die Zahlen.

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