Stadt Eindhoven testet spezielle Räumfahrzeuge für Fahrradwege

Eine für Fahrradwege konzipiertes Räumfahrzeug wird in der niederländischen Stadt Eindhoven in diesem Winter getestet. Das „Velocity“ genannte Gerät ist eine Variante von Fahrzeugen, die für die schnelle Räumung von Flughäfen eingesetzt werden. Das bis zu 30 km/h schnelle Fahrzeug kann Schnee schieben, von der Straße bürsten und den Fahrweg mit einer Salzlösung besprühen. In den Niederlanden ist es zwar üblich, Traktoren für die Straßenreinigung einzusetzen, ich frage mich aber, wie man den Schnee weggebürstet bekommt, wenn man ihn vorher mit breiten Treckerreifen fest fährt.

Verkeersnet: Eindhoven doet ervaring op met speciale fietspad-strooimachine

5 Gedanken zu „Stadt Eindhoven testet spezielle Räumfahrzeuge für Fahrradwege

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  1. Das Fahrzeug scheint zumindest den lockeren Schnee mit dem Schild beiseite schieben, bevor es es über die Reste fährt. Und diese Reste dürften dann bereits so fest sein, das es keinen Unterschied mehr macht ob der Traktor noch drüber fährt.
    Der Hauptunterschied zu den Geräten, die auf Flughäfen eingesetzt werden, dürfte sein, das Salz benutzt wird.

  2. Was auffällt, ist natürlich die Dimension dieser Räumeinheit. Der erste Gedanke ist da vielleicht das Gewicht, aber irgendwie ist das Teil ja auch eine Antwort auf die Dimension der niederländischen Radwege. Bei uns würde so ein Gefährt nach 200m steckenbleiben, wenn es überhaupt auf irgendeinen Radweg raufkäme.

  3. Mich würde mal interessieren, ob hier jemand weiss welcher ‚Oberbau‘ für Radwege in NL eigentlich Standard ist.

    In D sind das meist 30 cm ohne Frostschutz ab Planum. I.d.R. ohne Wurzelschutz.
    Der ohnehin geringe Standard kann bei ‚Bürgerradwegen‘ dann weiter unterschritten werden (20cm).
    Zum Vergleich: normale Fahrbahnen werden i.d.r. mit Frostschutz und ca. 65cm Oberbau hergestellt.

    In NL (ich bin aber nur im Norden gefahren) scheinen die Radwege nicht nur deutlich breiter zu sein, sondern auch weniger Wurzelaufbrüche zu haben. Insgesamt ist die Oberflächenqualität fast so gut wie auf den Fahrbahnen, während hier in D Wert darauf gelegt zu werden scheint, dass Radverkehrsanlagen mindestens zwei bis drei Qualitätsstufen schlechter sind als die begleitende Fahrbahn.

    Bei den münsterländer Radwegen scheint mir eine solche Reinigung jedenfalls unmöglich. Nach wenigen hundert Metern wäre wohl die Schaufel abgebrochen; mal abgesehen davon, dass für einen solchen Trecker die Radwege ihre Breite mindestens verdoppeln müssten. Hier wird mit scharfkantigem Glas-ähnlichem Streugut gearbeitet. Oft liegt das Zeugs dann (ausserorts) noch bis in den April und schneidet lustige Muster in die Reifen.

  4. @Alfons

    Schau mal hier auf Radspannerei:
    https://rad-spannerei.de/blog/2014/05/28/wurzelaufbrueche-auf-radwegen/

    Dort ging es in den Kommentaren um die Qualität und Beschaffenheit der Oberfläche von Radwegen.
    Vielleicht hilft dir das weiter.

  5. So wie das Fahrzeug aussieht, kann es auch Falschparker wegschieben 🙂

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