Veranstaltung: Shared Space oder durchgehend Tempo 30? – Alternative Verkehrskonzepte für die Stadt

Shared Space versteht sich als „Raum für alle“, in dem ein gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer/innen ermöglicht wird. Es ist ein Verkehrskonzept, das die Ansprüche von Fußgänger/innen, Rad- und Autofahrer/innen miteinander vereint und verschiedene Nutzungen des öffentlichen Raumes wie Mobilität, Aufenthalt, Kinderspiel berücksichtigt.

Von verschiedenen Seiten wird empfohlen, in der Stadt durchgehend Tempo 30 einzuführen. Damit kann das Unfallrisiko wesentlich verringert und nicht zuletzt die Lebensqualität in der Stadt gesteigert werden.

Marion Laube, Vorsitzende des VCD (Verkehrsclub Deutschland) Nordost, stellt die alternativen Verkehrskonzepte vor. Wir wollen diskutieren, welches Verkehrskonzept für welchen Stadtteil das Beste – und auch, wie eine Realisierung möglich ist.

Ökowerkstatt im Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz
Fehrbelliner Str. 92
10119 Berlin
Tel: 443 71 78

Donnerstag 9. August 2012
19:30 Uhr

Wikipedia über Shared Space
VCD-Kampagne: Tempo 30 für mehr Leben!

5 Gedanken zu „Veranstaltung: Shared Space oder durchgehend Tempo 30? – Alternative Verkehrskonzepte für die Stadt

Kommentare-Feed
  1. Shared Space versteht sich als „Raum für alle“, in dem ein gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer/innen ermöglicht wird.

    Zurücklehnen, entspannen, tief durchatmen. Und nochmal nachdenken. Wir sind hier in Deutschland. Wo deutsche Autofahrer und deutsche Radfahrer unterwegs sind. Und deutsche Fußgänger. Allen gemein ist, daß sie zuerst Recht haben, dann darauf bestehen, ihr Recht durchsetzen zu können, sich dann über andere aufregen und frühestens danach über Rücksichtnahme nachdenken.

    Mit anderen Worten: „shared space“ ist in Deutschland nicht umsetzbar. Keine Chance. Nocando.

  2. Man weiß natürlich immer selbst am Besten, was „die anderen“ denken (denn im Gegensatz zu einem selber sind die anderen schließlich alle Egoisten!1eins!)… Aber draufhauen und „Geht nicht“ schreien ist auch typisch Deutsch, anstatt es einfach mal auszuprobieren 😉

  3. Nüjo! Bohmte hat Shared Spaces erfolgreich eingeführt. Und dort führt immerhin eine stark befahrene Bundesstraße durch den (kleinen) Ort.

    Manchmal müssen neue Dinge einfach angefangen werden.

  4. Bohmte hat 13000 Einwohner, und ist daher ein besseres Dorf.

    Nein, das skaliert nicht.

  5. Ich halte die deutschen Verkehrsteilnehmer insgesamt für besser als ihren Ruf. Es gibt viele Straßen, in denen man vollkommen problemlos miteinander auskommt. Die Probleme kommen dort, wo eine Verkehrsart dominiert oder einer Verkehrsart bessere Rechte zugesprochen werden als anderen. Die Probleme kommen dort, wo physikalische Gesetze (z.B. Sichtbarkeit) missachtet werden. Und die Probleme kommen dort, wo der „Kompromiss“ zwischen Verkehrsfluss und Sicherheit – wie so oft – zu Ungunsten der Sicherheit gefunden wird.

    Es gibt Berliner Nebenstraßen, die de facto Shared Space entsprechen – das sind solche ohne Bürgersteige. Das klappt mal besser, mal schlechter – ist auch abhängig von der Art der Wege.

    Ein Negativbeispiel ist die Straße „Hinter dem Kurpark“ parallel zur S-Bahn zwischen Hirschgarten und Friedrichshagen – hier wird, trotz vieler Ausflügler (Fußgänger, Radfahrer) gern gerast. Positive Beispiele sind hingegen zahlreiche schlecht erschlossene Nebenstraßen, der (wohl kaum jemandem bekannte) Biesdorfer Weg fällt mir da beispielsweise ein.

    Mein Stresslevel ist jedenfalls stark von den Wegen, die ich befahre, abhängig. Auf manchen Straßen benehmen sich die Leute besser, auf anderen weniger gut – und das ist oft einfach baulich begründet.

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