11 Geisterräder für die getöteten Radfahrer 2011

Seit vier Jahren werden vom ADFC zu Beginn eines Jahres weiße Fahrräder an den Stellen aufgestellt, an denen Radfahrer im Jahr zuvor tödlich verunglückt sind. Unter den Radlern gab es im letzten Jahr elf Tote, fünf mehr als 2010. Elf weiße Räder mahnen seit Mittwoch an den Unfallorten und möchten zum Gedenken an die verstorbenen Radfahrer anregen.

Sechs Radfahrer fuhren bei grüner Ampel geradeaus über die Kreuzung und verließen sich auf ihre Vorfahrt, als sie durch abbiegende Kraftfahrzeuge erfasst und tödlich verletzt wurden. Sie verstarben meist noch am Unfallort. Jacob B. ist einer von ihnen. Er wurde 23 Jahre alt. Das weiße Fahrrad für Jacob steht an der Kreuzung Holzmarktstraße und Stralauer Platz.

ADFC: Geisterräder

10 Gedanken zu „11 Geisterräder für die getöteten Radfahrer 2011

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  1. Gibt es wieder eine Google-Maps übersicht? Das ist denke ich für die Analyse der eigenen Alltagsrouten praktischer als so ein Geisterfahrrad durch zufall zu entdecken.
    Gefahrenschwerpunkte nimmt man ja öfter nicht wahr, gerade wenn man bisher unbekannte Strecken fährt.

  2. Danke Susanne! Hab ich auf der Seite vom ADFC nicht direkt gefunden 🙂

  3. Wann rücken Verkehrsplaner endlich vom Credo, dass die Verkehrsstöme geradeausfahrender Radfahrer und abbiegender KfZ an ampelgeregelten Kreuzungen „bedingt verträglich“ seien. Sie sind unverträglich!

  4. Endlich passiert mal was:

    Und Du glaubst, daß das was bringt? Da werden sich doch nur sich mit den Verkehrsregeln nicht auskennende Polizisten damit beschäftigen, Radfahrer auf nicht benutzungspflichtige „Radwege“ zu scheuchen, ihnen Vorträge halten, daß sie doch bitte rechts fahren sollen (ohne Sicherheitsabstand zu parkenden Autos), die Beleuchtung kontrollieren und sich über die angebliche dringende Erfordernis von Fahrradhelmen und Sicherheitswesten auslassen.

    Die eigentlichen Probleme löst das nicht. Wie auch, wo doch die Polizei die überwiegend nicht kennt und nicht versteht?

  5. Bzgl. des Tagesspiegel-Artikel würde ich erst mal abwarten. Ich finde, der klingt eigentlich ganz positiv. z.B., dass die Polizeileitung es einsieht, dass das Kontrollieren von Beluchtungsanlagen um 11 Uhr vormittags ziemlich bescheuert ist usw.

  6. Also ich habe das Gefühl, da wird die Kontrolle des einen Ärgernisses durch die Kontrolle des anderen Ärgernisses abgelöst. Und hauptunfallursächliches Verhalten weiter nicht kontrolliert. Das bringt doch nichts. Und Prokrastes hat Recht, eine Nachschulung einiger Polizisten ist dringend notwendig, bevor man sie auf Radfahrer loslässt. Die STVO ist kompliziert und besteht aus mehr als den drei Regeln, die Autofahrer und Polizei so gerne aufzählen.

  7. […] Deutsche Fahrrad-Club Berlin (ADFC) stellt jedes Jahr weiß lackierte Fahrräder, sogenannte Geisterräder für die tödlich verunglückten Radfahrer auf, um einerseits zu mahnen und gedenken und andererseits auf gefährliche Stellen […]

  8. also ich bin radfahrer…und berufskraftfahrer und stelle täglich fest, dass es egal ist, wie die verkehrsleuchtelemente geregelt sind, sich die meisten radfahrer, zumindest in der city von berlin, sich nicht wirklich drum kümmern, ob es grün, rot oder sonst was ist. sie fahren einfach weiter. ein tolles beispiel ist der radfahrer, de heute quer zuerst über die warschauer rechts an mir vorbei bei rot zur ampel (verkehrsinsel) fuhr, um dann mittenmang den abbiegenden autos mit seinem nicht verkehrssicheren rad mich zu schneiden. aber da ich ja so etwas gewohnt bin, hab ichs vorerahnt und relativ gelassen genommen und wieder überholt und letztlichs hinter mir gelassen!-)

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