Jagd auf Fahrraddiebe als Plot einer Webserie

„To Catch a Bike Thief“, „einen Fahrraddieb fangen“ heißt eine Netzserie, die zur Zeit in Vancouver, B.C. in Kanada abgedreht wird. Im gerade veröffentlichten Trailer zur Serie heißt es: „Schalte To Catch a Bike Thief ein, hier verwenden wir die neueste Technologie, um Fahrraddiebe zu ködern und zu verfolgen, um unsere mit GPS ausgestattenen Räder zurückzuerbeuten und die Diebe vor der Kamera mit dem Problem des Fahrraddiebstahls zu konfrontieren.“ Das Filmteam will mit der Serie das Bewusstsein für das Problem Fahrraddiebstahl schärfen, zu Diskussionen anregen und die Menschen wirksam vor Diebstahl schützen.

Die Jagd auf Fahraddiebe wird als Krimi inszeniert, Dunkelheit, wackelnde Kamera, halsbrecherische Verfolgungsfahrten, treibende Musik. Im Trailer und auf der Webseite wird nicht verraten, was mit den Fahrraddieben passiert, die dem Kamerateam auf den Leim gehen. Vielleicht erfahren wir das später, „the adventure begins April 2012“, dann soll der Pilotfilm der Serie ins Netz gehen.

To Catch a Bike Thief
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5 Gedanken zu „Jagd auf Fahrraddiebe als Plot einer Webserie

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  1. Was gurken die denn da die ganze Zeit auf dem Fußweg rum? Muss das so in Vancouver?

  2. Keine schlechte Aktion! Nach jedem Fahrraddiebstahl, ähm, also immer wenn mir ein Fahrrad geklaut worden ist, es waren leider ganze 4, vom tollen selbst verdienten Raleigh-Holland-Rad aus den 80ziger Jahren bis hin zum Storck Fully, hab ich genau von sowas geträumt. Werde das Projekt in jedem Fall verfolgen. Danke für den Hinweis.

    PS: Wenn ich das Fahrrad meiner Tochter mitzähle, waren es sogar 5! 🙁

  3. Erinnert doch stark an die TV-Verbrecherjagd „Tatort Internet“ mit Frau zu Guttenberg. Bürgerwehremotionen werden geschürt. Gefahr von Lynchjustiz und dilettantischen Aktionen, die mehr Schaden anrichten können als so ein Fahrrad überhaupt wert ist.

  4. @kl
    na ja, ist halt ne Trailer, der, das liegt in der Natur der Sache, Aufmerksamkeit erzielen möchten. Da gleich von „Bürgerwehremotionen“ und „Gefahr von „Lynchjustiz“ zu sprechen, scheint mir doch etwas voreilig. Vielleicht erst einmal die erste Sendung abwarten. Ein Buch beurteilt man ja auch nicht nach seinem Klappentext. Darüber hinaus liest sich deren Presseerklärung auch etwas anders …

  5. @Joas Kotsch. Bisschen von mir übertrieben sicher. Hab mir den Trailer nochmal angeschaut. Reichlich riskante Verfolgungsfahrt über einen Fußweg. Der Dieb wird gestellt und irgendwie vom Rad gezerrt (genau sieht man es nicht). Vielleicht kommt es dann in der Praxis, wenn das Lockvogelfahrrad tatsächlich eingesetzt wird, zu Problemen. Dieb, Verfolger aber auch Unbeteiligte könnten sich übel verletzen, der Dieb könnte hochagressiv sein. Zudem eine rechtliche Grauzone, weil der Diebstahl provoziert war. Auch wenn das vom Team alles unter Kontrolle gehalten oder auch einfach nur nachgestellt wird, könnte es bei Nachahmern ganz anders ausgehen.

    Vielleicht sehe ich das ja nur deswegen emotionslos, weil mir selbst noch nie ein Rad gestohlen wurde. Zur Versachlichung empfehle ich die Diebstahldatenbank von

    http://www.fahrradgestohlen.de

    Leider gibt es dort keine statistische Auswertung der Datenbank. Man kann nur durchblättern, erhält dabei aber einen guten Eindruck, welche Räder unter welchen Bedingungen gestohlen werden. Interessant und unerwartet: viele Räder werden aus abgeschlossenen privaten Kellerräumen in Mietshäusern ohne Einbruchsspuren entwendet. Polenschlüssel? Auch abgeschlossene Garagen scheinen kein Hindernis zu sein. Hochwertige Schlösser wie Abus-Bordo werden ebenfalls geknackt, wenn das Fahrrad einigermaßen wertvoll ist. Die meisten Räder verschwinden allerdings, weil sie gar nicht oder mit schlechten Schlössern gesichert waren. Auch Räder, die nur gegen Wegfahren gesichert, aber nicht an einen Gegenstand angeschlossen sind, fallen leicht in die Hände von Dieben.

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