Tegel: Sechserbrücke wird fahrradfreundlicher

Die Tegeler Hafenbrücke – im Volksmund Sechserbrücke genannt – überspannt als Fußgängerbrücke die Einfahrt des Tegeler Hafens und die Mündung des Tegeler Fließes. Über sie erreicht man von der Greenwichpromenade in Alt-Tegel den Freizeitpark und den Tegeler Forst. Früher musste man einen Sechser (5 Pfennig) zahlen, um die Brücke zu passieren. Heute ist die Passage zwar kostenlos aber beschwerlich für Radfahrer, weil man sein Fahrrad die Stufen der Sechserbrücke hochtragen muss.

In Zukunft gibt es zumindest eine kleine Erleichterung für Radfahrer. Der für Stadtentwicklung zuständige Bezirksstadtrat Martin Lambert teilt mit, dass die Fußgängertreppe der Sechserbrücke noch in diesem Jahr Fahrradschienen erhält, auf denen man sein Rad hoch- und herunterschieben kann. Damit wird das Überqueren des 91 Meter langen Bauwerks mit dem Velo etwas kraftsparender. Für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen und Behinderte bleibt die Sechserbrücke aber unüberwindlich.

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Foto: Andreas Steinhoff

Berlin Magazin: Erleichterung bei der Sechserbrücke am Tegeler Hafen
Wikipedia: Tegeler Hafenbrücke

6 Gedanken zu „Tegel: Sechserbrücke wird fahrradfreundlicher

Kommentare-Feed
  1. Tja, immerhin etwas. Auch so ein „etwas“ ist z.B. bei der DB nicht möglich. Die bauzeitlichen Treppen am Ostkreuz wie auch die Treppenaufgänge an der Kynastbrücke erhalten keine solchen Hilfen.

  2. Immerhin! Kleine Schritte sind auch welche in die richtige Richung.

    @Michael: Wo sind denn am Ostkreuz noch bauzeitliche Treppen?

  3. Der provisorische Fussgängerzugang über die Stadtbahngleise, der Übergang von Stadtbahn auf die Ringbahn. Die Ausgangstreppen am Ringbahnsteig (zukünftiger Regionalbahnsteig) sind doch auch noch provisorisch, oder? – zumindest die südliche mit diesen Lochplattenstufen, die nördliche kenn ich eigentlich gar nicht.

    Sagen wir es mal so: Es gibt dort derzeit keine Fahrstühle oder Fahrtreppen und die vorhandenen Treppen sind alle mit dem Rad nur tragend zu überwinden. Die Bahn hält auch eine Nachrüstung nicht für möglich, weil das den Querschnitt verschmälern würde (was nicht stimmt, denn eine solche Schiene befände sich unterhalb der Handläufe). Vorher an sowas zu denken scheidet sowieso aus.

  4. Hier in Frankfurt am Main haben wir mit dem Eisernen Steg eine ganz ähnliche Brücke. Da gibt es auf beiden Seiten Aufzüge. Ein Einbau von Aufzügen in die ehem. Kassenhäuschen der Sechserbrücke wäre die einzig saubere Lösung. Eben echte Barrierefreiheit für Rollstühle, Kinderwagen, Räder mit Anhänger. Die Verbesserung durch die Fahrradschienen kommt dagegen nur einer kleinen Zielgruppe zugute. Radler mit schwerem Gepäck, Benutzer von abartig schweren und sperrigen Citybikes, Hollandrädern, Cruizern und natürlich von superschweren Pedelecs. Ein gutes Rad ist leicht und lässt sich im Normalfall (kein schweres Gepäck oder körperliche Behinderung) bequemer hoch tragen als durch so eine Schiene schieben. Allenfalls eine kleine Verbesserung.

  5. Achso, „bauzeitlich“ heißt eigentlich, dass sie aus der Erbauungszeit des Bahnhofes sind, sprich zuletzt aus den 20er Jahren. Und die sind ja inzwischen alle weg.
    Der neue soll ja barrierefrei sein – schaun mer mal. Ich denke mal, so sehr, wie der Hauptbahnhof *graus* oder Friedrichstraße. Ich selbst meide den Bahnhof wenn es irgendwie geht zum Unsteigen, das wird wohl auch im Glaspalast so bleiben.
    Schön wären ja ein paar Radschienen a la Sechser am Bahnhof Eisenhüttenstadt, der ist echt ein Graus, wenn man voll beladen zu einer Tour aufbricht.

  6. Tja, ???
    heute ist der 25.07.2012… und…die Schienen ??
    – die lt. Pressemitteilung vom 22.11.2011 im Frühjahr angebracht werden sollten –
    … diese Schienen gibt es bis heute nicht?!

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