Weniger Parkplätze für große Geschäfte?

Der Senat will große Einkaufszentren mit mehr als 800m² Fläche in der Innenstadt ansiedeln, statt wie bisher an großen Ausfallstraßen oder in Gewerbegebieten. Erreicht werden soll das mit einer „Stellplatzobergrenzenverordnung“, die den bisher oft ausufernden Parkplatzbedarf senkt. Künftig soll für 75m² Ladenfläche ein Stellplatz zur Verfügung stehen.

Tagesspiegel: „Auch zum Großeinkauf ohne Auto“ vom 26.1.2011

31 Gedanken zu „Weniger Parkplätze für große Geschäfte?

Kommentare-Feed
  1. Das wäre doch mal ein Schritt in die richtige Richtung.
    Wenn man aber die Kommentare dort liest, wird es wohl eher auf „zu schön um wahr zu sein“ hinauslaufen.

  2. da wird die IHK aber was dagegen haben 😉

    aber bestehtl da überhaupt noch bedarf? es gibt doch alles schon in der innenstadt. und alles gut erreichbar.
    große möbelhäuser, supermärkte, einkaufszentren ohne ende usw.
    woran es meistens mangelt sind fahrradabstellplätze. wird in den frühlings- und sommermonaten immer wieder zum problem. n autoparkplatz find man immer.

  3. @Philip:
    „autoparkplatz find man immer.“
    Dann stell doch dein Rad drauf. Nirgendwo steht, daß die Plätze ausschließlich für Autos reserviert sind…
    Wenn ich mit Fahrradanhänger unterwegs bin mache ich das immer so.

  4. Ich denke, man muss den Mittelweg zwischen „Anreize schaffen“ und Gängelung finden. Obergrenzen für Parkplätze sind in einem so strengen Rahmen sicher nicht nötig.

    Wie immer fehlt beim politischen Vorschlag der Punkt des Anreizes – denn normale Einkaufszentren sind für Fußgänger oft unbequem zu erreichen (unnötige Umwege) und Fahrräder kann man nur selten sinnvoll und in ausreichenden Mengen anschließen.

    Mit übertriebenen Maßnahmen bringt die Politik aber die motorisierten Bürger zu stark gegen sich auf, der Wandel muss scheinbar langsamer geschehen.

  5. „Mit übertriebenen Maßnahmen bringt die Politik aber die motorisierten Bürger zu stark gegen sich auf, der Wandel muss scheinbar langsamer geschehen.“

    die politik bringt die bürger doch immer gegen sich auf. ohne das ich jetzt bewerten möchte ob es gerechtfertigt ist oder nicht.

  6. Oh ja, sagt zwar keiner das die Parkplätze nur für Autos sind, aber ein Fahrrad ist leider so leicht das jedermann das Rad einfach wegtragen kann wenn er der meinung ist der Parkplatz stünde seinem Autobrumm zu. Ich gehe stark davon aus, Status des Fahrrads als Fahrzeug und Autofahrermentaliät, vom Respekt vor fremdem, Nicht auto eigentum mal ganz abgesehen, das ein so belegter Parkplatz sehr schnell vom „Rechtmäßigen Eigentümer“ besetzt sein wird und das Fahrrad irgendwo hin geschmissen (im idealfall gestellt) wird.

    Mit einem Anhänger sieht das vielleicht anders aus, dennoch würd ich mich hier in Berlin nicht drauf verlassen mein Rad auf einen Parkplatz zu stellen, von der Frage des sicheren abschliessens mal ganz abgesehen.

    Apropos, sind die Radbügel an der Alexa wieder da? Die wurden ja für den ach so tollen und wichtigen Weihnachtsmarkt plättiert.

  7. Ich stelle mein Liegerad inkl. Anhänger auch auf freien Parkplätze ab. Warum sollte ich mich auch an irgendeinen Zaun am Straßenrand quetschen und hoffen, dass mein Rad nicht von Autos beim einparken demoliert wird? Schließlich ist kostenloser öffentlicher (Park)Raum für alle da.

    Das mit dem Wegtragen des Rades hat sich insofern bei meinem Rad erledigt, da ich eine 114dB laute Motorradalarmanlage (mit Gravitationssensor) eingebaut habe. Wer mein Rad anfässt, kann sich auf ein paar Tage Tinnitus gefasst machen.

  8. Das wütende Geheule der Kraftfahrfraktion war zu erwarten und findet irgendwo nah am Kindergartenbereich statt…

    Es wird wirklich Zeit, daß man einige alte Zöppe der automobilen Idiotie mal ganz schnell und schmerzlos (oder -voll?) kappt… Eine Politik der kleinen Veränderungen zieht die Umgestaltung nur in die Ewigkeit… Das Geheule ist das Gleiche… Niemand kann mir erzählen, daß es einen einzigen Fleck Berliner Innnenstadt ohne nahen Supermarkt gibt… Lachhaft!

    Den Fetten und Bequemen werden diese Scheinargumente zur Verteidigung ihrer Affinität zum Phlegmatismus niemals ausgehen… Würden Sie doch am Ende vielleicht auf 10 Minuten ihrer täglichen Idiotenfernseh-Dröhnung verzichten müssen… Wo sollte das auch bloß hinführen…?!?

    Ergo: Zöppe ab und gut is…! Es ist wahrlich überfällig!

  9. Ergänzung:

    Dann bitte aber am Besten auch gleich in Verbindung mit einer alljährlichen Verdopplung des Steueranteils auf alle fossilen Kraftstoffe. Es muß mehr und mehr weh tun, an diesen vorsinflutlichen Vorstellungen eines urbanen Verkehrskonzepts festzuhalten…

  10. @Dilbert:

    Was für eine Alarmanlage verwendest du? Die Motorrad-Alarmanlagen, die ich bisher so gesehen habe, benötigen alle ein ständig verfügbares Boardnetz und brauchen auch im Standby einen gewissen Strom, was einen Batteriebetrieb schwierig macht. Ich hatte mal eine Fahrrad-Alarmanlage [1] probiert. Die war aber viel zu empfindlich und ist bei Wind dauernd von selbst losgegangen. Daher habe ich das Teil wieder abmontiert.

    [1]
    http://www.dealextreme.com/p/audible-sound-lock-security-alarm-for-bicycle-110db-1-6f22-42767

  11. @Jakob, ich habe eine M+S Legos 2 eingebaut. Die braucht 12V Boardspannung. Das habe ich durch einen Batteriehalter für 10 Mignonzellen gelöst. Der Akkupack hällt knapp einen Monat durch, bevor ich ihn wechseln muss. Die Anlage selbst ist in einem stabilen, abschließbaren Koffer, der an das Rad montiert ist, nur der wasserfeste Lautsprecher ist außen montiert. Ich habe bei Amazon ein Teil Namens „M-Wave Bike-Alarm“ gesehen, dass angeblich was taugen soll und sich einfacher an ein „normales“ Rad bauen lässt. Vielleicht ist das auch einen Blick wert.

    Wird Zeit, dass man als Radfahrer mal ein wenig aggresiver vorgeht. Wie kann es sein, dass man hinnimmt das einem das Rad einfach weggetragen wird? Ich schiebe doch auch nicht ne Dose vom Parkplatz wenn ich meine mich da hinstellen zu müssen. Vielleicht sollten wir alle mal große, schwere Lastenräder kaufen und dann damit Parkplätze belegen. Quasi als eine Form des passiven Widerstand gegen die Autopest 😉

  12. Das ist eine äußerst „populäre“ Entscheidung im eigentlichen Wortsinn, als „dem Volk gemäß“. So wie es aussieht muss man den Autofahrer von seinem Spielzeug letztendlich durch steigende Preise und Schikane entwöhnen. Mit Erziehung durch schiere Information allein, wäre das unmöglich. Liberale Lebensgestaltung wird uns keine Luft zum Atmen lassen. Benzin 5 Euro, Tempo 30, Fahrradstraßen!!!

  13. „Benzin 5 Euro, Tempo 30, Fahrradstraßen!!!“

    Das wäre zumindest mal ein sinnvoller Anfang…

    – Dazu systematischer Rückbau des öffentlichen Parkraums innerhalb der Stadt – Dafür Schaffung eines wirklich flächendeckenden Netzes von Stationen von Stadtauto Pkw und Lkw Stationen (diese aber nur in der Elektrovariante gefördert) und Fahradstationen für kleines Geld (bzw. Monatskarte).

    – Rücküberführung der BVG und S-Bahn in Senatshand, Verzehnfachung der KFZ-Steuer mit Geldfluß in BVG Subvention -> Preise runter!

    Die S-Bahn beispielsweise darf nicht länger unter Dividende-Interessen der Privaten leiden müssen…

  14. Ich vergaß:

    „Fahrplan“ (welcher für alle ersichtliche und und von Parteiengezänk und Regierungswechsel unabhängig durchzusetzende Zeitmarken zu folgenden inhaltlichen Zielen enthält:

    – Totales Verbot des Betriebs jeglichen Verbrennungsmotors (OHNE jede Ausnahme!!!) innerhalb des S-Bahn Rings

    – Rückbau des mehrspurigen öffentliches Straßennetzes auf ein durch Steuermittel finanzierbares und für ein optimiertes ÖPNV angemessenes Volumen.

    – Schaffung eines flächendeckenden Netzes von Stationen (ich erwähnte es bereits) für einen sinnvollen „Ergänzungsfahrzeugparks“ zum ÖPNV: Mietfahrzeuge (auch Abo) von Elektro-Lkw und -Transporter, Lastenfahrräder, sonstige Drahtesel und Hackenporsches (für den bequemen Einkauf).

    Das wäre doch mal ein Schritt in die richtige Richtung… Unpopulär aber richtig. Weg vom Fetisch eigenes („sportliches“, übermotorisiertes, benzinfressendes, Abgase produzierendes und zu 99% von nur einer Person zu meist unsinnigen Fahrten genutztes) Automobil…

    Seien wir doch mal ehrlich… Die meisten der „ADAC“ – Argumente für einen Umbruch bewegen sich doch auf dem kleingeistigen Niveau streitender Kleinkinder…

    Die Beschäftigen in der Automobilbranche finden ganauso Arbeit in den neu entstehenden Zweigen (wenn nicht komplette Firmen sich notgedrungen neuen Tätigkeitsfeldern zuwenden) und unser Volkswirtschafts – Allheilmittel Autoexport hat eh keine große Halbwertzeit mehr (zu Zeit belebt durch den Nachholbedarf der Schwellenländer aber alsbald zusammenbrechend, da diese Länder im Gegensatz zu Bundesrepublik lernfähig sind und sehr bald komplett selbst produzieren werden).

    Es wird Zeit, daß Deutschland auch im Export mit zukunftsweisenden Technologien punktet, bevor der Anschluß unwiderbringlich verloren sein wird (siehe Elektrokonzepte der Franzosen, Asiaten und Israelis…) Deutschland hat hingegen den Prototypen (nie weiter verfolgt) eines lächerlichen Golfhybriden mit Benzindurst und 50km Elektrofahrbereich zu bieten oder unausgereifte und nicht konsequent zu Ende gedachte Wasserstoffantriebsrelikte der 90er Jahre…

  15. Auch wenn es andersherum etwa genau so krass gemacht wurde, wie hier beschrieben – nämlich indem das Auto auf Kosten von Lebensqualität und -sicherheit auf Biegen und Brechen in jeden Quadratmeter des öffentlichen Raumes geführt wurde, denke ich, dass die Entwöhnung so ruckartig nicht erfolgen kann, weil es dann Aufstände gibt.

    Zwischen der heutigen Halbschlafpolitik im Verkehrswesen und einer krassen Anti-Auto-Politik gibt es Wege, die die Gesellschaft nicht spalten würden. Wenn man endlich wieder Freiräume erhält, die über „Radstreifen“ hinausgehen und ein belästigungs-, unterbrechungs- und gefährdungsfreies Gehen und Radfahren möglich machen, wäre schon viel gewonnen.

    Parken ist dabei ein großes Problem, da sich das „Grundrecht“, ein Kfz 23 Stunden am Tag kostenlos im Verkehrsraum zu parken, in die Köpfe eingeschlichen hat. Dafür werden riesige Flächen benötigt, die jederzeit mit dem Auto erreichbar sein müssen – und echte, autofreie Straßen damit völlig unmöglich machen. Und wo Autos fahren, empfinden sie Vorrechte für sich, die schlimmstenfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. Selbst in der „Fahrradstraße“ Linienstraße wird man abgedrängt oder nah überholt. Zudem erschwert die Parkerei die Fortbewegung. Im Schnitt dürften etwa 50% der Fahrbahnen fürs Parken reserviert sein.

    Man sollte sich wirklich mal trauen, ein durchgehendes echtes Fahrradstraßennetz in Berlin zu eröffnen – ohne Parkplätze! Man bräuchte nicht mal 10% der Straßen, um sich mit dem Rad vernünftig fortzubewegen. Mein Traum ist jedenfalls eine solche Strecke wie die an der Flughafenautobahn, und zwar zwischen allen Bezirken und auch in der Innenstadt. Schon so etwas durchzusetzen würde dem aggressiven Autofahrer die Zornesröte ins Gesicht treiben – wäre aber zumindest noch machbar.

    Fast alle Unfälle, die Radfahrer und Fußgänger erleiden, geschehen in Zusammenhang mit Kfz. Warum also nicht mal eine echte Separierung (ungleich „Radweg“) versuchen?

  16. Mal ein paar ketzerische Gedanken dazu: wenn große Geschäfte nicht mehr genug Parkplätze anbieten, wo wird dann geparkt? In den umliegenden Wohngebieten, in zweiter Reihe etc. pp. Das hilft auch Niemandem, im Gegenteil, der Verkehr verlagert sich in Straßen, die sonst kaum durchfahren werden. Dass dies durch die Ordnungsämter sinnvoll unterbunden werden kann ist auch nur Wunschdenken.
    Außerdem: ist es wirklich so, dass die Kunden in der Innenstadt hauptsächlich zu Fuß / mit dem ÖPNV oder dem Rad kommen? Wenn ich mich umhöre, kenne ich fast niemanden, der den wöchentlichen Großeinkauf (oder den größeren Einkauf im Bau- oder Elektromarkt) ohne Auto macht. Ich nehme mich da gar nicht aus. Wenn ich weiß, dass ich keinen (kostenlosen) Parkplatz finde, fahre ich DORT gar nicht erst hin, sondern dorthin, wo ich Parkplätze finde. Mag nicht pc sein, ist aber so.
    Ich habe allerdings auch keine Lösung parat, schon gar keine einfache.

  17. Wenn Geschäfte nicht mehr ausreichend Parkplätze anbietet (wann ist die Anzahl der PP eigentlich jemals ausreichend?), dann lassen die Menschen ihren Pkw wahrscheinlich öfter mal stehen und gehen zu Fuß zum Laden um die Ecke. In Hamburg ist das zum Beispiel gut in etlichen zentralen Stadtteilen zu beobachten, wo es in den Einkaufsstraßen einfach keinen ausreichenden Parkraum mangels Fläche gibt. Dort gehen die Menschen zu Fuß zum Laden um die Ecke oder erledigen ihren Einkauf mit dem Fahrrad. Anstatt Wocheneinkäufen erledigen die Menschen ihre Einkäufe mehrmals pro Woche nach Feierabend (viele Supermärkte haben hier bis 22 oder sogar 23 Uhr geöffnet) oder, wie in meinem Fall, einmal pro Woche und dann mit dem Rad und Anhänger.

    Es ist lächerlich zu behaupten, man müsse Großeinkäufe unbedingt mit dem Auto erledigen. Das ist pure Bequemlichkeit und ätzender Egoismus. Ich kann für eine ganze Familie einkaufen, indem ich mit nem großen Trekking-Rucksack losgehe oder mein Fahrrad mit Anhänger benutze. Da gehen sogar 3 Getränkekisten und Nahrungsmittel für eine Woche rein. Und das könnte auch jeder andere gesunde Mensch machen. Nur will das niemand, weil es billig, bequem und einfach ist mit der Dreckschleuder zum Supermarkt zu fahren. Das damit alle anderen Menschen ausserhalb der Schallschutzkabine mit Lärm, Gestank und Lebensgefahr belästigt werden, interessiert die Egozentriker dabei nicht die Bohne.

    Es ist auf jeden Fall enttäuschend zu lesen, dass selbst pasionierte BikerInnen der Meinung sind unbedingt mit der Dose zum Einkaufen fahren zu müsen, weil es anders nicht geht. Hoffentlich fahren sie dabei nicht noch irgendwann mal nen Radfahrer um. Pfui Deibel.

  18. Wenn man bedenkt, dass man bei einem schweren Einkauf vielleicht 30 kg transportiert, dann steht das Kfz mit 1000 kg in keinem Verhältnis dazu. In den Hochzeiten der Energieverfügbarkeit haben sich Denk- und Handlungsweisen eingeschlichen, die eigentlich ziemlich absurd sind.

    Wenn ich viele Getränke einkaufen will, fahr ich meist mit Fahrrad, habe dann 2 Seitentaschen und einen Rucksack. Da passen mehrere „Kisten“ (bzw. die entsprechende Flaschenanzahl) rein. Da bei mir die Supermärkte fußläufig erreichbar sind, nutze ich das Rad aber eher selten – die Umpackerei wär mir (auch mit einem Kfz) zu umständlich. Im Markt in den Rucksack und die Tragetaschen einpacken, zuhause wieder auspacken, fertig.

    Einfach mal ausprobieren, manchmal staune ich selbst wie viel man so transportieren kann.

  19. „…zum Laden um die Ecke.“
    Ich hätte auch gerne ein LAden um die Ecke aber bei mir
    sind es schon fast unüberwindbare zwei Kilometer pro Strecke!
    Der blanke Wahnsinn! Da geht also kaum einer zu Fuß oder fährt Rad.
    Das wäre ummenschlich. Alles was der Deutsche nicht in 5 Minuten oder bei 3°C und Regen nicht in einer halben Minute erreichen kann
    ist ohne Dose unerreichbar.
    Also muss der Laden um die Ecke her! Aber brauch ich dann einen Vollsortimenter mit über 800m² verkaufsfläche?
    Der 0-8-15-ALDI-Grundriss in NRW hat nur kleiner 800m² Verkaufsfläche eben aus den bebauungsrechtlichen Gegebenheiten und das ist meines Erachtens schon Riesig.
    Was also fehlt sind die so sehr vermissten Tante Emmer Läden und die Trinkhallen aber da traut sich ja keiner rein weil zu teuer, hat nicht alles, hat nie auf und überhaupt ist mir das zu persönlich zu fragen ob man beim nächsten mal nicht dieses oder jenes bekommen könnte!
    Oder fehlt etwa doch nur das Pedelec-Lastenrad?

  20. Stichwort Lastenrad. Wir brauchen endlich eine Lastenrad-Kultur in Deutschland!

    Leute, wo bleiben die Radläden, in denen schicke Lastenräder verkauft und vermietet werden? Wo bleibt das stadtweite Lastenrad-Sharing? Wo bleiben die kostenlos oder kostengünstig zu leihenden Lastenräder vom Baumarkt? Wer bietet Lastenrad-Leasing an? Gründet einen Cargobike e.V. in eurer Stadt und schafft ein paar Lastenräder an, die allen Mitgliedern zur Verfügung stehen mit großer Werbung auf den Rädern für den Verein!

    Schwerter zu Pflugscharen? Ich sage „Autos zu Lastenrädern!“ 🙂

  21. lastenräder sind auf jedenfall der hit, ich hoffe auch das es davon bald mehr in berlin gibt.

  22. Die Moralisten sind wieder unterwegs. Ich fühle mich auch schon ganz schlecht 😉
    Lasst doch mal die Kirche im Dorf. Egal, was hier geschrieben wird: das Auto wird dadurch nicht abgeschafft. Weil es (aufpassen und die Messer wetzen!) manchmal ganz praktisch ist. Einkäufe mit 3 Taschen am Rad mache ich auch öfter mal. Geht. Ist aber unpraktisch. Und mit dem Hänger gehts auch. Ist aber noch unpraktischer.
    Aber wenn Angst um die reine Lehre aufkommt verschweigen wir lieber, dass wir auch mal das Auto nutzen. Machen’s aber trotzdem. Und fühlen uns (s.o.) ganz schlecht!

    P.S.: Mir ist klar, dass Ironie und Humor hier fehl am Platz ist und i.d.R. nicht verstanden wird. Ich gelobe Besserung!

  23. In Oldenburg wurde gerade eine Erhöhung der Parkplatzgebühren beschlossen. Eine Reaktion als Leserbrief heute in der Zeitung:

    „Der Artikel treibt mir die Haare zu Berge! Ich fahre regelmäßig in die Stadt, um bei Fachhändlern einzukaufen, obwohl das ohne Parkgebühren in meinem Ort oder an der Peripherie z. B. Wechloy ginge. Mittlerweile gebe ich fast zehn Prozent des Einkaufspreises (z. B. Reinigung meiner Bekleidung) fürs Parken aus. Um die Innenstadt zu stärken, sollte das Kurzzeitparken bis zu zwei Stunden kostenlos sein. …. “

    So denkt der gemeine Autofahrer, es ist noch ein langer Weg. 😉

    Den Rest gibt es hier: http://www.nwzonline.de/Region/Stadt/Oldenburg/Artikel/2530111/Parkgebuehr-schadet-dem-Handel.html

  24. Keine Ahnung, was daran unpraktisch sein soll mit nem Radanhänger einkaufen zu fahren.

    Ich habe einen hochwertigen Anhänger mit abschließbarer Weber-Kupplung am Rad der bis zu 50Kg Gewicht tragen kann. In dem Anhgänger steht eine 100 Liter Plastikkiste mit Deckel (Einkauf wird bei Regen nicht nass).

    Ich fahre zu Hause los und stelle mein Rad ohne Parkplatzsuche, Parkgebühren, Stau und Stress direkt vorm Supermarkt ab. Wenn ich nach dem Einkauf mit dem vollen Einkaufswagen direkt zu meinem Fahrrad gerollt bin, lade ich alles ein, lege den Deckel drauf und fahre entspannt wieder nach Hause. Dort angekommen, nehme ich die Plastikkiste aus dem Anhänger (inklusive Einkauf) und trage diese ein paar Meter direkt vor meine Haustür. Rad und Anhänger kommen wieder in den Keller. Danach wird der Einkauf entspannt aus der Kiste in den Kühlschrank geräumt.

    Und was ist daran jetzt unpraktisch?

  25. „Und was ist daran jetzt unpraktisch?“

    Mit dem Auto hättest du 10 Minuten Wegzeit, 200 Kcal und ein Sauerstoffzelt gespart so wie 1 Stunde Erholungspause um den Puls wieder auf 8o zu krigen.
    Für die meisten Leute ist Radfahren einfach zu anstrengend und zu unpraktisch und da wir ja alle wissen dass Zeit Gelt ist und das Auto Zeitersparnis suggeriert, weil man windgeschützt sitzt, der Kraftaufwand für das vorankommen viel kleiner ist und die Sitzposition so wie so viel angenehmer ist, kommt einen dann das stressige Einkaufen in den eh überfüllten Läden mit dem Auto viel entspanntter vor.
    Vielleicht sollte man per Gesetzt offene Wagen alá Willys oder Kübelwagen vorschreiben um das Fahren ungemütlicher zu machen. Oder gilt dann immern noch: Lieber schlecht gefahren als gut geradelt?

  26. Wir haben hier ja wirklich weit auseinandergehende Standpunkte.

    Überangebot schafft Nachfrage, und irgendwann denkt man einfach, dass das eigene Verhalten das praktischste ist. Denke ich von meinem Verhalten auch und hab oft Mitleid mit denen, die ihre Waren erst umständlich ins Auto laden und zuhause wieder rausnehmen müssen. So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein, für mich ist Einkaufen ohne Auto nichts unangenehmes, sondern einfach Normalität.

    Oft sind es schon kleine Dinge, die das Auto attraktiver erscheinen lassen. Sei es die eingezäunte Wiese vor dem Supermarkt, um die man umständlich herum gehen muss statt den kürzesten Weg nutzen zu können. Seien es die Fahrradständer, die jeder Beschreibung spotten und im Sommer nicht ausreichen. Oder die Nähe einer S-Bahn-Station, die aber wie im Beispiel des Ring-Centers einfach ganz miserabel angebunden ist. Manchmal ist es auch nur fehlende Ausstattung (Taschen am Lenker…).

    Ausbaden können es bei großen Parkplätzen und Parkhäusern die Fußgänger und „Radweg“-Benutzer, die von ständig ein- und ausfahrenden Fahrzeugen belästigt und gefährdet werden. Als Horrorbeispiele nenne ich da das Linden-Center in Hohenschönhausen oder die Ikea-Läden.

    Vom moralischen Zeigefinger halte ich nichts, dennoch gebe ich zu bedenken, dass die meisten der hier im Blog diskutierten Probleme aus der übermäßigen Autobenutzung entstehen. Insofern plädiere ich schon dafür, das Angebot für Fußgänger und Radfahrer zu stärken, auch auf Kosten des Angebots für Kraftfahrer.

    Nicht alle Menschen sind „Überzeugungstäter“, viele nutzen durchaus pragmatisch das passende Verkehrsmittel.

  27. Es gibt nicht nur die Alternative Auto oder Fahrrad(anhänger) zum Transport von schweren Einkäufen!
    Ich bin ja ein Anhänger des „Hackenporsche“. Kann ich für den Familienwocheneinkauf bei dem fußläufigen Supermarkt nur empfehlen. Da gibt es mittlerweile einen Haufen trendige Geräte…
    Ansonsten hoffe ich noch auf viele weitere Innovationen, wie man sich mobil fortbewegen kann und Dinge transportieren kann. Ich glaube da kann und wird es in nächster Zeit noch viele Innovationen geben, auch jenseits des Fahrrads.

  28. Back to the roots … der Transport ist schwerer als der Transporter. So wie es Generationen lang der Fall war. Hackenporsche, Fahrradanhänger, Tragetasche ist dann wirklich egal.

  29. Ja! Zeit ist Geld! Deshalb sitzen auch fast alle Deutschen jeden Tag stundenlang vor der Flimmerkiste. Mit dem Auto werden 10 Minuten „Zeit gespart“, die man dann länger mit ausgeschaltetem Gehirn vor der Glotze sitzen kann um sich mit Schwachsinn bestrahlen zu lassen 😉

  30. @ Hamburgär
    Ob das Auto so viel Zeit in der stadt spart, wage ich ja zu bezweifeln 😉

    Und zum Thema: Ich kaufe auch immer mit dem Rad ein. Mehrmals pro Woche, üblicherweise aufm Heimweg von der Arbeit. Da hab ich ja eh immer ne Tasche am Rad und alles liegt auf dem Weg. Mit dem Auto würde ich das alles nicht so schnell und flexibel erledigen können, weil alleine die Parkplatzsuche 10 minuten insgesamt kosten würde. Der riesen Vorteil mit dem Rad ist, dass man fast immer direkt vor der Tür parken kann.

  31. „“““
    # Hamburgär schreibt:
    Dienstag, 01.02.2011 um 10:02

    Keine Ahnung, was daran unpraktisch sein soll mit nem Radanhänger einkaufen zu fahren.
    „“““

    Ein Fahrradanhänger erweitert den Einsatzbereich eines Fahrrades ungemein.
    Selbt wenn ich keine grossen Einkäufe zu erledigen habe hänge ich oft den Anhänger dran wenn ich in die Stadt fahre. Ganz einfach weil es ein guter Diedstahlschutz ist. Fahrrad und Anhänger mit zwei dicken Schlössern zusamen „gekettet“ ist immer und überall ein guter Diebstahlschutz.

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