Europäische Kommission sagt Nein zum 500-Watt-Ebike

Die European Twowheel Retailers’ Association (ETRA), die europäische Händlervereinigung für Zweiräder, fordert seit längerer Zeit, die maximale Motorleistung für zulassungsfreie Pedelecs von 250 Watt auf 500 Watt anzuheben. Die ETRA erwartet von diesem Schritt eine breitere und vielfältigere Nachfrage nach Elektrofahrrädern in ganz Europa.

In einem ersten Entwurf zur Überarbeitung der Typengenehmigung für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge hat die Europäische Kommission die Vorschläge der ETRA nicht akzeptiert. Nach dem Willen der Europäischen Kommission sollen in Zukunft drei Kategorien für Elektrovelos gelten. Die kleinste Kategorie L1Ae soll für Ebikes bis zu 250 Watt und einer unterstützten Geschwindigkeit bis zu 25 kmh gelten. Die Hersteller dieser Bikes sollen ab 2021 verpflichtet werden, eine Art Black Box einzubauen, die eine Manipulation des Antriebs verhindert.

Das letzte Wort in dieser Frage ist aber noch nicht gesprochen. Der nun vorgelegte Entwurf ist nur ein erster Schritt in einem langen und komplizierten Gesetzgebungsverfahren.

Bike Europe: European Commission Says No to 500 Watt Max. Power for Pedal Assisted Bikes

4 Gedanken zu „Europäische Kommission sagt Nein zum 500-Watt-Ebike

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  1. 500 watt? das ist ja noch mehr mofa als 250 watt schon sind.
    bei 250 watt kann man ja wenigstens noch sagen, dass das ein gut trainierter radler ne weile treten kann.
    500 watt …. soll man den akku dann im anhänger hinter sich herziehen oder is einfach nach 20 km sense?
    ich finde diese ganze pedelec-sache von industrie und medien ganz schön gehyped.
    da bleib ich lieber bei meinen zulassungsfreien, sich selbst reparierenden muskelantrieb 😉

  2. Die Akkutechnik entwickelt sich schnell weiter. Es gibt durchaus Akkus, die 150-200 Wh/kg speichern können. Für 2 Stunden bei voller Leistung (500 Watt) bräuchte man also gerade einmal 6-8 kg Akkugewicht (unter Berücksichtigung des Wirkungsgrads von Motor+Regler).

    Viel wichtiger als die Erhöhung der Leistungsgrenze wäre meiner Meinung nach eine Aufhebung bzw. deutliche Erhöhung der Geschwindigkeitsgrenze. Die 500 Watt sind bei einer Begrenzung auf 25 km/h nicht wirklich sinnvoll zu gebrauchen, wenn man nicht gerade größere Steigungen überwinden will. Dagegen könnten 250 Watt ohne Geschwindigkeitsbegrenzung den Elektroantrieb für viele Radfahrer interessant machen, für die der Antrieb bei einer Begrenzung auf 25 km/h nur unnötiger Ballast ist.

  3. @Jakob: Das ist aber kein Fahrrad. Für Mofas gibt es bereits genug Regelungen. Einfach diese anwenden und fertig. Also für alles, was über 25 fährt, entsprechenden Führerschein und Versicherungskennzeichen.

  4. @ Jakob: Nach oben gibt es nie eine Grenze, wenn es nach den Wünschen der Kunden geht. Zulassungsfrei mit Obergrenze 25 km/h finde ich eine absolute Notwendigkeit. Wer schneller will, sollte sich schon mit allen entsprechenden gesetzlichen Hürden abkämpfen müssen. Dass die Akkus in wenigen Jahren hohe Geschwindigkeit bei gleichzeitig langer Reichweite erlauben können, kann ich mir schon vorstellen. Man sollte immer vorsichtig sein mit der Behauptung, dass etwas technisch nicht möglich sei. Auch ohne diese Geschwindigkeitsgrenze zu kappen, sind Elektroräder für viele Leute interessant, die eine _Unterstützung_ wollen. Wer die Grenze überschreiten will, ist weniger an einer Unterstützung interessiert als vielmehr an einem anderen Nutzungspotential im Vergleich zum Fahrrad. Dafür sollte man dann aber eben die entsprechenden Regeln beibehalten, wie sie heute schon bestehen.

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