Einkaufen mit dem Fahrrad in Wien

elektrotankstelle-spar-wien.jpgDie Ladenkette Spar errichtet bei 112 Lebensmittelgeschäften in der Stadt Wien 600 neue Fahrradstellplätze in der Nähe des Eingangs. Noch dieses Jahr plant der Filialist die Errichtung von E-Tankstellen für Elektrofahrräder bei ausgewählten Märkten. Michael Szeiler, der Projektleiter des Programms für das Fahrradparken: „Eine besondere Herausforderung war es, die Genehmigungen für die Radständer im öffentlichen Straßenraum zu bekommen. Für jeden Radständer wurde eine Verhandlung vor Ort abgehalten. Die Zustimmung für Radständer anstelle eines Pkw-Stellplatzes zu bekommen, bedurfte zum Teil viel Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit. Dabei benötigen 4 Radbügel mit 8 Fahrradstellplätzen weniger Platz als ein geparktes Auto.“

Das Potenzial für Einkaufen mit dem Fahrrad in Wien ist groß und noch lange nicht ausgeschöpft. Laut einer Studie der ARGUS-Steiermark können bei Lebensmittelgeschäften 87 % der Einkäufe mit einem Fahrradkorb transportiert werden. Bei 12 % der Einkäufe wäre ein Fahrrad-Anhänger notwendig und nur jeder hundertste Einkauf ist so groß, dass ein Auto unerlässlich ist.

Oekonews: Einkaufen mit dem Fahrrad – bei SPAR jetzt ganz leicht

8 Gedanken zu „Einkaufen mit dem Fahrrad in Wien

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  1. Da könnten sich die Supermärkte und vor allen Dingen die Bioläden in Deutschland mal eine fette Scheibe von abschneiden. Wenn ich alleine schon sehe, dass bei Läden wie Alnatura die Anreise mit dem Pkw mit bis zu 10% „Preisnachlass“ auf kosten aller Kunden subventioniert wird, wird mir ganz schlecht. Vernünftige Fahrradabstellanlagen (keine lose rumstehenden Felgenkiller) sucht man dagegen bei fast allen Läden vergebens.

  2. Tja die ganzen Bioläden sind halt auch nur Lifestyle-Tempel, wenn ich mir anhören muss das Biogemüse ja auch besser schmecke und gesünder sei und blabla.
    Die Leute machen das fürs Gewissen und weil sie glauben es ist gesünder/leckerer, nicht aus tiefgreifender Ökologischer Überzeugung oder gar Nachhaltigkeitsgedanken. Kannst ja mal in einen Biomarkt deiner Wahl gehen und fragen worin genau der Unterschied zwischen Konventionellem und Ökologischem Anbau besteht respektive was die Kriterien für das BIO Siegel sind, du wirst wenig brauchbare und noch weniger richtige Antworten bekommen.

    Da ist das mit dem Autorabatt auch nur Konsistent, Ökolgie ja, aber nur bis es die eigene Bequemlichkeit einschränkt, schön Halbherzig.

  3. @Heinzer, was ist das konkret für ein 10%-Angebot? Wie funktioniert das? Klingt ja echt pervers.

    Man darf sowieso nicht darüber nachdenken, wie stark man als Kunde den Autoverkehr subventioniert. Die Parkplätze jedes Supermarktes sind größer als der Markt selbst – entsprechend teuer der Grunderwerb. Katastrophaler nur noch Autohäuser, die teilweise auch 50% der Ladenfläche in Anspruch nehmen. Und damit alles schön „billig“ ist, nutzt man die Kassierer/innen noch nach Strich und Faden aus.

    Die Krönung ist dann die umzäunte Wiese neben dem Parkplatz, damit der zu Fuß gehende Kunde noch Umwege laufen kann.

  4. Wobei man ja als Konsument die großen Supermärkte recht einfach meiden kann. In Berlin sowieso. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte mal bei einem Discounter eingekauft habe.

    Platzverschwendung durch riesige Parkplätze, die eh die meiste Zeit leerstehen ist das eine, viel schlimmer ist die Ausbeutung der Angestellten.

    Das muß einem aber auch ein paar Euro pro Einkauf wert sein.

  5. @berlinradler das funktioniert so, dass Du als Autofahrer von Alnatura Deinen Parkschein im Parkhaus bezahlt bekommst (im Wert von 1,60 Euro) wenn Du mindestens für 15 Euro einkaufst – was quasi einem 10% Rabatt auf die Ware entspricht wenn man für 15 Euro einkauft. Dieser 1,60 Euro Preisnachlass für die Erstattung des Parktickets wird von allen anderen Kunden quasi durch ihren Einkauf bezahlt (ist wahrscheinlich im Preis der Ware einkalkuliert). Das mit der Erstattung der Parkgebühren ist zwar gängige Praxis in Autodeutschland, aber bei einem Bioladen eine eher fragwürdige Praxis. Vor allen Dingen wenn dieser Bioladen nicht mal vernünftige Abstellanlagen für die radfahrende Kundschaft bereitstellt. Eigentlich sollte man doch erwarten, dass Bioläden die umweltfreundliche Anreise belohnen. Zum Beispiel in dem Sie einen 10% Preisnachlass für alle Kunden anbieten, die zu Fuß oder mit dem Rad zum Laden kommen. Stattdessen wird die Autowirtschaft subventioniert.

  6. Ach so ja, die Parscheinsache. Ökologisches Denken ist ja keine einheitliche Sache – Stiftung Ökotest spricht sich beispielsweise ziemlich offen gegen das Energiesparen aus (in einem Absatz im Energiesparlampen-Test, nach dem Motto – die freiwerdenden CO2-Zertifikate werden dann eben an anderer Stelle verbraucht). Mich verwundert es nicht, dass ein „Biomarkt“ sich nicht dafür interessiert, wie seine Kunden anreisen.

  7. @ozelot:
    wie machst du das denn genau?

  8. @Roland: Wie mache ich was genau? Einkaufen? Na ich gehe in den Laden und kaufe Lebensmittel. Nur ist der Laden kein Discounter.

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