63 automatische Zählstellen an Brandenburgs Radwegen

Seit Mitte November werden in Brandenburg 60 automatische Zählstellen an wichtigen Radwegen aufgebaut, die letzten folgen in dieser Woche. Mit Hilfe der Daten sollen nun erstmals belastbare Zahlen zum Fahrradverkehr ermittelt werden. Das berichtet Berlins Fahrradbeauftragter Benno Koch auf seinen Seiten.

In der Vergangenheit wurde die Zahl der Radfahrer in Brandenburg nur sporadisch und lediglich mit Hilfe von Stichproben ermittelt. Deshalb liegen auch nur wenige solide Zahlen zum Radverkehr vor. Um die Zahlen auf eine verlässsliche Grundlage zu stellen, werden nun automatische Systeme eingesetzt. Die Radargeräte scannen anhand der Form, Größe und Geschwindigkeit die Radler, um sie zum Beispiel von Fußgängern zu unterscheiden.

Die Daten sollen darüber Aufschluss geben, wo Investitionen in die Infrastruktur notwendig sind und in welchen Regionen die Vermarktung des Fahrradtourismus verbessert werden sollte. Im nächsten Jahr wird es auch eine Internetseite zur Radverkehrsanalyse in Brandenburg geben.

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Foto: Benno Koch
Benno Koch: Brandenburg: 63 automatische Zählstellen an Radfernwegen

3 Gedanken zu „63 automatische Zählstellen an Brandenburgs Radwegen

Kommentare-Feed
  1. Bleibt abzuwarten wie lange diese schönen Solarpanele wohl an Ort und Stelle verbleiben.

    Wann wohl mal jemand auf die Idee kommt ein paar Runden um das Ding zu fahren?

  2. Tja, welche Wege müssen ausgebaut werden? Die, wo viele Radfahrer fahren, oder die, wo noch zu wenige fahren? Wär mal interessant zu wissen. Es kann schon eine doofe Kreuzung ausreichen, dass ein sonst guter Weg kaum genutzt wird.

  3. … wer sich mal mit den Studien zum Elberadweg in Sachsen befasst hat, erinnert sich, dass die Zählstelle in regelmäßigen Abständen auch für Befragungen genutzt wird. Nur so kriegt man doch überhaupt raus, ob die Leute gerade zur Arbeit radeln oder auf einem siebentägigen Fahrradurlaub sind. Dabei wird auch nach der Zufriedenheit mit der Qualität der Weg, der Wegweisung und der Information gefragt.

    Ich hatte mir die Sache mal im Sommer in Brandenburg angeschaut – da wird momentan schon mit einer gewissen Gründlichkeit gefragt, die zusammen mit den absoluten Nutzungszahlen bisher unerreicht genaue Informationen liefern.

    Missbrauch ist natürlich wie immer und überall möglich, zum Beispiel wenn Leute typische Fahrraddistanzen mit dem Auto fahren, werden sie trotzdem gezählt – Zählschleifen für den Kfz-Verkehr gibt’s ja wie Sand am Meer. Und dann wird trotz der völlig unnöitigen Fahrten (in Brandenburger Städten reichen da ja schon weniger als 6.000 Kfz pro Tag) im Zweifel eine Umgehungsstraße mehr gebaut …

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