Manifest Bike von Pereira Cycles

Oregon Manifest ist ein Zusammenschluss von Firmen und Institutionen, um den dortigen Radverkehr zu fördern. Anfang des Monats veranstaltete Oregon Manifest einen Wettbewerb, um das Transportrad der Zukunft („next-wave transportation bike“) zu finden. Gefragt waren nicht mehr und nicht weniger als spektakuläre Lösungen für den Alltagsradler.

Etwa dreißig Rahmenschmieden gingen in den Wettbewerb, der von Pereira Cycles aus Portland in Oregon gewonnen wurde. Sein Manifest Bike kommt mit einer Menge schöner Details, für die es sich lohnt, das Fahrrad in groß zu betrachten, Ständer, Front-Rack mit Lichthalter, integriertes U-Schloss und viele weitere schöne Details.

Manifest Bike in groß und weiteres Foto
Pereira Cycles mit vielen schönen aber sehr teuren Rädern.

17 Gedanken zu „Manifest Bike von Pereira Cycles

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  1. Ist ja recht schick,
    aber wieso sträuben sich die Amis immer so gegen den klassischen Gepäckträger hinten?

    Ich denke Ortlieb sollte mal massiv Werbung in Nordamerika machen, ich bin zwar auch ein freund von Frontgepäckträgern, aber doch nicht als einzige transportmöglichkeit.

    Naja different strokes for different folks

  2. Ein „next generation transportation bike“, bei dem sämtliche Zuladung auf dem dafür ungeeigneten Frontgepäckträger oder im Rucksack erfolgen muss?

    Irgendwie scheint mir der Realitätsverlust dieser „Fahrraddesigner“ immens.

    An so ein Fahrrad gehört ein Gepäckträger, und der gehört selbstverständlich nach hinten!

    Ich möchte wirklich nicht wissen, wie die Fahrstabilität dieser Gurke aussieht, wenn man mal eben 35 kg Zuladung auf dem Frontgepäckträger verstaut. Das ist ja noch nicht mal ein Low-Rider, sondern der Schwerpunkt liegt schön weit oben …

    Ansonsten ist das vom ostigen Farbton abgesehen ein schönes Stück, jedenfalls der Rahmen.
    Es besteht also vielleicht doch noch Hoffnung dafür, daß wieder erträglich aussehende Fahrradtechnik zu bekommen sein wird.

  3. Das Schloss ist super schick aber irgendwie nicht so praktisch.

  4. Aber schöne Metall Schutzbleche, gibts sowas eigentlich auch Hierzulande?
    Irgendwann sind die guten Blüemels ja durch und dann könnt man ja stilecht auf schwarz eloxiertes Metall umsteigen *drool*

  5. au backe…hexenschuss für alle!

    da schmerzen einem schon vom hinsehen die lendenwirbel und bauchmuskeln, und ab 5 kg will sich das rumgeeiere in mässiger schrittgeschwindigkeit auch niemand mehr vorstellen, geschweige denn antun.

  6. apropos schutzbleche: ich find gut, dass das vordere schutzblech so weit runtergezogen is. wenn ich im regen durch die kurve fahre, dann passiert es oft, dass mein vorderes schutzblech das ganz wasser was vom reifen kommt auf einen meiner füße ablegt :S

  7. @Egon: das ist ein „Porteur-Bike“ Mit genau diesen Modellen haben in paris die Zeitungsausfahrer Stapel von Zeitungen and die Kioske verteilt. Nicht gerade eine leichte Ladung. Das funzt! Is halt nur ne andere Geometrie…. schau mal bei Bicycle Quarterly nach (siehe unten).
    @ Ze Rather Evil : Hojo http://www.japanese-bikeparts.de/index.php?main_page=index&cPath=18&zenid=62ud61l0rv7vjtargcio9u6pa7

    Wie im Beitrag festgestellt: Sehr schön aber halt wg handgemacht sehr teuer.
    Wenn jmd so was für 800 € hinkriegt is dies eine Vorbestellung.

    Besonders gut weil mittlerweile fast vergessen ist die Gabel mit dem Bogen unten. Nix federt mittlere Unebenheiten besser! Das war so bei den „Oma“ Rädern, das war so bei den Rennrädern als auf der Straße der Teer schlecht war. Aktueller testbericht:
    http://www.vintagebicyclepress.com/currentissue.html

    Eigene Erfahrung: Opa Rad schlägt locker Ballon Rad mit MTB Geometrie

  8. Bei dem Wettbewerb ist wohl so einiges schiefgelaufen. Vorgegebene Kriterien wurden nicht berücksichtigt, Schönheit zählte mehr als Funktionalität, und der Praxistest bestand aus einem 70 Meilen-Rennen!

    http://austinontwowheels.org/2009/10/05/custom-builders-take-a-stab-and-mostly-miss-on-transportation-bikes-at-oregon-manifest/

    Normale Gepäckträger und Ortlieb-artige Taschen sind hier übrigens durchaus üblich. Nur bei den handgebauten High-End-Rädern gibt es diese Verklärung von allem, was Retro und Euro aussieht.

  9. @sascha – grosse lasten über dem vorderrad sind ja nichts aussergewöhnliches, die deutsche post hatte diese panzer ja auch, allerdings ist dort die last starr am rahmen, und nicht mitgelenkt am laufrad fixiert. damit lässt sich dann auch recht gut wegschleppen, sieht man mal vom recht hohen schwerpunkt und der daraus folgenden schlechteren seitenstabilität ab.

    die sache steht und fällt mit dem mitlenken der nach vorne ausladenen masse, und der dann entstehenden umwucht. diese ergibt dann beim langsamfahren das typische ‚rumgeeiere‘, also dass das rad stets woanders hin will als man eigentlich möchte, und bei schneller fahrt eine extreme lenkunsicherheit durch die enorme lenkträgheit.

    ich habe selber einen mitgelenkten vorderradträger, als teil einer lowrider-konstruktion, und kann damit belastet mal 20 km in der stadt zum einkaufen rumfahren, aber sicher keine 200 km über land – ab 5 kg last unbrauchbar.

  10. Ja gut, dass das nich für 100 kg über 200 km gebaut is sieht ja jeder. Das is aber auch nich was in der Regel transportiert wird. Dafür is dann sicher ein Schweizer Armeerad oder ein Anhänger die bessere Lösung. Das hier is sichtlich ein „Schnelltransporter“

  11. P.S.: Wenn lasten ab 5 kg vorne unfahrbar sind: warum fahren die französischen Randonneure dann seit Generationen mit bis zu 1o kg vorne? Was der bauer nich kennt….

  12. na eben darum wollte ich dich ja freundlicher weise an meinen erfahrung um den eher begrenzten praktischen nutzen solcherlei konstrukte teilhaben lassen, da ich, wie ich ja schrieb, so’n mitgelenktes dingens vorne fahre.

    andererseits will ich dir natürlich nicht deine begeisterung für einen bäuerlichen selbstversuch nehmen, – es soll schliesslich auch leute geben die heute noch auf vollgummireifen schwören, mit begeisterung ohne bremsen fahren, mit vorliebe vollgepackte säcke auf dem rücken umherkarren, oder sich sonstiger absonderichkeit mit freude hingeben.

    warum also nicht ein richtungsssuchender ’schnelltransporter‘ in rasanter überschrittgeschwindigkeit.

  13. Das Argument, daß schlechte Technik nicht schlecht sein kann, weil sie schon lange so verwendet wird, zieht nicht.

    Hollandräder beispielsweise haben beschissene Vorderradbremsen und durch die nach hinten offenen Ausfallenden ist der Hinterradwechsel ein Krampf im Arsch, auch wenn die Teile noch so lange in der Form gebaut und gefahren werden.

    Und genauso verhält es sich bei den hier zitierten Fossilien der Gepächträgertechnik – Lasten am Vorderrad mit hohem Schwerpunkt sind Scheiße. Punkt.

  14. @Prokrastes :

    Hollandräder haben sich aber auch im laufe der Zeit verändert, Ausfallenden und Bremsen insbesondere, und sooo schlimm find ich die Trommelbremsen vorne nicht, mitm Hollandrad ist man ja meist eher gemütlich unterwegs.

    Aber grundsätzlich gebe ich dir Recht, Tradition ist kein Grund Innovation zu verhindern.

  15. Die Trommelbremse meinte ich auch nicht, sondern diesen auf den Vorderradmantel gepressten Gummiklotz.

  16. Na kom Gestängebremse mit Bremswirkung auf dem Mantel sind in Holland genauso lange out wie hier in D.
    Nur weil die lieben Altherren es noch fahren ( weils nicht kaputtgehen will) heissts ja nicht das es noch aktuelle Technik ist.

    Wo mir wieder einfällt, wird beim „Sicherheitscheck“ für den Herbst eigentlich auch auf funktionierende effektive Bremsanlagen geachtet oder wird bei „normalradlern“ daraf verzichtet während bei Fixies ein riesen wuhei drum gemacht wird?

  17. Hi folks,
    schon bisschen alt, aber ich kommentiere mal trotzdem noch: seit Jahren fahre ich ein Bäckerrad (20 Zoll Vorderrad und 26 Zoll Hinterrad) mit so’ner riesigen Kiste vorne (rahmenfest). Das fährt sich wunderbar. Auch mit 30kg+ vorne drauf. Der Trick besteht einfach in der Tatsache, dass die Lasten nicht mitgelenkt werden und die Fuhre dank relativ flach stehender Gabel bei jeder Geschwindigkeit stabil bleibt. Habe früher mit LowRidern und diversen Frontgepäckträgern herumexperimentiert. Alles Käse. Sobald man mehr als 3-4 kg transportieren möchte, fuhrwerkt man wie blöde mit der Lenkung herum.
    Dieses blaue Designer-Ding hier fährt sich beladen mit einiger Sicherheit ziemlich beschissen. Kann ja sein, dass die armen Franzosen mit so’nem Zeug rumgeeiert sind, aber mitlenkende Lasten sind eben einfach nicht gut. Punkt.

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