6-jähriger Radfahrer angefahren

Das vergangene Wochenende haben viele genutzt, mit dem Rad ins Grüne zu fahren oder einfach nur durch die Stadt zu cruisen. Ein sechsjähriger Radfahrer erlitt bei einem Unfall schwere Verletzungen und musste in die Klinik: „Bei einem Verkehrsunfall in Buch zog sich ein Sechsjähriger Beinverletzungen zu und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Junge und sein 30-jähriger Vater waren gegen 15 Uhr 30 mit ihren Fahrrädern auf der Schönerlinder Straße unterwegs. Eine 40-jährige Toyota-Fahrerin wollte von der Schönerlinder Chaussee nach rechts in die Schönerlinder Straße abbiegen und hielt vorher am Stopschild an. Beim Abbiegen übersah sie offenbar die Radfahrer, die auf dem für beide Richtungen freigegebenen Radweg fuhren, und erfasste den Sechsjährigen. Der Vater des Jungen rettete sich mit einem Sprung von seinem Fahrrad und blieb unverletzt.“ (Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 1242)

3 Gedanken zu „6-jähriger Radfahrer angefahren

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  1. Scheiße. Ich bin da schon oft vorbeigekommen und habe jedesmal gedacht: Wenn sich hier ein Radfahrer mal im falschen Moment auch nur ein bisschen auf seinen Vorrang sowohl gegenüber Querverkehr, als auch Abbiegern von der Hauptsstraße verlässt, passiert es so leicht.

    Würde mich eigentlich stark wundern, wenn der Junge das erste Opfer dieser spätestens jetzt auch ganz real lebensgefährlichen Fehlplanung wäre.

    Der Radweg hat in Schönerlinde nebenbei bemerkt kein echtes Ende und auch keine Auffahrt. Sprich: er und seine Benutzungspflicht beginnen und enden irgendwo im Nirgendwo. Real sehe ich daher zumindest für die Richtung aus Schönerlinde kommend – also linksseitig keine Wirksamkeit des Z.241.

    Allerdings bedarf es dort einiger Dickfelligkeit, auf der Fahrbahn zu bleiben: Die Spuren sind relativ schmal und ohne nennenswerten Seitenstreifen, so dass sich Autos auf der doch in beiden Richtungen recht viel genutzten Strecke bei Gegenverkehr mal ausnahmsweise tatsächlich über 500m hinter Radfahrern stauen können, die auf der Fahrbahn fahren – mit den bekannten Konsequenzen Hupen und Schneiden.

    Dem Jungen wünsche ich baldige und vollständige Genesung. Auch dass der Unfall kein bleibendes Trauma bei ihm hinterlässt.

    Die Autofahrerin sollte öfters mal Fahrrad fahren und/oder sich bei Gelegenheit zumindest mal mit den Regelungen der Straßenverkehrsordnung auseinandersetzen – seien sie auch noch so abstrus, wie z.B die Stellen, die linksseitige Radwege betreffen.

    Und derjenige, der sich für verkehrsrechtliche Anordnungen an dieser und ähnlichen Stellen verantwortlich zeichnet, möge dort eine sofortige Abschilderung der linksseitigen Benutzungspflicht veranlassen. Am besten auch gleich der Rechten dazu. Denn von Berlin kommend ist diese Einmündung kaum minder gefährlich.

    in diesem Sinne,
    Chris

  2. „Würde mich eigentlich stark wundern, wenn der Junge das erste Opfer dieser spätestens jetzt auch ganz real lebensgefährlichen Fehlplanung wäre.“

    Habe das mal recherchiert:

    Unfälle mit Radfahrerbeteiligung an der Ecke Schönerlinder Straße/Schönerlinder Chaussee:

    2003: 4 Unfälle http://www.berlin.de/imperia/md/content/polizei/strassenverkehr/unfaelle/statistik/verkehrsunfallageradfahrer2003.pdf

    2004: 5 Unfälle
    http://www.berlin.de/imperia/md/content/polizei/strassenverkehr/unfaelle/statistik/radfahrer2004.pdf

    2005: 2 Unfälle
    http://www.berlin.de/imperia/md/content/polizei/strassenverkehr/unfaelle/statistik/radfahrer2005.pdf

    2006: 1 Unfall
    http://www.berlin.de/imperia/md/content/polizei/strassenverkehr/unfaelle/statistik/radfahrer_2006.pdf

    2007: ?

    2008: bis Ende April nun mindestens einer.

    Preisfrage: Wie sähe die Statistik wohl aus, gäbe es an dieser Stelle keinen separierten Radweg? Zusatzfrage: Welcher für diese Situation Verantwortliche ist derart abgebrüht, an dieser Stelle offensichtlich keinerlei Handlungsbedarf zu sehen?

    Gruß,
    Chris

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