Digitaler Fahrradrückspiegel

Das Geniale am Fahrrad ist seine unübertroffene Einfachheit: Rahmen, zwei Räder, Sattel und Lenker, Kette und Kurbel, fertig ist das wahrhaft menschliche Fortbewegungsmittel über kurze Distanzen. Diese Simplizität, die Reduktion auf das Wesentliche lässt manchen Leuten keine Ruhe. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Fahrradrückspiegel

Das neueste Gadget der Fahrrad-Nerds ist ein skalierbarer Fahrradcomputer der amerikanischen Firma Cerevellum. Das große 320×240 Pixel Display zeigt zunächst das an, was ein normaler Fahrradcomputer auch tut: Geschwindigkeit, gefahrene Strecke undsoweiter. Vier USB-Ports garantieren die Erweiterbarkeit des Fahrradrechners. So kann zum Beispiel eine kleine hinter dem Sattel befestigte Kamera angeschlossen werden, die den Computer zum Fahrradrückspiegel macht. GPS ist ebenfalls versprochen und mit UMTS wird aus dem Ding das erste mobile LAN.

Die Leute von Cerevellum suchen nun nach einem Investor, sie hoffen, sie können das Gerät in etwa einem Jahr zum Preis von dreihundert Dollar auf den Markt bringen. Ein Blick über die Schulter wird aber auch in Zukunft kostenfrei bleiben.

2 Gedanken zu „Digitaler Fahrradrückspiegel

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  1. Wird das Auto auf der Abbildung gleich links oder rechts überholen? Das hängt davon ab, ob das Bild auf dem Monitor normal oder seitenverkehrt wie bei einem gewöhnlichen Fahrradrückspiegel aus Spiegelglas ist. Ungeübte können dadurch ziemlich verwirrt werden.

  2. Das mit den USB-Anschlüssen finde ich doch ziemlich lustig. Man könnte auch ein WLAN-Gerät dranschließen und damit dann recht kompakt nach offenen WLAN-Netzen ausschau halten. Ein angeschlossener USB-Speicher könnte die gesammelten Daten dann speichern. Natürlich müsste dann auch ein GPS-Empfänger angeschlossen sein, um zu speichern wo die WLAN-Netze sich befinden. Das wäre wahrscheinlich eine der leichtesten Varianten des Fahrrad-Wardriving. Und man kann sich auf dem Display gleich die Funde anzeigen lassen. Tja, lustige Sache. Aber bis auf wenige Verrückte wird sich das doch keiner kaufen. Man kann doch auch ’n kleines Notebook in den Rucksack stecken, was das gleiche macht. Fehlt nur die optische Live-Überwachung.

    Zu Ralf: Stimmt, ich selbst war auch verwirrt über das Bild und musste erst nachdenken, wo auf der Straße sich das Fahrrad denn jetzt befindet und von wo das Auto kommt. Aber mittels Software lässt sich das Bild ja auch einfach spiegeln.

    Was für ein Betriebssystem ist auf dem kleinen Gerät? Hoffentlich ein freies und offenes, sonst bringt einem das ganze recht wenig, weil man dann auf die vorgegebenen Verwendungsweisen des Herstellers angewiesen ist. Langweilig.

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